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Schauffele schockt die Konkurrenz 07.01.2019

Von wegen Underdog: Xander Schauffele
Von wegen Underdog: Xander Schauffele
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Xander Schauffele schockt beim Tournament of Champions die Konkurrenz. Der Amerikaner ist in der absoluten Weltspitze angekommen.



Maui, Hawaii – Xander Schauffele hatte vor der Finalrunde des Tournament of Champions die wenigsten auf dem Zettel, wenn es um die Top-Kandidaten für den Sieg beim Tournament of Champions ging. Der Amerikaner mit schwäbischem Vater hatte vor der Schlussrunde fünf Schläge Rückstand auf den führenden Gary Woodland. Und fiel in Runde vier beim Turnier der Turniersieger aus dem vergangenen Jahr gleich mit einem Bogey zum Auftakt weiter zurück.

Doch das Tempo, das Schauffele, 25, dreimaliger Sieger auf der Tour, im Anschluss auf dem Plantation Course in Kapalua, Maui, einschlug, war selbst der davongelaufenen Konkurrenz zu hoch. In Zahlen: Acht Birdies, zwei Eagles, 62 Schläge. Schauffele schraubte sein Gesamtergebnis auf 23 unter Par. Spielpartner Marc Leishman fasste das Spektakel passend zusammen: "Ich habe zwei unter Par gespielt, aber an seiner Seite hat sich das wie eine 80 angefühlt." Woodland, als Führender in das Finale gestartet, verpasste auf der 18 den Putt zum Birdie, um gleichzuziehen.



Ein Überraschungssieger ist Schauffele schon lange nicht mehr. Er gewann 2017 sowohl Greenbrier Classic als auch die Tour Championship. Er triumphierte im Oktober beim WGC-HSBC Champions und war auch bei der U.S. Open sowie der Open Championship ganz vorne dabei. In der Weltrangliste wird er aktuell auf Rang sechs geführt. Schauffele hat sich innerhalb kürzester Zeit in der Weltspitze etabliert.

"Ich fühle mich immer noch als Underdog."
Xander Schauffele

Eine Entwicklung, die für den Senkrechtstarter noch nicht wirklich greifbar ist. "Es klingt noch etwas befremdlich", so Schauffele. "Ich weiß auch nicht. Ich fühle mich immer noch als Underdog."

Es war ein hochklassiges Feld in dieser Woche, das dem Tournament of Champions zu neuem Glanz verhalf. In den vergangenen Jahren stand das Turnier vor allem wegen der Namen, die nicht dabei waren, im Fokus. Nicht so 2019. Bis auf Tiger Woods, Phil Mickelson und Justin Rose waren alle Hochkaräter am Start.

2020 wird auch der Golfplatz mit seinen malerischen Pazifik-Blick ein neues Gesicht bekommen. Denn trotz einiger sehr windiger Tage hagelte es Birdies auf den bisweilen highway-breiten Fairways. Zu viele für den Geschmack der Verantwortlichen. Course-Designer Ben Crenshaw wird anrücken, um dem Kurs wieder bissig zu machen. 

Turniersieger Schauffele freut sich schon. Denn eine Konsequenz seines Sieges ist ja, dass er auch im kommenden Jahr im Konzert der Sieger mitsingen darf. 


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