26.07.2021 | 11:30

Putt-Studie 2.0

Wiestaw Kramski
Wiestaw Kramski

PUTT-STUDIE. Brandneue Erkenntnisse zum Einfluss verschiedener Golfbälle auf den möglichen Putt-Erfolg aus kurzen Distanzen. 


Über mehrere Monate hat das KRAMSKI-Putter-Team Hunderte von Arbeitsstunden in eine umfangreiche Putt-Studie mit 9.720 Putts investiert. Um zu untersuchen, ob und aufgrund welcher Faktoren sich das Putt-Verhalten der verschiedenen Ball-Modelle unterscheidet und entsprechende Empfehlungen abzuleiten für den optimalen Putt. Die statistische Versuchsplanung gab hierzu die Rahmenbedingungen vor.

Um etwaige Stör-Größen, die während der Untersuchung vorkommen können, zu minimieren, beziehungsweise komplett auszuschließen, konzipierte die Putterschmiede einen speziellen „Experimental-Table“. Der mittels einer Putt-Maschine mit Linear-Motor die Durchführung einer solchen Studie unter perfekten Bedingungen ermöglicht.

So konnten auf der exakt im Wasser liegenden, mit Snooker-Teppich belegten Rollfläche verschiedene Putts aus 1,5 Metern Länge immer mit derselben Schlagintensität und Ausrichtung erfolgen. Abweichungen im Richtungs- und Lochverhalten sind so ausschließlich auf die Eigenschaften der Bälle zurückzuführen.

Treffzone am Ball

Untersucht wurden die von den Profis gespielten gängigsten Fabrikate. Von denen jeweils drei ungespielte Bälle aus einer Packung getestet wurden. Die zweite durchrotierende Variable war die Treffzone am Ball. Hierzu definierte die Putterschmiede sechs Treffzonen, um Wiederholbarkeit der Treffer zu gewährleisten. Eine Versuchsreihe bestand aus zehn Treffern pro Treffzone. Weitere Stellgrößen: die Inserts im Putterkopf (weich, mittelhart, hart) sowie die Puttlänge (10–15 cm, 30–40 cm, 50–70 cm hinters Loch).

Jeder Putt wurde detailliert dokumentiert, das Streuverhalten schriftlich festgehalten und die Durchführung auf Video aufgezeichnet. Zu jeder definierten Puttlänge hinter das Loch wurde ein theoretisches Distanzmaß festgelegt, um das die Mitte des Golfballes innerhalb der Lochkante laufen muss, soll der Ball noch eine Chance haben einzulippen. Diese Grenze wurde mit verstellbaren Distanzen im Versuchsaufbau realisiert. Wenn ein Golfball diese Distanzen berühren sollte, zählt der Putt als nicht gelocht.

Klares Ergebnis: Ball ist nicht gleich Ball

Das Ergebnis der Putt-Studie ist klar: Golfball ist nicht gleich Golfball. KRAMSKI Putter kann im Hinblick auf bereits zwei Variablen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bällen desselben Modells nachweisen. Diese beiden Variablen sind zum einen die seitlichen Abweichungen des Balls zur Lochmitte, zum anderen die zufallsbedingten Putt-Längenunterschiede, die trotz konstanter Schlagintensität im Versuchsaufbau auftreten.

Längenunterschiede bei konstanter Schlagintensität
Längenunterschiede bei konstanter Schlagintensität

Als entscheidende Einflussgrößen, die zu diesen Unterschieden führen, identifiziert KRAMSKI Putter zum einen die Unwucht der Bälle (als größte Fehlerquelle bei Dying Putts) und zum anderen das Dimpledesign (als konstanter Einflussfaktor bei allen Fabrikaten im vergleichbaren Ausmaß).

Fehlerquote von fast fünf Prozent

Von den 9.720 Putts haben unter besten Bedingungen 478 das Loch verfehlt. Dies entspricht einer Fehlerquote von 4,91 %. Hiervon hatten kurze Putts hinter das Loch (10–15 cm) eine Fehlerquote von 6,73 % (218 Putts). Durch Erhöhung des Tempos wird diese Fehlerquote um die Hälfte verbessert. So fielen im Vergleich mit einer Distanz von 50–70 cm hinter das Loch nur 107 Putts nicht (3,30 %).

Putt-Studie: Die Erkenntnisse zusammengefasst

  • Je schneller die Greens, desto schwieriger sind kurze Putts aufgrund des zunehmenden Einflusses der Dimples.
  • Nicht alle Bälle aus einer Packung sind identisch – aufgrund der Unwuchten kann auch mal ein Putt aus einem Meter daneben gehen.
  • Weiche Inserts verringern die Streuung.
  • Kurze Putts hinter das Loch (Dying Putts) streuen auch in der Länge mehr (8 %) und können kurz vor der Lochkante zum Liegen kommen – was häufig auf der Tour passiert.

Basierend auf den Ergebnissen der Studie gibt KRAMSKI Putter hilfreiche Tipps, um dem Ball die größtmögliche Chance zu geben, ins Loch zu fallen:

  • Mindestens 50 cm hinter das Loch putten.
  • Im Zweifelsfall beim Zielen innerhalb des Loches bleiben.
  • Bei härteren Bällen weichere Inserts nutzen.
  • Bei sehr schnellen Greens Stimp >12 weichere Inserts nutzen.
  • Verschiedene Möglichkeiten zu lochen: entweder Fehler mit Fehlern kompensieren oder besser neutral treffen – nach der Mastering-The-Green-Methode.

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