USA kann am Sonntag aufholen
Ryder Cup 2025: Das Team Europa triumphiert in New York
Das Team Europa triumphiert beim Ryder Cup 2025 in New York. Nach spannenden Matches am Sonntag behalten die Europäer damit die Trophäe …
Die Vorentscheidung beim Ryder Cup 2025 war bereits am Samstag zugunsten von Team Europa (Foto: picture-alliance) gefallen. In den Singles am Sonntag wurde es allerdings deutlich spannender, als es viele Beobachter vermutet hätten.
Auf den Front Nine konnte weitgehend ein vertrautes Bild beobachtet werden. Viele Matches waren fest in blauer Hand, insbesondere Matt Fitzpatrick ging 5 auf gegen Bryson DeChambeau in Führung.
Doch plötzlich sollte sich das Blatt wenden. Immer mehr rot tauchte auf dem Leaderboard auf. Cameron Young (gegen Justin Rose) und Justin Thomas (gegen Tommy Fleetwood) gewannen die ersten beiden Flights durch Birdie-Putts an der 18 mit 1 auf.
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Die Amerikaner schöpften weiter Hoffnung, als DeChambeau seinen fünf-Punkte-Rückstand noch in einen halben Punkt ummünzen sollte, Europa fehlten zu diesem Zeitpunkt dennoch nur 1,5 Punkte.
Einen halben Punkt hatten beide Teams bereits dadurch erhalten, dass Viktor Hovland aufgrund einer Nackenverletzung absagen musste – Harris English setzte daher für das Team USA aus.
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Spannende Duelle entscheiden den Ryder Cup 2025
Das meistverfolgte Duell war wohl das zwischen Scottie Scheffler und Rory McIlroy. Der Nordire musste erneut einige Zwischenrufe von Zuschauern hinnehmen, die daraufhin teils sogar von der Anlage entfernt wurden.
Scottie Scheffler konnte in der Folge seinen ersten Punkt der Woche einfahren. In einem spannenden Duell hieß es am Ende 1 auf für den Amerikaner.
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Das Team USA glaubte zu diesem Zeitpunkt sogar an ein noch nie da gewesenes Comeback. „Natürlich möchte ich da rausgehen und Geschichte schreiben. Das wollen sie alle“, sagte Keegan Bradley.
Der höchste Rückstand, der bis dato aufgeholt worden war, waren vier Punkte. Das Team Europa konnte am Sonntag nur ein einziges Spiel gewinnen, lag im Vorfeld aber schlichtweg zu weit in Führung.

Den einzigen vollen Punkt des Tages für die Europäer holte Ludvig Aberg in seinem Match gegen Patrick Cantlay. Der Schwede setzte sich mit 2&1 durch und gewann damit zwei von vier Partien beim diesjährigen Ryder Cup.
Den benötigten halben Punkt zum Sieg sollten die Europäer nicht in den nächsten beiden Flights erhalten. Xander Schauffele setzte sich deutlich mit 4&3 gegen Jon Rahm durch, JJ Spaun gewann gegen den Österreicher Sepp Straka mit 2&1.
Shane Lowry holt entscheidenden Punkt
Europa triumphierte beim Ryder Cup 2025 durch einen gelochten Putt des Iren Shane Lowry auf der 18. Dadurch konnte er das Match gegen Russell Henley doch noch teilen – Europa hatte es damit auf die 14 Punkte geschafft.
„Das waren die härtesten Stunden meines Lebens. Er hatte früh geführt und nach 14 Löchern war ich bereits zwei Löcher hinten. Auf der 18 habe ich zu meinem Caddy gesagt, dass ich hier die Chance habe, das Coolste meines Lebens zu tun“, sagte Lowry unter Freudentränen.

Nachdem Ben Griffin gegen Rasmus Hojgaard mit 1 auf gewonnen hatte und die letzten beiden Partien geteilt wurden, lautete das Gesamtergebnis 15 zu 13 für das Team Europa – deutlich enger, als es vor dem Sonntag ausgesehen hatte.
Die Amerikaner können sich nur mit einer Statistik trösten. Sie sind erst das dritte Team, das am Sonntag 8,5 Punkte holen konnte. Bislang waren das der USA im Jahr 1999 sowie Europa im Jahr 2012 gelungen.
Europa konnte elf der letzten 15 Ryder Cups für sich entscheiden. Der nächste Ryder Cup findet im Jahr 2027 im Adare Manor in Irland statt.


