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Welche Wedges brauche ich?

In der Industrie haben sich vier Wedges etabliert: das Pitching-, das Gap-, das Sand- und das Lob-Wedge. Es wäre aber falsch, ein Wedge nur nach seinem Namen zu beurteilen. Das Pitching-Wedge (PW) ist nicht nur für Pitches geeignet. Genauso wenig wird das Sand-Wedge (SW) nur aus dem Bunker benutzt. Die Frage, welche man braucht, ist individuell von Golfer zu Golfer verschieden. Viel hängt von der Spielstärke und den eigenen Möglichkeiten ab. Eine entscheidende Rolle spielen auch die eigenen Vorlieben. Ob man lieber Schläge mit vollen Schwüngen macht oder die Länge der Schläge über halbe Schwünge kontrollieren kann. Für den Anfang reichen ein Pitching- sowie ein Sand-Wedge. Mit zunehmender Spielstärke kann auch ein Gap-Wedge Sinn machen und noch später ein Lob-Wedge hinzu kommen. Mit fortschreitenden Fähigkeiten schafft ein Wedge-Fitting Klarheit darüber, wie viele und welche für das eigene Spiel am besten geeignet sind.

Welchen Loft hat ein Pitching-Wedge?

Früher war der gewöhnliche Loft – die Schlagflächenneigung – eines Pitching-Wedges um die 48 Grad. Über die Jahre wurden die Lofts aber immer stärker, sodass inzwischen ein Pitching-Wedge auch mit Lofts um die 40 Grad und weniger angeboten werden. Gute Amateure und Profis spielen dagegen meist mit einem Loft von um die 46 Grad. Ein Gap-Wedge hat einen Loft um die 50 bis 52 Grad, beim Sand-Wedge beträgt der Loft normalerweise zwischen 56 und 58 Grad und beim Lob-Wedge etwa 60 bis 62 Grad.

Wie viele im Bag?

Anfänger sollten mit zwei Wedges im Bag beginnen: dem Pitching-Wedge und Sand-Wedge. Sobald das eigene Spiel besser wird, kann man über die Erweiterung um ein drittes nachdenken: Das Gap-Wedge schließt die normalerweise große Lücke zwischen PW und SW. Viele gute Golfer haben zudem ein Lob-Wedge in ihrem Satz und nutzen damit vier Wedges.

Was ist ein AW-Wedge?

Manche Hersteller benutzen anstelle des sonst üblichen Begriffs des Gap Wedges die Bezeichnung A-Wedge, wobei das A für Approach (engl. Annäherung) steht. Es handelt sich aber um das gleiche wie ein Gap Wedge (GW).

Was ist der Bounce beim Wedge?

Der Bounce wird in Grad angegeben und beschreibt den Winkel von Leading Edge zu Trailing Edge. Vereinfacht kann man den Bounce als Wölbung der Schlägersohle bezeichnen. Wedges mit viel Bounce eignen sich besonders gut bei weichen Bedingungen sowie bei Schlägen aus dem Sand. Üblicherweise hat das Sand-Wedge den höchsten Bounce aller Wedges im Bag. Schläger mit wenig Bounce eigenen sich dagegen bei harten Bedingungen und vollen Schlägen. Das Pitching-Wedge hat üblicherweise den geringsten Bounce.