Zweiter PGA-Tour-Titel für den Amerikaner
Biltmore Championship Asheville 2026: Jacob Bridgeman top
Jacob Bridgeman gewinnt die Biltmore Championship Asheville und feiert seinen zweiten Titel auf der PGA Tour. Der 26-Jährige dreht am Finaltag mit einer überragenden 61 einen Rückstand von fünf Schlägen und setzt sich mit zwei Schlägen Vorsprung vor Ben James durch.
Jacob Bridgeman (Foto: TaylorMade) hat bei der Biltmore Championship Asheville 2026 eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Der US-Amerikaner ging am Sonntag mit fünf Schlägen Rückstand in die Finalrunde, spielte auf dem The Cliffs at Walnut Cove jedoch das beste Golf seiner noch jungen PGA-Tour-Karriere.
Acht Birdies und ein Eagle brachten Bridgeman eine 61 ein und damit zehn unter Par. Mit insgesamt 26 unter Par (258 Schläge) setzte er sich schließlich mit zwei Schlägen vor Ben James durch.
Für Bridgeman war es bereits der zweite PGA-Tour-Erfolg der Saison. Seinen Premierensieg hatte er Anfang des Jahres bei der Genesis Invitational in Riviera gefeiert. Damit ist der 26-Jährige der sechste Spieler, dem 2026 mindestens zwei Siege auf der PGA Tour gelangen.
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Biltmore Championship Asheville 2026: Niedrige Scores
Die vom Regen aufgeweichten Platzbedingungen eröffneten der Konkurrenz zahlreiche Birdie-Chancen – und entsprechend tief fielen die Scores aus. J.T. Poston hatte sogar einen Putt aus rund siebeneinhalb Metern zur 59, verfehlte jedoch knapp. Ben James spielte ebenso wie Bridgeman eine 61.
Der Führende nach 54 Löchern, Neal Shipley, konnte mit diesem Tempo nicht mithalten. Erst an der achten Bahn gelang ihm das erste Birdie. Als er seine Runde schließlich unter Par brachte, war die Spitze bereits außer Reichweite.
Jacob Bridgeman dagegen setzte seine Attacke fort. Auf der Schlussphase hatte er zweimal sogar gute Möglichkeiten zum Eagle. Beide Putts verfehlten ihr Ziel, die anschließenden Birdies waren jedoch nur noch Formsache.
Entscheidend waren allerdings nicht nur Bridgemans zahlreichen Schlaggewinne. Ausgerechnet zwei gerettete Pars hielten seine Runde auf Kurs. An der Elf verwandelte er aus rund vier Metern zum Par. Auf dem folgenden Par 4 geriet der 26-Jährige von einem Bunker in den nächsten, rettete aus knapp vier Metern aber erneut die Vier.
Danach folgte die entscheidende Phase: Drei Birdies in Serie verschafften ihm den nötigen Abstand zur Konkurrenz.
Dabei konnte sich Bridgeman einmal mehr auf seine große Stärke verlassen. Der Amerikaner führt die PGA Tour in einer der zentralen Putting-Statistiken an – und auf den Grüns von Walnut Cove machte der Putter auch diesmal den Unterschied.
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Sieg vor der Familie
Der Erfolg besaß für Bridgeman auch eine persönliche Note. Aufgewachsen ist er in Inman, South Carolina, nur rund eine Autostunde vom Austragungsort entfernt. Entsprechend groß war die Unterstützung am Finaltag. Seine Eltern, die Eltern seiner Frau und zahlreiche weitere Familienmitglieder verfolgten die Entscheidung vor Ort.
Bei seinem Premierensieg in Los Angeles waren seine Eltern nicht dabei gewesen.
„Ich glaube, sie wollten unbedingt erleben, wie ich vor ihren Augen ein Turnier gewinne“, sagte Bridgeman. Dass dies bereits so schnell passieren würde, habe er selbst nicht erwartet.
Ben James lieferte Bridgeman mit einer eigenen 61 einen starken Kampf. Drei Birdies auf seinen letzten vier Löchern brachten ihn noch einmal heran, am Schlussloch musste er jedoch sogar um das Par kämpfen. Bei 24 unter Par blieb Rang zwei.
Drei Schläge hinter dem Sieger teilten sich Neal Shipley und Ricky Castillo bei 23 unter Par Rang drei. Shipley benötigte zum Abschluss 69 Schläge, Castillo machte mit einer 65 noch einmal Boden gut.
Ebenfalls weit vorne landete Jackson Koivun. Der 21-Jährige, der erst Anfang Juli ins Profilager gewechselt und bereits bei seinem dritten Start bei der 3M Open erfolgreich gewesen war, spielte am Wochenende Runden von 63 und 65 Schlägen und teilte Rang fünf.
Wichtige Punkte im FedExCup
Für einen Teil des Feldes ging es in Asheville bereits um wichtige Punkte für die kommende Saison. Die Biltmore Championship war das erste von acht Turnieren des FedExCup Fall, nach dessen Abschluss die Top 100 der Gesamtwertung ihre volle PGA-Tour-Karte für 2027 behalten.
Davon profitierte vor allem Shipley. Als Nummer 183 der Wertung in die Woche gestartet, verbesserte er sich dank seines geteilten dritten Platzes auf Rang 135.
Bridgeman dagegen konnte bereits weiter nach vorne blicken. Ebenso wie Koivun gehört er zu den Picks von US-Kapitän Brandt Snedeker für den Presidents Cup in Medinah.
Und die Form stimmt: Mit einer 61 und seinem zweiten Saisonsieg reist Bridgeman als einer der Spieler der Stunde nach Chicago.

