Im Green Eagle Golf Courses
Amundi German Masters 2026: Leonie Harm holt ersten LET-Titel
Leonie Harm holt beim Amundi German Masters 2026 ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour. Mit einem Birdie auf der 18 sichert sie sich den Sieg…
Dramatisches Finale eines begeisternden Wettbewerbs: In einem hochspannenden Rennen um den Titel des Amundi German Masters 2026 feiert Leonie Harm (Foto: Pemöller) im 97. Start auf der Ladies European Tour ausgerechnet in der Heimat ihren ersten Titel.
Im einzigen Event der LET in Deutschland auf dem anspruchsvollen Nord Course der Green Eagle Golf Courses schob sich die 28-Jährige mit zwei Birdies auf den Löchern 17 und 18 und einer 69er Runde noch an Casandra Alexander aus Südafrika vorbei und jubelte bei zehn unter Par über den Sieg.
Es ist bereits der zweite Triumph einer deutschen Golferin beim Amundi German Masters nach Alexandra Försterling 2024. Rang drei teilten sich die beiden Deutschen Alexandra Försterling und Chiara Noja mit der kanadischen Teenagerin Anna Huang bei sieben unter Par.
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„Ich bin gerade ein bisschen emotional überfordert“, verriet Leonie Harm direkt nach ihrem Triumph beim Amundi German Masters 2026.
„Es freut mich riesig, dass ich es hier in Deutschland über die Linie gebracht habe, nachdem ich 2022 schon einmal sehr nah dran war. Das vor diesen Zuschauern, die es am Sonntag alle hier auf die Anlage geschafft haben, macht es zu einem ganz besonderen Gefühl. Ich freue mich wirklich sehr, dass es gerade bei diesem wundervollen Turnier in Deutschland geklappt hat.“
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Beeindruckende Karriere von Leonie Harm
Es ist der vorübergehende Höhepunkt einer beeindruckenden Karriere von Leonie Harm, die als 15-Jährige nach einem schlimmen Unfall um ihr Leben kämpfte.
Später stieg sie zu einer der besten deutschen Golferinnen ihrer Generation auf und sorgte 2022 mit Rang zwei bei der Premiere des Amundi German Masters für Furore. 2024 dachte sie sogar ans Aufhören, weil die Ergebnisse ausblieben.
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Doch Harm fand zurück in die Spur und krönte ihr eindrucksvolles Comeback mit einem der prestigeträchtigsten LET-Titel auf einem der herausragenden Kurse im europäischen Profigolf.
„Es war ein großartiges Turnier, eine großartige Runde, und wir hatten ein paar Deutsche mit Siegchancen – das war eine fantastische Bühne“, sagte Harm. „Dass so viele Menschen rausgekommen sind, ist großartig für das Damengolf im Allgemeinen und besonders für das Damengolf in Deutschland.“ Für ihren Erfolg erhält sie 52.500 Euro Preisgeld.
LET-Star Alexander macht es spannend
Casandra Alexander, die sich mit vier zweiten Plätzen und zwei weiteren Top-Ten-Platzierungen in dieser LET-Saison erstmals auf den Weg nach Winsen (Luhe) gemacht hatte, spielte sich in der Finalrunde in einen Rausch und lag nach 15 gespielten Bahnen bei zehn unter Par plötzlich in Führung.
„Ich habe nicht erwartet, so weit vorne zu landen“, sagte die 26-Jährige aus Johannesburg, die von Rang zehn mit sieben Schlägen Rückstand in die Finalrunde gestartet war.
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„Am 16. Abschlag habe ich Doug [Pirie, ihr Caddie, d. Red.] gefragt, was los sei, weil plötzlich mehr Leute um uns herum waren und die Kameras auftauchten.“ Dank einer 67er Runde im Finale wurde Alexander einmal mehr Zweite und übernahm damit die Führung in der LET Order of Merit.
Deutsche Starterinnen mit herausragenden Ergebnissen
Alexandra Försterling, die als Führende auf die Finalrunde gegangen war, fiel nach einem Triple-Bogey an der 1 früh zurück und kam erst spät zurück ins Titelrennen, bevor sie an der 17 mit einem Schlag ins Wasser endgültig aus dem Rennen war.
Am Ende bleibt dennoch ein starker dritter Rang bei sieben unter Par. „Es lief heute ziemlich unglücklich. Ich hatte sehr viel Pech, vor allem direkt auf der 1. So etwas habe ich selten erlebt. Dadurch lag ich nach dem ersten Loch direkt drei Schläge über Par und musste das erst einmal wieder aufholen“, erklärte Försterling.
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„Insgesamt habe ich es aber eigentlich noch ganz ordentlich gemacht. Natürlich bin ich mit dem geteilten dritten Platz zufrieden, aber es fühlt sich trotzdem ein bisschen so an, als wäre mehr drin gewesen.“
Positiv war auf jeden Fall die Unterstützung der Zuschauer. „Es war schön zu sehen, wie viele Leute da waren und mich angefeuert haben“, ergänzte die Gewinnerin der 2024er Ausgabe. „Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr noch mehr werden.“
Noja mit geglücktem Comeback
Chiara Noja spielte sich in ihrem ersten Turnier in diesem Jahr nach langer Verletzungspause ausgerechnet in der Heimat ebenfalls auf einen hervorragenden dritten Platz – nur drei Schläge hinter der Siegerin.
„Ich bin stolz auf mich. Ich habe gekämpft. Mein Putting war heute nicht optimal, aber ich habe trotzdem mein Bestes gegeben. Ich freue mich natürlich sehr für Leonie“, sagte die 20-Jährige.
„Die ganze Woche war wunderschön. Es hat mir auch mental gutgetan, wieder zurückzukommen und über mehrere Tage hinweg solides Golf zu spielen. Jetzt freue ich mich aber auch schon auf die nächste Woche, in der es direkt weitergeht.“
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Auch sie zeigte sich begeistert von der Stimmung auf dem Nord Course: „Die Atmosphäre hier in Deutschland war wirklich toll. Ich glaube, so viele Zuschauer habe ich hier noch nie erlebt“, sagte sie.
„Die Fans waren unglaublich freundlich und es hat großen Spaß gemacht, vor ihnen zu spielen. Ich habe versucht, immer positiv zu bleiben, auch wenn nicht alles perfekt lief, und das war insgesamt einfach eine richtig schöne Erfahrung.“
Henseleit: „Es macht extrem viel Spaß“
Esther Henseleit beendete das Event in ihrer Heimat Hamburg auf dem geteilten siebten Rang, nachdem sie zur Halbzeit das Feld noch angeführt hatte.
„An den letzten beiden Tagen habe ich einfach nicht besonders viele Birdies gemacht. Auch heute habe ich eigentlich sehr solide gespielt, aber ich bin nie so richtig ins Rollen gekommen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder hier spielen kann und dann noch einmal die Chance bekomme.“
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Neben dem guten Ergebnis nimmt die 27-Jährige viele schöne Erinnerungen mit. „Es macht extrem viel Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen, die einen bei jedem Schlag unterstützen. Das ist etwas ganz Besonderes bei einem Heimturnier. Ich habe diese Woche viele gute Schläge gemacht und bin insgesamt zufrieden mit meinem Spiel“, so die Nummer 45 der Welt.
Aus deutscher Sicht platzierten sich neben Harm, Noja, Försterling und Henseleit auch Laura Fünfstück (-4, T10), Helen Briem (-1, T20), Sophie Witt (+1, T25), Celina Sattelkau (+1, T25), Verena Gimmy (+2, T32) und Sophie Hausmann (+8, T53) in den Punkterängen. Den Cut hatte auch die Schweizerin Morgane Métraux gemeistert.

