22.01.2020

Callaway Chrome Soft & Chrome Soft X im Test

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Callaway Chrome Soft & Chrome Soft X im Test. Ein komplett überarbeitetes Kern-Mantel-System sowie eine Investition in siebenstelliger Höhe in den Produktionsprozess sollen Chrome Soft und Chrome Soft X abheben.


Die nächste Generation der Chrome Soft und Chrome Soft X Golfbälle von Callaway soll mit einigen Neuerungen noch einmal die Performance nach oben schrauben.

Die wichtigste Verbesserung der Chrome Soft und Chrome Soft X Bälle hat allerdings nicht direkt mit den Bällen selbst zu tun.

Auf einen Blick

  • PREIS (pro Dutzend): € 55,-
  • 4-Piece Konstruktion

Der Weg

Die Bälle Chrome Soft und Chrome Soft X haben eine Rundum Erneuerung erhalten. Das, um mehr Ballgeschwindigkeit vom Tee und mehr Länge mit jedem einzelnen Schläger in der Tasche zu erreichen.

Dazu haben die Designer sowohl den Kern als auch die Mantelschicht komplett neu gestaltet.

Der Dual SoftFast Core erhielt im Vergleich zu früheren Generationen einen deutlich größeren inneren Kern, um einen höheren Ballstart und weniger Spin zu erzielen. Der High-Speed-Mantel seinerseits soll eine effizientere Energieübertragung ermöglichen.

Durch die Überarbeitung sollen beide besser voneinander profitieren können, um die Ballgeschwindigkeit insgesamt zu erhöhen.

Für das Soft im Namen Chrome Soft sei ein dünnerer Urethan-Mantel verantwortlich. Dieser soll in Kombination mit dem Kern und der Schale das aus vergangenen Jahren bekannte, weiche Gefühl erzeugen.

Abgerundet wird das Gesamtpaket durch aerodynamische Design-Anpassungen, die einen konstanteren sowie konstant längeren Ballflug erzeugen sollen.

Reaktion auf Rezension

In der Vergangenheit gab es immer wieder schlechte Publicity für die Bälle von Callaway. Insbesondere für ihre Premium-Modelle Chrome Soft und Chrome Soft X.

Das Problem waren Bälle mit nicht mittig platzierten Kernen. Wodurch das Ergebnis des Golfschlags nicht mehr einzig und allein durch die Qualität des Schwungs sondern auch die Qualität des Balls selbst mitentschieden wurde.

Diesem Problem haben sich die Verantwortlichen von Callaway angenommen. In den letzten Jahren entwickelten sie mit einem regionalen Hersteller für Röntgenmaschinen einen 3D-Kontroll-Prozess, um nach der Aushärtung von Kern, Mantel und Schale die exakte Positionierung und damit konstante Performance bei jedem einzelnen Ball gewährleisten zu können.

“Soweit ich weiß, sind wir die einzigen auf dem Markt, die jeden einzelnen Ball mit einer 3D-Röntgen-Prozess kontrollieren”, sagt Dave Bartels, Head of Golf Ball R&D bei Callaway Golf.

Unser Fazit

Qualitätskontrolle ist mit Sicherheit das Schlüsselwort für die Callaway Chrome Soft und Chrome Soft X Bälle für 2020 und die folgenden Jahre.

Die schlechten Schlagzeilen in 2019 blieben nicht ohne Wirkung. Sie veranlassten die Verantwortlichen, diesen Teil der Produktion schnell und nachhaltig zu verbessern.

Mit einer Großinvestition in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags sollen die Probleme für alle Bälle ab der 2020er Generation ad acta gelegt werden.

Zumindest für die Bälle Chrome Soft, Chrome Soft X und ERC Soft. Für die Produktion aller anderen Bälle aus dem Hause Callaway ist auch weiterhin ein Subunternehmen im Fernen Osten zuständig. Dessen Bälle durchlaufen keinen so akribischen Kontrollprozess wie die Bälle in den Callaway-eigenen Produktionsstätten in Chicopee.

Geht es um die reine Performance, haben sich die Modelle Chrome Soft und Chrome Soft X nur geringfügig verändert. Ob sie mehr Länge oder eine bessere Kontrolle über den Ballflug (Spin Rate) gewähren, wird erst der Golf Time Robo Test 2020 zeigen. Wenn wir die Bälle mit dem Miya Shot Robo V Schwungroboter auf die Probe stellen.

Ein deutlich größerer Unterschied zwischen Chrome Soft und Chrome Soft X ist aber allemal zu erkennen. Und soll die jeweiligen Zielgruppen deutlicher voneinander unterscheiden als in den letzten Jahren.

Der Chrome Soft ist nicht mehr nur das etwas weichere Gegenstück zum Chrome Soft X.

Mit einem merklich höheren Ballflug und insgesamt etwas weniger Spin bei den langen Schlägen bietet er etwas mehr Spielkomfort.

Und auch wenn es sich befremdlich anhört, bei einem Ball von Fehlerverzeihung zu sprechen. Aber der etwas kleinere Kern scheint nicht ganz perfekt getroffene Bälle etwas mehr zu verzeihen. Und insgesamt bessere Ergebnisse für den nicht ganz ausgereiften Schwung zu bieten.

Der Chrome Soft X ist dagegen ganz klar der Go-to-Ball für die besten Spielerinnen und Spieler ihres Fachs. Callaway rechnet mit mehr als 80 Prozent ihrer Spielerinnen und Spieler auf der Tour, die zum X greifen.

Ein deutlich flacherer Ballflug mit merklich mehr Spin bei den Eisen und rund ums Grün ist es der Ball für jene mit hoher Schlägerkopf-Geschwindigkeit. Und dem Wunsch nach maximaler Kontrolle über den Ballflug.

Info: www.callawaygolf.com

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