Golftraining
18.03.2020 | 18:03
Jack Nicklaus gibt Tipps für Ihr Golfspiel
Zehn Tipps von „The Golden Bear“ Jack Nicklaus
Jeder Golfer sollte versuchen, durch den Ball durch bis zum Schwungfinale zu beschleunigen. Auch wenn das wahrscheinlich nicht möglich ist, da der Schlägerkopf kurz vor dem Treffmoment die höchste Geschwindigkeit hat. Aber durch diesen Gedanken vermeiden Sie, dass der Schwung schon viel früher früher langsamer wird, was negative Folgen auf den Ballkontakt haben kann.
Vergessen Sie den Gedanken, dass sie mit unterschiedlichen Schlägern jeweils den Schwung anpassen müssen. Was die Ebene betrifft, sollten Sie immer den gleichen Schwung ausüben, abgesehen vom Putter natürlich. Die Unterschiede im Schwung ergeben sich automatisch durch die Schaftlänge. Der Schwungbogen wird kleiner durch die kürzeren Schläger. Gleichzeitig wird der Schwung steiler, da Sie näher am Ball stehen.
Zwei Schwunggedanken sind das Limit für die meisten Amateurgolfer, wobei dies natürlich von Talent und Konzentrationsvermögen abhängt. Ich würde sagen, dass viele gut beraten sind, nur einen Gedanken zu haben. Es geht bei Schwunggedanken nur um das Setup, darum, den Schwung zu programmieren. Dann muss das System übernehmen. Der Schwung geht viel zu schnell, um die Muskeln direkt anzusteuern. Es kann sein, dass man während des Schwungs eine Korrektur durchführt, diese passiert aber immer unterbewusst.
Bei Problem mit der Richtung hat es mir immer geholfen, den Schläger nach dem Ballkontakt so weit nach vorne wie möglich zu führen. Ich habe versucht, den Kontakt der Schlagfläche mit dem Ball so lange wie möglich zu gestalten; den Ball mit dem Schläger nach vorne zu führen und nicht auf ihn zu hacken. Ziel ist es dabei, in eine lange und tiefe Finalposition zu kommen. Natürlich verlängert sich so die Kontaktzeit der Schlagfläche mit dem Ball nicht wirklich, aber dieser Schwunggedanke hat mir immer sehr geholfen.
Ein guter Drill, um den Rhythmus zu verbessern ist es, einen Schwung mit direkt nebeneinander platzierten Beinen auszuführen. Dabei sollten sich das linke und rechte Bein berühren. Üben Sie zunächst ohne Ball mit halben Schwüngen, werden Sie dann länger und schlagen Sie zum Schluss 50 Bälle mit einem mittleren Eisen. Das kann Wunder bewirken, was Tempo und Rhythmus betrifft.
Das Gewicht sollte während des Schwungs auf die Innenseite des rechten Fußes verlagert werden, nicht weiter nach außen. Ansonsten kommt das rechte Knie in ungünstige Positionen. Ein guter Drill: Platzieren Sie einen Ball unter dem rechten Außenrist. Dadurch kippt das rechte Knie und der Fuß nach innen und man bekommt ein Gefühl dafür, im Rückschwung die “Feder zu spannen”.
Es gab und gibt Spieler, bei denen es so aussah, als würden sie am höchsten Punkt des Rückschwungs eine Pause machen. Aber ich glaube nicht an diese Idee. In meinem Schwung gibt es keinen höchsten Punkt, da meine Füße, Beine und Hüften bereits den Abschwung einleiten, bevor die Hände den höchsten Punkt erreicht und sich die Schultern voll gedreht haben.
Man wird einen Ball nie weit schlagen können, indem man an einen lockeren Schwung denkt. “Nice and easy” ist für mich kein guter Schwungtipp. Viel besser ist: ‘So hart wie möglich schwingen, ohne dabei den Rhythmus zu verlieren.’
Für mich ist ein ruhiger, wenn nicht gar starrer Kopf das oberste Grundprinzip eines erfolgreichen Golfschwungs, das bei jedem Schlag vom Drive bis zum Tap-In zwingend erforderlich ist. Ich würde sogar soweit gehen, es als einen “eine unbestreitbare Voraussetzung für ein solides Golfspiel” zu betrachten. Man sieht bei ein paar Tour-Spielern eine Drehbewegung des Kopfes, aber ganz selten Bewegungen nach oben und unten oder nach rechts und links. Diese sind Gift für den Schwung, weil sich dadurch die Optik und Schwungebene verändert. Mein Golf-Pro hat mich früher immer am Schopf gepackt während des Schwungs. So habe ich auf schmerzhafte Art und Weise gelernt, meinen Kopf ruhig zu halten.
Starke Beine sind eine große Hilfe, wenn es darum geht, weite Bälle zu schlagen. Mein Körperbau hat mir immer sehr geholfen. Es gibt aber immer auch andere Wege. Arnold Palmer hatte unglaublich viel Kraft in den Armen und Oberkörper und hat seinen Schwung auf diese Kraftquellen gebaut. Bei Chi-Chi Rodriguez war es die unglaubliche Schnellkraft.