3. Runde: Duo geht bei -13 in die Schlussrunde
37. BMW International Open: Wiesberger, Hollick teilen Führung
Nach der dritten Runde der 37. BMW International Open teilen sich Bernd Wiesberger und der Südafrikaner Michael Hollick die Führung bei 13 unter Par. Lokalmatador Thomas Rosenmüller spielt groß auf.
Spannender könnte die Ausgangslage vor der Schlussrunde der BMW International Open kaum sein. Bernd Wiesberger (Foto: Getty Images) und Michael Hollick teilen sich nach drei Runden mit jeweils 13 Schlägen unter Par die Führung im Golfclub München Eichenried.
Nur einen Schlag dahinter hält sich der Mexikaner Carlos Ortiz in aussichtsreicher Position. Auch Lokalmatador Thomas Rosenmüller spielte sich mit der besten Runde des Tages (65, -7) noch in den Kreis der Titelanwärter.
Bernd Wiesberger zeigte während er dritten Runde der BMW International Open auf dem zunehmend anspruchsvoller werdenden Platz einmal mehr seine Erfahrung. Nach einem frühen Bogey auf der dritten Bahn ließ sich der neunmalige Sieger auf der DP World Tour nicht aus der Ruhe bringen. Sechs Birdies sorgten für eine starke 67er-Runde, mit der der Österreicher zunächst die Bestmarke im Clubhaus setzte.
„Die Bedingungen waren deutlich schwieriger als an den ersten beiden Tagen“, erklärte Wiesberger. „Der Platz trocknet immer mehr aus, die Grüns sind schneller und härter geworden. Man musste sein Spiel anpassen und geduldig bleiben.“
Genau diese Geduld zeichnete seine Runde aus. Fehler hielt er weitgehend aus dem Spiel und rettete auf den schwierigen Par-3-Löchern der Back Nine mehrfach wichtige Pars. „Unter diesen Bedingungen ist eine 67 ein sehr gutes Ergebnis.“
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Michael Hollick hält dem Druck stand
Michael Hollick ließ sich ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Der 39-jährige Südafrikaner spielte eine kontrollierte 69 (-3) und schloss damit zu Wiesberger auf.
Zwischenzeitlich hatte Hollick nach Birdies auf den Bahnen 9 und 10 sogar zwei Schläge Vorsprung, ehe ein Bogey an der 11 den Vorsprung wieder zusammenschmelzen ließ.

Mit einem weiteren Birdie auf der 16 stellte er schließlich den Gleichstand an der Spitze wieder her. „Die Grüns sind deutlich schneller geworden und der Wind hat zusätzlich für schwierige Bedingungen gesorgt“, sagte Hollick. „Entscheidend ist hier, möglichst viele Grüns zu treffen. Das ist mir bislang gut gelungen.“
Besonders emotional wurde der Südafrikaner mit Blick auf seine Ausgangslage vor dem Finaltag. „Als wir die 18 hinuntergelaufen sind, wurde mir bewusst, dass ich etwas erlebe, wovon ich nie gedacht hätte, dass ich diese Chance einmal bekomme. Ich bin 39 Jahre alt und lebe meinen Traum.“
Carlos Ortiz präsentierte sich über weite Strecken ebenfalls äußerst souverän. Der Mexikaner erreichte zwischenzeitlich mit einem Birdie auf der 16 sogar kurzzeitig die geteilte Führung, ehe ihn ein Bogey auf der 17 wieder auf zwölf unter Par zurückwarf.
Dennoch sieht sich der ehemalige PGA-Tour-Sieger in einer ausgezeichneten Position. „Ich glaube, ich habe heute sogar mein bestes Golf der Woche gespielt“, sagte Ortiz. „Der Platz ist schneller geworden und verlangt deutlich mehr Präzision. Genau solche Bedingungen liegen mir.“
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Rosenmüller begeistert die heimischen Fans
Für das Highlight des Tages sorgte aus deutscher Sicht Thomas Rosenmüller. Trotz eines Bogeys auf der ersten Bahn spielte der Münchner eine spektakuläre 65er-Runde (-7) mit einem Eagle, sieben Birdies und nur einem weiteren Schlagverlust.

Mit elf unter Par verbesserte sich der Lokalmatador auf den geteilten vierten Platz und darf vor heimischem Publikum weiter vom ersten Titel auf der DP World Tour träumen. Ausschlaggebend war nach eigener Aussage eine kleine technische Anpassung während der Runde.
„Ich war mit meinem Ballstriking zunächst überhaupt nicht zufrieden“, erklärte Rosenmüller. „Gemeinsam mit meinem Coach Ken Williams haben wir das Gefühl im Schwung leicht verändert. Danach habe ich den Ball wieder so getroffen, wie ich es gewohnt bin.“
Der 28-Jährige war ohne große Erwartungen in den Moving Day gestartet, nachdem er den Cut erst knapp geschafft hatte. „Heute hat meine Mutter Geburtstag. Ich wollte ihr eigentlich nur ein schönes Geschenk machen“, sagte Rosenmüller schmunzelnd. „Jetzt freue ich mich einfach auf die Schlussrunde.“
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Titelentscheidung völlig offen
Auch der Vortagesführende Hennie du Plessis bleibt nach einem Birdie auf der Schlussbahn mit elf unter Par in Reichweite der Spitze. Gemeinsam mit Rosenmüller belegt er Rang vier.

Dahinter folgen Oihan Guillamoundeguy und Jack Senior mit zehn unter Par, ehe sich ein weiteres Verfolgerquartett um Manuel Elvira, Casey Jarvis, Jeong Weon Ko und Marco Penge bei neun unter Par einreiht.
Vor dem Finaltag ist das Rennen um den Titel damit völlig offen. Die trockener werdenden Grüns, der auffrischende Wind und das dicht gedrängte Spitzenfeld versprechen eine hochspannende Schlussrunde der 37. BMW International Open.


