30.10.2021 | 11:18

Srixon Sports Europe – Happy Twentieth!

Golftimer
Golftimer

Srixon Sports Europe. 2021 feiert das Unternehmen mit den Marken Srixon, XXIO und Cleveland Golf im Portfolio seinen 20. Geburtstag. Lionel Caron, Director Sales & Marketing, im Interview über die vergangenen zwei Dekaden sowie die Ziele für die Zukunft.


Wer den Namen Srixon hört, der denkt zunächst mit ziemlicher Sicherheit an Golfbälle aus Fernost. Was grundsätzlich den Nagel auch auf den Kopf trifft. Dass das Unternehmen aber weit mehr als nur Golfbälle produziert und die Ursprünge bis ins Jahr 1932 zurückreichen, wird wohl den wenigsten geläufig sein.

Nun, wie auch immer: 2021 feiert Srixon Sports Europe sein 20-Jähriges Wir haben das zum Anlass genommen, Lionel Caron, Director Sales & Marketing für Großbritannien und Europa, ausführlich über den bisherigen Werdegang und die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens zu befragen.

Herr Caron, zunächst herzlichen Glückwunsch zum 20-Jährigen. Können Sie sich an die Anfänge in Europa noch erinnern?

Herzlichen Dank. Und ja, Srixon ist eine tief verwurzelte Marke. Genau genommen werden seit 1932 Bälle mit Patenten der Marke Dunlop produziert. Wenn wir also über unser 20-Jahr-Jubiläum sprechen, dann geht es hier genau genommen um die europäische Tochtergesellschaft Srixon Sports Europe.

Dunlop’s erster in Japan gefertigter Golfball aus dem Jahr 1930
Dunlop’s erster in Japan gefertigter Golfball aus dem Jahr 1930

Sie wurde 2001 in Großbritannien gegründet mit dem Zweck des Vertriebs von Srixon- und XXIO-Produkten. Erst ein paar Jahre später, 2007, kam dann auch noch die Marke Cleveland Golf dazu.

Wie sehen Sie die Entwicklung während der vergangenen zwei Dekaden?

Nun, zunächst waren die Marken in Großbritannien und Europa praktisch weitestgehend unbekannt. Viele hatten sogar Schwierigkeiten damit, die Namen korrekt auszusprechen (lacht).

Dunlop 65er-Golfball aus dem Jahr 1970
Dunlop 65er-Golfball aus dem Jahr 1970

Das hat sich aber relativ schnell geändert, indem wir unseren Fokus von Beginn an voll darauf gesetzt haben, die Produkte so schnell und breit gefächert wie nur möglich in die Hände der Händler, der Pros und damit letztlich auch der Golferinnen und Golfer zu bekommen.

Wir waren sehr zuversichtlich, dass wir schnell wachsen würden, wenn unsere Kunden erst einmal unsere Produkte ausprobieren würden.

Und dem war ja dann auch so …

Ja, in der Tat. Während der vergangenen 20 Jahre hat sich einiges getan. Mit der Markteinführung von Srixon Golfbällen präsentierten wir damals das breit gefächertste Ballsortiment auf dem Markt. Inzwischen ist die Marke zur Nummer 1 unter den 2-Piece-Bällen in Großbritannien und auch anderen europäischen Ländern avanciert, worauf wir natürlich sehr stolz sind.

Der „AD333“ ist dabei so etwas wie unser „Srixon-Signature-Produkt“. Der Launch der inzwischen zehnten Generation dieses Modells steht dabei in symbolisch enger Verbindung zum diesjährigen Jubiläum von Srixon Sports Europe.

Worin sehen Sie das Erfolgsgeheimnis der Srixon-Golfbälle?

Meines Erachtens ist es unsere EGG-Technologie (Energetic Gradiant Growth, Anm. d. Red.). Dahinter versteckt sich eine Technologie, die es uns erlaubt, mit der Kompressionsrate der Bälle zu spielen.

Angelehnt beispielsweise an pochierte Eier, bedeutet dies – salopp gesprochen – so viel wie außen hart, dabei innen zart. Damit und durch unser sehr starkes Preis-Leistungs-Verhältnis wurde damals von Beginn an der Grundstein des Erfolges von Srixon-Golfbällen in Europa gelegt.

Aber andere Hersteller experimentieren doch auch mit Kompressionsraten…

Ja, natürlich. Aber Golfbälle sind ein sehr stark reguliertes Produkt und zudem in der Produktion sehr aufwendig. Es gibt viele Einschränkungen im Hinblick auf Gewicht, Größe etc.

Sobald ein Hersteller eine neue Technologie entwickelt hat, reicht er in der Regel umgehend ein Patent ein. Historisch gesehen ist Srixon dahingehend tatsächlich die Marke mit den meisten angemeldeten Patenten auf Golfbälle.

Erzählen Sie uns etwas über die anderen beiden Marken…

Mit XXIO revolutionierten wir seinerzeit den Markt, was die Leichtigkeit von Golfschlägern anging. Als wir 2004 den XXIO 3-Driver herausbrachten, waren der enorme Trampolineffekt der Schlagfläche sowie der Schaft mit einem Gewicht von nur 44 Gramm tatsächlich bahnbrechend.

Cleveland Golf Wedge CC2 aus dem Jahr 1982
Cleveland Golf Wedge CC2 aus dem Jahr 1982

Als 2007 die Marke Cleveland Golf mit ins Portfolio kam, machte dies unser Sortiment komplett. Während der vergangenen Jahre haben wir mit Cleveland Golf, als Kurzspiel-Spezialisten, weltweit über zehn Millionen Wedges verkauft.

Aber das Sortiment reicht natürlich weit über „nur“ die Wedges hinaus. Die Driver, Hölzer, Eisen und Putter zählen ebenfalls zu den besten im „Game Improvement“-Segment auf dem weltweiten Markt.

Ist es nicht schwierig, drei verschiedene Marken mit zum Teil ähnlichen, wenn nicht gleichen, Produktgruppen zu vermarkten?

Nein, in unserem Fall nicht. Diese drei Marken im Angebot zu haben, ermöglicht uns eine gute Balance in allen Bereichen des Golfspiels und wir erreichen so in jedem Fall eine breite Masse an Golferinnen und Golfern.

Egal, welches Spiellevel oder auch Budget vorhanden, wir haben damit auf jeden Fall ein passendes Produkt in unserem Portfolio.

Wie sehr profitieren Sie von Major-Siegen durch beispielsweise ihre Markenbotschafter Hideki Matsuyama oder Shane Lowry?

Das rückt in diesen beiden Fällen Srixon zweifelsohne prominent ins Rampenlicht, worüber wir uns natürlich sehr freuen. Grundsätzlich sind wir ja eher eine Marke, die sich im Außenauftritt etwas dezent zurückhält.

Wir konzentrieren uns mehr auf die Entwicklung starker Produkte als auf überschwängliche Marketing-Kampagnen. Von daher profitieren wir natürlich von derart starken Resultaten unserer Tourspieler.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Golf-Marktes für die nächsten zehn Jahre?

Die Coronapandemie hat ironischerweise weltweit einen Boom im Golfsport ausgelöst. Viele Menschen haben den Golfsport als Outdoor-Aktivität für sich neu entdeckt und daher ist es kein Zufall, dass die Absatzzahlen seit vergangenem Jahr enorm angezogen haben.

Abgesehen davon – und da kann ich nur für uns sprechen – haben wir uns unverändert das Ziel gesteckt, auf europäischer Ebene weitere Fortschritte zu erzielen und natürlich auch weiterhin Marktanteile zu gewinnen. In Deutschland, Skandinavien, Frankreich und natürlich auch Großbritannien befinden wir uns dahingehend auf einem sehr guten Weg.

Info: www.srixoneurope.com

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