05.08.2021 | 11:08

Ein Birdie fehlt zur olympischen 59

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Olympia: Nelly Korda schießt eine 62 trotz finalem Doppel-Bogey, zwei Caddies müssen wegen der Hitze aufgeben und die deutschen Damen rangieren im Mittelfeld.


Nelly Korda stand auf dem 18. Abschlag des East Course im Kasumigaseki Country Club und hatte sich in der zweiten Runde des Olympischen Golfturniers in eine Position gebracht, um Geschichte zu schreiben. Die erste olympische 59, die zweite Runde unter 60 überhaupt im Damengolf.

Ein Birdie war auf dem abschließendem Par 4 nötig für die historische Leistung, doch einige Minuten später verließ die Tochter des ehemaligen Weltklasse-Tennisspieler Petr Korda das Grün mit einer 6 auf der Karte. Ein verzogener Abschlag, ein Baum versperrte den Weg zum Grün, eine Annäherung in den Bunker und ein verpasstes Up-and-down hatten ein Doppel-Bogey zur Folge.

„Das ist Golf. Sowas passiert nunmal”, resümierte Korda trocken. „Aus solchen Situation kann man sehr viel lernen.“

Korda vier Schläge vor Trio

Korda kann den abschließenden Patzer nach dem Golf-Feuerwerk (neun Birdies, ein Eagle) im Hinblick auf das Olympische Turnier ganz gut verkraften. Die 62 (-9) bringt Korda, die aktuelle Nummer eins der Golfwelt, bei insgesamt 13 Schlägen unter eine komfortable Führung von vier Schlägen vor Nanna Koerstz Madsen, Emily Kristine Pedersen (beide Dänemark) und Aditi Ashok (Indien).

Das Olympische Golf-Turnier der Damen soll über die volle Distanz gehen. Wegen extremer Hitze sowie einem für Samstag angekündigten Tropensturm hatten die Veranstalter über eine Verkürzung des Turniers von vier auf drei Runden nachgedacht.

Nun planen die Organisatoren, das Turnier bis Sonntag zu verlängern, sollte das Spiel am Samstag ins Wasser fallen. Sollte das Turnier auch am Sonntag nicht zu Ende gespielt werden können, würde das Ergebnis nach 54 Löchern zählen.

Über Par zur Halbzeit: Sophia Popov
Über Par zur Halbzeit: Sophia Popov

Probleme mit der Hitze

Mit den Temperaturen von teilweise mehr als 40 Grad Celsius haben auch die Caddies zu kämpfen. Jack Fulghum, Stamm-Caddie von Lexi Thompson, hatte wegen Kreislaufproblemen gegen Ende der ersten Runde abbrechen müssen. Lionel Matichuk, an der Tasche von U.S.-Women’s-Open-Gewinnern Yuka Saso, hatte zuvor während einer Trainingsrunde einen Hitzeschlag erlitten.

Die deutschen Starterinnen liegen zur Halbzeit im Mittelfeld. Caroline Masson kam mit 71 und 70 Schlägen zurück von der Runde und belegt bei eins unter Par Rang 30. Sophia Popov folgt zwei Schläge zurück auf Position 39.

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