18.01.2018

Meerblick-Weltmeister

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26 Golfplätze von namhaften Architekten wie Jack Nicklaus, Pete Dye, Tom Fazio oder Sir Nick Faldo machen die Dominikanische Republik zu einem wahren Golfparadies. Wir waren dort unterwegs.

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Von Marcus Brunnthaler

Der erste Tourist erreichte die Dominikanische Republik im Jahr 1492 und hieß Christoph Kolumbus. Reich an historischen Sehenswürdigkeiten, präsentiert sich die zweitgrößte Insel der Karibik dem Besucher heute als vielfältiges Reiseziel, in dem verschiedene Einflüsse aus Europa, Amerika und Afrika über mehrere Jahrhunderte hinweg zu einer neuen, modernen karibischen Kultur verschmolzen.
Im Jahr 2015 kamen über 5,6 Millionen Touristen aus aller Welt, darunter rund 140.000 Golfer. Von der International Association of Golf Tour Operators (IAGTO) drei Mal zum besten Golf-Reiseziel in der Karibik und in Lateinamerika gekürt und zuletzt 2016 bei den World Golf Awards als „Beste Golf-Destination der Karibik“ ausgezeichnet, bietet die Dominikanische Republik derzeit 26 Golfplätze von so namhaften Architekten wie Jack Nicklaus, Robert Trent Jones, Nick Faldo oder Pete Dye.
Golf & Meer – was will man mehr?
Zahlreiche Hotels & Resorts der Luxusklasse samt atemberaubender Strände ergänzen das Wohlfühlpaket. Ob Strand-, Golf- oder Aktivurlaub, aufgrund ihres breiten Angebots ist die Dominikanische Republik bei Familien, Singles und Paaren gleichermaßen beliebt. Viele internationale Stars und berühmte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft verbringen nicht ohne Grund regelmäßig ihren Urlaub auf der paradiesischen Karibik-Insel.
Es gibt wohl nur wenige Flecken Erde, an denen die Golfplatzdichte mit vergleichbar hohem Anteil an Meerblick höher liegt als an der Ost- bzw. Südostküste der Dominikanischen Republik: An der Küstenlinie erstrecken sich auf rund 50 Kilometern satte zehn Anlagen mit insgesamt 180 Löchern. Darunter wahre Perlen wie Punta Espada, Corales, La Cana, Hard Rock at Cana Bay oder Barceló Bávaro The Lakes.
Leckerbissen an der Ostküste
Der Cap Cana Punta Espada Golf Course ist der erste Nicklaus-Signature-Course in der Dominikanischen Republik. Acht Löcher werden entlang des Karibischen Meeres gespielt, darunter die beeindruckende 17 (Par 4), bei der ein Abschlag über eine Bucht erforderlich ist. Punta Espada war auch schon Austragungsort der heutigen Champions Tour bei der Cap Cana Championship in den Jahren 2008, 2009 und 2010.
Einen weiteren Leckerbissen der Ostküste stellt der von Tom Fazio designte und im April 2010 eröffnete Corales Golf Course des Punta Cana Resort & Club dar. Fazios herausragendes, unverwechselbares Design mit seinen sechs am Ozean gelegenen Bahnen, zwischen Felsenklippen, Korallenriffen und dem Karibischen Meer, avancierte schnell zu einem Muss unter den Golfplätzen in der Dominikanischen Republik.
Karibischer Parkland Course
Der zweite Platz des Resorts, der La Cana Golf Course aus der Feder von Pete Dye, wurde bereits 2001 eröffnet, und auch er besticht durch atemberaubende Ausblicke auf das Karibische Meer von sage und schreibe 14 Bahnen; vier davon verlaufen direkt am Strand.
Ein komplett anderes Design wählte Jack Nicklaus beim Hard Rock Golf Course at Cana Bay, schon allein wegen der Tatsache, dass der Platz im Hinterland gebaut werden musste. Die 18 Bahnen lassen sich somit wohl am ehesten als „karibischen Parkland Course“ beschreiben – sie winden sich sportlich herausfordernd durch die subtropische Flora und Fauna des imposanten Hard Rock Resorts.
Luxusresort Casa de Campo
Als einer der ersten Golfplätze der Region wurde der The Lakes bereits 1991 im Barceló Bávaro Beach Resort, ebenfalls im Landesinneren, entlang der Bávaro Lagune, eröffnet. Das ursprüngliche Design stammt von Juan Manuel Gordillo, jedoch wurden neun Löcher von Pete Dye im Jahre 2009 neu gestaltet, um mit anderen Golfplätzen Schritt zu halten und mehr Herausforderungen zu bieten.
Das Luxusresort der Insel schlechthin ist das „Casa de Campo Resort & Villas“, das nicht umsonst bereits mit dem Titel „Bestes Golfresort der Welt“ ausgezeichnet wurde und mehrfach mit dem World Travel Award dekoriert ist.
Spektakulär: Teeth of the Dog
Der wohl bekannteste Golfplatz des Resorts ist der von Pete Dye entworfene „Teeth of the Dog“, der durch seine ebenfalls spektakuläre Lage direkt am Meer sowie die großflächigen Bunkerlandschaften, kleinen Teiche und Wellentäler begeistert.
Nicht weniger erstklassig, wenngleich im hügeligen Hinterland des Resorts, wo im angrenzenden Flussdelta schon Filme wie „Apocalypse now“ und „Rambo II“ gedreht wurden, thronen der 27-Loch-Platz „Dye Fore“ sowie der 18-Loch-Platz „The Links“. Von beiden hat man auf einigen Löchern traumhafte Rundumblicke über den Ozean und die Marina des Resorts.
Das „Pebble Beach der Karibik“
Wen es in den Norden der Insel verschlägt, der trifft nach rund Dreiviertel des Weges die Küste entlang in Richtung Puerto Plata unweigerlich auf den Playa Grande Golf Course.
1997 eröffnet, verkörpert er das letzte Werk von Robert Trent Jones Sr. und wurde 2015 von dessen Sohn Rees Jones komplett überarbeitet. Auch hier verlaufen zehn Löcher direkt am Meer, weshalb der Platz gerne als das „Pebble Beach der Karibik“ bezeichnet wird.
In bzw. rund um Puerto Plata locken schließlich der Los Mangos und der Playa Dorada Golf Course. Während sich letzterer inmitten des Playa Dorada Resorts mit seinen zwölf Hotels befindet, schlängelt sich der Los Mangos Golf Course durch die Wohnanlagen von Costambar. Neun Löcher verlaufen direkt am Meer und lassen Golferherzen einmal mehr höher schlagen.
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