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Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
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Zeit für Technik? 06.12.2016

Ian Holloway von der David Leadbetter Golf Academy
Großer Unterschied: „Eingefroren“ durch Technikfokus (Bild 1) ...
... und aufgabenorientiert (Bild 2)
Einfach ausprobieren: Welcher Ballflug entsteht bei welcher „Löffel“-Bewegung? Bild 3 ...
... Bild 4 ...
... Bild 5
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Wintertraining muss nicht auf Technikschule basieren. Ian Holloway von der David Leadbetter Golf Academy hat ein anderes Rezept parat.

Jetzt kommt ganz deutlich der Winter und man denkt, es ist endlich Zeit, an technischen Komponenten zu arbeiten, um nächstes Jahr besser zu werden. Eigentlich macht es Sinn, aber Tatsache ist, dass Technik immer eine langfristige Lösung ist und nicht unbedingt zu allen Menschen passt.

Warum machen wir dann Technik?  Weil es bisher die einzige Lösung war. Aber es geht auch anders.

Bewegungen organsieren

Ganz ehrlich: Warum möchten Sie einen besseren Golfschwung? Weil Sie sich daraus irgendeinen Vorteil versprechen, oder? Warum nicht gleich mit dem Vorteil, also der Fähigkeit, beginnen? Das menschliche Gehirn hat eine wahnsinnige Fähigkeit, sehr komplizierte motorische Bewegungen zu organisieren, wenn das Ziel
klar ist.

Das heißt: Wenn  Sie einen hohen Lobschlag lernen möchten, ist es nur wichtig, dass Sie verstehen, welche Faktoren für Höhe sorgen, aber NICHT, wie  genau jede Bewegung ausgeführt werden muss, um das Ziel zu erreichen. 

Variables Lernen

Unsere Körper sind einzigartige Geräte, sogar so einzigartig, dass wir alle eine ganz unterschiedliche Art haben, eine Lösung zu finden. Deswegen ist es weniger wichtig, wie Sie es machen, solange der Ball tatsächlich Höhe gewinnt. Jeder von uns hat die Erfahrung gemacht, zu viele Gedanken im Kopf zu haben. Das sehen Sie auf
Bild 1. Ich sehe aus wie eingefroren.

Wie lerne ich also Fähigkeiten, ohne darüber nach­zudenken, welche Bewegungen dafür notwendig sind? Der Trick heißt variables Lernen. In diesem Beispiel schlage ich drei unterschiedlich hohe Pitchschläge und jedes Mal spiele ich mit der Freigabe der Handgelenke, sodass unterschiedliche Flughöhen dabei herauskommen.
In Bild 5 sehen Sie, dass der Ball stark gelöffelt wurde. Auch das ist völlig o.k., auch wenn es bei vielen heißt, dass Löffeln schlecht sei.

Wirklich verkehrt oder eine sinnvolle Variante?

Ihre Aufgabe ist die folgende: Wählen Sie eine Fähigkeit aus, die Sie über diesen Winter verbessern möchten. Es könnte die Länge sein oder die Höhe oder zum Beispiel eine Kurve. Überlegen Sie, welche Stellung der Schlagfläche hierfür notwendig sein wird und versuchen Sie, damit Erfahrungen zu sammeln. Nichts ist verboten und vor allem ist nichts falsch, sondern Sie probieren aus und finden durch unterschiedliche Schläge und Schlagflächen-Stellungen (oder Handgelenkfreigaben wie bei mir) heraus, welche Flugkurven bei welcher Bewegung herauskommen.

Mehr dazu und wie man das am besten übt habe ich in diesem Video vorbereitet: www.leadbetter.de/golftime

IAN HOLLOWAY, Jahrgang ’80,  Fully Qualified  PGA Professional und Certified  Senior In­structor der David Lead­better Golf Academy im Golfclub Velbert-Gut Kuhlendahl 


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