10.03.2026 | 09:00

Gary Woodland macht Erkrankung nach Gehirn-OP öffentlich

Gary Woodland macht eine Erkrankung nach seiner Gehirn-OP öffentlich (Foto: Picture Alliance)
Robin Dittrich
Robin Dittrich

Gary Woodland spricht im Interview über eine psychische Erkrankung in Folge seiner Gehirn-OP. Diese habe er über Jahre zu verbergen versucht …


Gary Woodland gab in dieser Woche bekannt, dass er an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS, oder engl. PTSD) leidet – einer ernsthaften psychischen Erkrankung.

„Ich kann meine Energie nicht länger darauf verschwenden, das zu verbergen“, sagte er. „Ich bin so dankbar für die große Unterstützung hier auf der Tour.“

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Weiter gab er an: „Alle waren einfach unglaublich. Jede Woche, wenn ich beim Turnier dabei bin, sind alle so begeistert und glücklich, dass ich zurück bin.

Ich höre jede Woche, wie schön es ist, dass ich alles überstanden habe und wieder fit bin. Ich weiß diese Liebe unter Unterstützung sehr zu schätzen. Aber innerlich fühle ich mich, als würde ich sterben, als würde ich eine Lüge leben“, sagte er sichtlich emotional.

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Das Interview wurde auf dem Golf Channel ausgestrahlt. Woodland berichtet dabei über seine persönlichen Schwierigkeiten seit seinem Comeback auf der PGA TOUR im Jahr 2024.

Im Jahr 2023 hatte sich der Amerikaner einer Operation zur Entfernung einer Hirnläsion unterziehen müssen.

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Gary Woodland berichtet über schlimmste Situation

Woodland erinnerte sich an einen Vorfall während der Procore Championship 2025 im September. Dort sei er von Angst und Nervosität überwältigt gewesen.

„Ich war extrem wachsam. Ein Walking Scorer hat mich erschrocken, als er mir von hinten sehr nah gekommen ist. Ich habe meinen Caddie Butchie zu mir herangezogen und ihm gesagt, dass er niemanden hinter mich lassen darf.

Im nächsten Moment wusste ich nicht mehr, was ich getan habe. Meine Sicht auf die Dinge ist komplett verschwommen. Mein Caddie hat mir dabei geholfen, das durchzustehen“, sagte er.

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„Ich war an der Reihe zu schlagen, aber ich habe keinen Ball getroffen. Ich wollte das aber unbedingt durchstehen. Den Rest des Tages bin ich aber auf jede Toilette gegangen und habe geweint.

Als ich fertig war, bin ich in mein Auto gestiegen und weggefahren. Es gibt Tage, an denen es schwer ist, da weine ich in der Scoring Area und renne zu meinem Auto, um es zu verbergen“, gab Gary Woodland im Gespräch zu seiner Erkrankung an.

Woodland lobte die PGA TOUR für die Einführung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen, die ihm ein Gefühl der Sicherheit auf dem Golfplatz vermitteln.

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„Im Idealfall würde ich wahrscheinlich nicht spielen. Aber dann hätte ich das alles hier auch nicht. Das ist mein Traum. Ich möchte meine Träume leben und hier erfolgreich sein.

Mir ist klar geworden, dass ich zuerst mir selbst helfen muss, bevor ich anderen helfen kann. Man kann das einfach nicht alleine schaffen, egal wie stark man sich fühlt“, sagte er.

Woodland möchte keinesfalls Mitleid für seine Situation erhalten. Er hoffe vielmehr darauf, dass die Veröffentlichung seiner Geschichte dazu beitragen wird, für andere etwas zu verändern.

PGA TOUR: Gary Woodland

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