21.07.2018

Woods mit Major-Chancen

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Tiger Woods spielt sich vor dem Finale der Open Championship in die Spitzengruppe. In Führung liegt ein Trio.


Thomas Fischbacher aus Carnoustie
„Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie mit Tiger Woods spielen würden?“ Russell Knox drehte den Spieß um. Der Schotte war beim Heim-Major in den ersten beiden Runden zusammen mit dem Branchenprimus unterwegs. Er stellte diese Frage rhetorisch in die Menge der Journalisten, die ihn das Gleiche gefragt hatten. Woods sein eine Art mystische Figur. Jeder, der es erlebt, zusammen mit der Lichtgestalt auf die Runde zu gehen, erzählt hinterher das Gleiche. Es wäre etwas Besonderes, den Hype um diese mythische Gestalt mitzuerleben, was sich nicht immer positiv auf das Ergebnis auswirkt.
Knox verpasste den Cut klar und deutlich. Und Woods? Qualifizierte sich zunächst bei Even Par und einer ungewöhnliche defensiven Herangehensweise für das Wochenende. Um dann am Samstag die Zuschauermengen auf dem Platz des Carnoustie Golf Links in Ekstase zu versetzen. Der Tag endete mit einer 66 auf dem sechsten Rang des Tableaus. Woods ist wieder voll im Rennen um den dritten Major-Titel des Jahres. Es wäre sein erster seit mehr als zehn Jahren. Und es wäre ein wichtiger für den Golfsport.

Niemand außer Woods ei in der Lage, die Massen derart zu begeistern. Nur er bringe die jungen Leute dazu, Golf zu spielen, und „diese brauchen wir mehr denn je“, erklärte Golflegende Gary Player im Vorfeld des Turniers. Der Südafrikaner wünscht sich einen 15. Major-Sieg des Amerikaners.
„Ich bin mittendrin, das ist großartig“, fasst Woods zusammen. Er fabrizierte nur einen schlechten Abschlag am ganzen Tag, lochte einige Putts aus größerer Distanz und hatte in manchen Situationen auch das nötige Glück, sie ohne größere Schrammen zu überstehen. 

Spieth schwingt den Putter warm

Bei fünf unter Par fehlen vor dem Finale vier Schläge auf ein Führungstrio. Jordan Spieth, der die gesamte Saison über mit dem Putter zu kämpfen hatte, ist einer der Führenden. Zu Beginn der Woche gab der Amerikaner die Claret Jug an den R&A, den Ausrichter der Open, zurück. Nicht ausgeschlossen, dass er sie am Sonntag gleich wieder in Empfang nehmen darf. Den Spieth fühlt sich nach ein paar kleinen Anpassungen am Schwung mit dem Putter wieder wohl auf den Grüns von Carnoustie, was sich auch im Ergebnis widerspiegelt. 72, 67 und 65 Schläge, jeden Tag eine Steigerung. Auf diese hofft der Titelverteidiger auch am Sonntag. 

Etwas überraschend liegt auch Xander Schauffele an der SPitze des Feldes. Der Amerikaner mit deutschem Vater lochte aus dem Vorgrün der 18. Bahn zum Birdie auf der 18 und zur 67 am Moving Day. Schauffele trat vergangenes Jahr zum ersten Mal überhaupt bei einer Open Championship an.

Kisner Dritter im Bunde

Dritter im Bunde ist Kevin Kisner, aktuell der beste Putter im Feld. Der Amerikaner spielte bereits vergangenes Jahr bei der pGA Championship um den Sieg mit. Er führte das Feld an, strauchelte im Finale dann aber mit einer 74. Dennoch hat Kisner erlebt, wie es ist, am Sonntag um einen Major-Titel voraus. Dies ist er zumindest seinem Kollegen Schauffele voraus.
Das Trio führt bei neun über Par, zwei Schläge zurück folgt Kevin Chappell auf Rang vier, gefolgt von Francesco Molinari. Rang sechs teilen neben Woods Webb Simpson, Alex Norén, Matt Kuchar, Rory McIlroy, Zach Johnson und Tommy Fleetwood – eine maximal prominent besetzte Spitzengruppe.
Es soll laut Wettervorhersage ein windiger Finaltag. Anders als an diesem Samstag, an dem es viele Runden unter Par gab. Es ist also angerichtet für denkbar spektakuläres Open-Finale.
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