12.12.2016

Was tun nach dem Schlag?

Golftimer
Golftimer

Was tun nach dem Schlag? Die richtige Rückmeldung ist die beste Garantie für Beständigkeit. Es geht darum zu verstehen, weshalb Ihr Körper einen technischen Fehler oder eine wunderbare Bewegung ausgeführt hat.


Der Ball ist in der Luft! Sie beobachten seinen Flug und fragen sich, wo er wohl landen wird. Sie würden gern verstehen, warum er so fliegt und nicht anders.

Gleichgültig, ob es ein toller oder schrecklicher Schlag war – nicht zu wissen, wie dieses Ergebnis passiert ist, kann frustrierend sein. Sie müssen aber gar nicht viel von Golftechnik wissen, um Ihr Ergebnis nachzuvollziehen. Die Rückmelde-Phase des Golfschwungs ist genau dafür da. Sie ist der Schlüssel für mehr Beständigkeit in Ihrem Golfspiel.

Entscheidend in dieser Phase ist, gute Fragen zu stellen. Je besser die Fragen sind, die Sie sich stellen, desto besser die Antworten. Wahrscheinlich sind Sie sich bewusst darüber, wo der Ball den Schlägerkopf getroffen hat oder welchen technischen Schwungfehler Sie gemacht haben. Dies ist aber nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Geschehen.

Der Körper folgt dem Geist

Es geht darum zu verstehen, weshalb Ihr Körper einen technischen Fehler oder eine wunderbare Bewegung ausgeführt hat.

Dann können Sie ihn schnell korrigieren oder eben den gelungenen Schwung wiederholen. Einen technischen Fehler inmitten des Drucks eines Turniers mit Hilfe von Anweisungen zu korrigieren, ist extrem schwer.

Sie können jedoch relativ leicht bereits beim nächsten Schlag Ihren mentalen Zustand verbessern!

Ihr „System 4 Erfolg“

Analysieren Sie Ihre tollsten Schläge, sodass Sie sie reproduzieren können. Fragen Sie sich in der Feedback-Phase, worauf Ihre Aufmerksamkeit während des Schwungs gerichtet war.

Hier sind einige Möglichkeiten dafür: Bilder, Gefühle, Gedanken zum Schwung, das Ziel oder auch: nichts.

Natürlich glauben

Ihre Antwort gehört zu Ihrem „System 4 Erfolg“. Wenn Sie lernen, was für Sie der richtige Fokus für Ihr Spiel ist, können Sie das bewusst einsetzen und wiederholen.

Vielleicht muss Ihre Aufmerksamkeit bei kurzen Putts während Ihres Probeschwungs oder während des Puttens selbst auf das Loch gerichtet sein? Bei den Hölzern sind es möglicherweise der Rhythmus und die Entspannung, die Sie spüren und wodurch Sie gute Ergebnisse erzielen können?

Machen Sie sich während des Spiels Notizen über Ihren mentalen Zustand bei gelungenen Schlägen.

Verankern Sie sowohl den gelungenen Schlag als auch Ihren mentalen Zustand dadurch, dass Sie mit der Außenkante Ihrer einen Hand auf die Handinnenfläche Ihrer anderen Hand klopfen.

Diese Technik stammt aus dem EFT (Emotional Freedom Technique) und funktioniert über die Stimulation von Meri­dianen. Während Sie klopfen, wiederholen Sie einen stark positiven Satz wie z. B. „Ich kann das!“ oder „Ich werde immer besser!“.

Sie müssen diesen Satz natürlich glauben – und wenn nur ein klein wenig.

Misslungene Schläge sofort korrigieren

Je besser die Frage ist, desto besser die Antwort – das ist auch beim Golf so.  Nach einem misslungenen Schlag stellen  Sie sich eine oder einige der folgenden übergeordneten Fragen.

Eventuell brauchen Sie nur die erste oder die ersten beiden, um die Grundursache für Ihren schlechten Schlag zu erkennen.

  • Was habe ich während des Schwungs gedacht?
  • Hat etwas meine Konzentration gestört?
  • Was war meine Strategie (Schläger­auswahl, realistisches Ziel, Landezone, Lesen des Grüns etc.)
  • Konnte ich den Schlag klar visualisieren, bevor ich ihn spielte?
  • Falls nicht, war er vielleicht zu schwer zum jetzigen Zeitpunkt?
  • Wie hoch waren meine Erwartungen kurz vor dem Schlag?
  • War mein Körper während des Schwungs angespannter als sonst?

Schreiben Sie sich diese Fragen auf einen Spickzettel und legen Sie ihn zu Ihrer Scorecard, damit Sie sie nicht vergessen. Falls Sie keine klare Antwort erhalten, machen Sie sich keine Sorgen, sondern fahren Sie mit Ihrem Spiel fort. Mit Übung werden Sie immer öfter Ihre Antworten finden.

Sobald Sie die mentale Ursache für den misslungenen Schlag erkannt haben, können Sie sich sehr leicht schon beim nächsten Schlag verbessern.

Sabana Crowcroft, PGA Professional, Ex-Tourspielerin, Management Trainerin, Gründerin von KAGAMI.

Info: www.kagami.de

Weitere Artikel

More Info
Anzeige

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anzeige