25.07.2019

Titleist U500 und U510 im Test

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Titleist U500 und U510 im Test. Titleist stellt mit der U-Series zwei Utility-Eisen-Serien vor, die Spielerleichterung und Längenvorteile gegenüber normalen Eisen mit sich bringen.


Hybriden erfreuen sich weltweit immer größerer Beliebtheit. Über alle Spielstärken hinweg. Daran gibt es keinen Zweifel.

Die Allrounder für die langen Schläge bieten die Schlagkontrolle von Eisen mit der Fehlertoleranz und Länge von Fairwayhölzern. Mit anderen Worten: Sie sind die eierlegende Wollmilchsau im Bag. Das haben längst auch die besten Spieler der Welt erkannt. Nur noch äußerst selten sieht man auf der Tour ein Eisen 2 aus der Tasche blitzen.

Und auch das Eisen 3 schmachtet bei vielen Profis nur noch ein Schattendasein und musste längst Platz machen.

Auf einen Blick

  • PREIS: € 279,-
  • für Links- und Rechtshänder
  • U•500 in Lofts von 17 (#2) bis 23 Grad (#4)
  • U•510 in Lofts von 16 (#1) bis 22 Grad (#4)
  • Standard-Schaft: HZRDUS Smoke 90
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Der Weg

Das Segment der Hybriden hat sich stark gewandelt und bietet inzwischen ein facettenreiches Angebot: Vom Fairwayholz-ähnlichen Hybrid mit großem Kopf bis hin zum Eisen-ählichen Utility und jeder Ausprägung dazwischen. Letztere Kategorie spielt den besseren Spielern in die Karten, die auf der Suche nach maximaler Kontrolle sind aber mit abnehmendem Loft nicht auf das Plus an Fehlerverzeihung verzichten möchten. Genau hier kommen die Titleist U500 und U510 ins Spiel.

„Heutzutage erzeugen alle Golfschläger hohe Ballgeschwindigkeiten“, sagt Adam Scott, der ein U500 bereits in sein Setup integriert hat. „Danach geht es um Kontrolle über den Ballflug und eine ausgeglichene Performance – und genau das liefert der Schläger.“ Er kann das Utility-Eisen sowohl flach als auch hoch schlagen und sieht darin „den entscheidenden Vorteil“.

Kein Wunder, dass die Utility-Eisen bei der Open Championship in Royal Portrush das meist verwendete Hybrid in den Taschen der Spieler war und auch auf der PGA Tour die meist gespielten Utilities die U-Series von Titleist sind.

„Das U500 ist genau das vielseitige Utility-Eisen, um das uns die Tour-Spieler gebeten haben“, sagt Marni Ines, Director of Iron Development, Titleist Golf Club R&D. „Es hat eine vergleichbare Größe zu den T-MB Eisen, erzeugt aber höhere Ballgeschwindigkeiten, einen höheren Abflugwinkel, einen steileren Landewinkel und fühlt sich im Treffmoment besser an.“

Das U510 wurde dagegen mit dem Amateur im Hinterkopf entwickelt, der Hilfe beim Spiel mit den langen Eisen gut gebrauchen kann. Gleichzeitig aber die Optik von klassischen Hybriden nicht mag. „Es gibt viele Golfer, die Hybriden einfach nicht mögen, aber nach genau nach dieser Performance am oberen Ende ihres Eisensatzes suchen“, erklärt Josh Talge, Vice President, Titleist Golf Clubs.

„Sie wollen den Ball höher und weiter schlagen können und ihn näher an die Fahne bringen. Und sie wollen das mit einem Eisen in ihren Händen tun.“

Mit dem deutlich größeren Schlägerkopf und einer extrem breiten Sohle soll das U•510 aufgrund des extrem niedrigen Schwerpunkts hybridesque Ballflugdaten erzeugen. Dabei sollen auch durchschnittlich knapp 100 Gramm des extrem teuren Materials Wolfram (engl. Tungsten) sorgen, das nicht nur den Schwerpunkt absenkt, sondern auch die Fehlerverzeihung bei nicht mittig getroffenen Bällen erhöht.

Unser Fazit

Titleist ist so überzeugt von der leichten Spielbarkeit der U-Series, dass sie von dem U510 sogar ein Eisen 1 (16 Grad Loft) produziert haben.

„Während unserer Tests konnten die (Amateur-)Golfer nicht fassen, dass mit dem Eisen 1 und Eisen 2 tatsächlich zurecht kamen. Sie haben sich dann immer mit einem breiten Grinsen umgedreht“, erinnert sich Ines an die Erfahrungen der Spieler-Tests, die bei Titleist stets Teil des Evaluations-Prozesses ist.

Die einzige Frage bleibt, warum man sich für ein (vergleichsweise) schwerer zu spielenden Utility-Eisen entscheiden sollte. Wenn mit den Hybriden der ideale Ersatz für lange Eisen bereits zum Greifen nah ist. Es mag jene Golfer geben, die sich partout nicht mit der Optik der Hybriden und Fairwayhölzer anfreunden können.

Aber diese werden wohl genauso rar gestreut sein wie die tatsächliche Verbreitung der U-Series-Eisen in den Bags von Amateuren.

Info: www.titleist.de

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