18.07.2019

Das Abenteuer beginnt

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Nervöser Hook auf der Eins, Pech auf der Fünf und ein Lächeln nach 76 Schlägen – so verlief Matthias Schmids erster Tag beim Abenteuer Open.


aus Portrush berichtet Thomas Fischbacher

Gegen 7.20 Uhr Ortszeit wurde es still am ersten Abschlag des Royal Portrush Golf Club. Einige Minuten zuvor hatte Lokalheld Darren Clarke die 148. Open Championship mit seinem Drive eingeläutet. Dementsprechend groß war auch der Andrang auf den Tribünen zu früher Stunde. Nun war mit Matthias Schmid ein Spieler an der Reihe, der im Norden der Irischen Insel der seinen ersten Einsatz bei einem Profi-Turnier gleich auf der großen Bühne des ältesten Golfturniers der Welt bestreiten durfte; der seinen ersten Schlag im Profizirkus vor der unwirklich einschüchternden Kulisse am vollbepacktem ersten Abschlag eines Major-Turnier absolvieren musste.

Dementsprechend fühlte sich Schmid, der sich durch den Sieg bei der Amateur-EM für das Feld qualifizieren konnte, beim anstehenden Abenteuer. „Ich war noch nie so nervös vor einem Schlag“, so die nachvollziehbare Analyse. Es folgte – auch das verwundert wenig – ein ziemlich nervöser Abschlag. Schnapp-Hook ins linke Rough. Schmid war froh, dass ihm größerer Schaden erspart blieb und irgendwie ein Bogey auf die Karte wanderte. Dann legte sich die Aufgeregtheit und der 21-Jährige aus Herzogenaurach zeigte das Golf, das ihn zum Sieg bei der Amateur-EM in Österreich geführt hatte.
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„Hat wirklich Spaß gemacht…“

Trotz eines unglücklichen Ausballs – Schmid hatte auf Bahn fünf eine der Ergebnistafeln getroffen, von der der Ball über die weiße Linie sprang – kam der Deutsche mit Even Par von der ersten Halbrunde zurück. Dann sorgten unter anderem zwei Doppel-Bogeys dazu, dass das Ergebnis am Ende bei 76 Schlägen (+5) stehen blieb. „Die ersten neun Löcher haben wirklich Spaß gemacht, die Doppel-Bogeys auf den Back Nine waren natürlich bitter, was das Gesamtbild aber nicht trübt“, so Schmid, der nach der Runde zufrieden und aufgeräumt wirkte.
Überhaupt ist es eine Woche, in der es nicht nur darum geht, tiefe Runden zu spielen, sondern Erfahrungen zu sammeln und reinzuschnuppern in den Profizirkus. Ein Blick in die Zukunft gewissermaßen, denn in zwei Jahren nach dem College-Abschluss – Schmid studiert Finanzwissenschaften an der University of Louisville – will er die Golf-Karriere in Angriff nehmen und ins Profi-Lager wechseln.

Umziehen in der Champions Corner

Man hat das Gefühl, der großgewachsene Athlet schwebt in dieser Woche über die Anlage von Royal Portrush. Er darf sich in de Champions Corner der Umkleidekabine neben McIlroy, Woods und Co. umziehen und freut sich, dass einige Mitstreiter aus seinem Heimatclub und auch der Bundestrainer vor Ort sind, um ihn zu unterstützen. Sportlich abschreiben will Schmid das Open-Abenteuer aber natürlich nicht. „Ich bin schon oft nach mäßigen Runden gut zurückgekommen und habe eine 67 geschossen.“ Die Silbermedaille für den besten Amateur hatte er im Vorfeld als Ziel gesetzt, und dieses Ziel gilt nach wie vor. 
Es wäre die Krönung eines schon jetzt unbeschreiblichen Abenteuers.
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