Golftraining mit Jonathan Taylor: Mehr Konstanz im Golfschwung
Die Schwungbasis im Golf
Die Schwungbasis im Golf. Jonathan Taylor zeigt in zwei Teilen einen einfachen Drill für mehr Konstanz im Golfschwung. Im ersten Teil geht es darum, Kontrolle über die drei entscheidenden Einflussfaktoren auf den Ballflug zu gewinnen.
In meinem letzten Beitrag habe ich Ihnen die neuen mechanischen Prinzipien vorgestellt, die das Potenzial haben, Ihren Golfschwung grundlegend zu verändern.
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen nun, wie Sie diese Mechanik gezielt und strukturiert in Ihren eigenen Schwung integrieren. Es handelt sich also um eine Schwungbasis im Golf.
Wir arbeiten dabei schrittweise – über zwei Ausgaben hinweg – an einem stabilen Fundament für Ihren Schwung.
Im ersten Teil geht es darum, durch eine reduzierte Bewegung von Hüfthöhe zu Hüfthöhe Kontrolle über die drei entscheidenden Einflussfaktoren auf den Ballflug zu gewinnen. Nämlich den tiefsten Punkt des Schwungs, die Schwungrichtung und die Stellung der Schlagfläche.
Und das Beste: All das geschieht mit nur einem einzigen, klaren Schwunggedanken.
+++ Auch Interessant: Arabella Golf Resort Mallorca: Golfparadies mit Weitblick +++
Die Schwungbasis im Golf: Griff und Stellung der Schlagfläche
Beginnen Sie mit einem Eisen 9 in der Hand. Strecken Sie den Griff, wie Sie es beim Puttergriff in der letzten Ausgabe gelernt haben.
Dadurch kippen Ihre Handgelenke leicht nach vorne – die sogenannte „Bow-Stellung“ – und Ihre Hände nehmen automatisch die korrekte Position für den Treffmoment ein.
Drehen Sie anschließend den Schläger in der Hand, bis die vordere Kante der Schlagfläche exakt senkrecht zum Himmel zeigt.

Diese einfache Maßnahme stellt sicher, dass Ihre Schlagfläche im Treffmoment square zum Ziel steht. Dies stellt die Voraussetzung für einen geraden Ballflug dar.
Merken Sie sich: Immer wenn Sie den Griff auf diese Weise strecken, ist die Schlagfläche korrekt ausgerichtet.
+++ Auch Interessant: Titleist stellt seine neuen Vokey Design SM11 Wedges vor +++
Die Schwungmechanik: Hüfthoch zu Hüfthoch
Um den Schwung einzuleiten, drücken Sie als Rechtshänder diagonal nach unten – entlang der Verlängerung Ihres linken Arms –, während Sie mit der rechten Hand den Schläger Richtung rechte Schulter nach oben ziehen.

Gleichzeitig unterstützen Sie diese Bewegung mit Ihrem Körper: Die linke Schulter, die linke Hüfte und das linke Knie drücken nach unten, während die rechte Schulter, die rechte Hüfte und das rechte Knie (leicht gestreckt) nach oben ziehen.
+++ Auch Interessant: Golfregion Allgäu: Birdies und Bergblick +++
Sobald der Schläger Hüfthöhe erreicht, stoppen Sie die Bewegung kurz und kehren die Richtung um. Jetzt drücken Sie mit der rechten Hand und rechten Körperseite diagonal nach unten, während Sie mit der linken Seite nach oben ziehen.
Im Treffmoment strecken Sie das linke Bein vollständig durch, und lassen die rechte Ferse leicht vom Boden abheben.

Das Bewegungsgefühl lässt sich so beschreiben: Der Körper arbeitet wie eine vertikale Wippe – wenn die linke Seite nach unten drückt, geht die rechte nach oben, und umgekehrt.

Schwungbasis im Golf: Konstanz durch Wiederholung
Üben Sie diesen Bewegungsablauf zunächst ohne Ball – so lange, bis der Schläger das Gras gleichmäßig zwischen Ihren Füßen berührt, sowohl in der Höhe als auch in der Richtung.
Ein einfacher Kontrollmechanismus: Wenn Sie zu tief in den Boden schlagen, ziehen Sie etwas stärker mit der linken Seite nach oben. Wenn Sie den Boden nicht berühren, drücken Sie intensiver mit der rechten Seite nach unten.
+++ Auch interessant: Matti Schmid im Fun Talk +++
Sobald Sie ein konstantes „Gras-Bürsten“ erreicht haben, legen Sie einen Ball in die Mitte dieser Kontaktzone. Erleben Sie jetzt, wie der Ball regelmäßig und kontrolliert gerade fliegt.
Warum diese Übung für den Ihren Golfschwung so effektiv ist
Mit dieser simplen, aber effektiven Übung zur Schwungbasis trainieren Sie gezielt das Zusammenspiel von Körper und Schläger – bei halbem Schwung, aber mit maximaler Wirkung. Sie verbessern damit zunehmend Ihre Ballkontrolle, die Treffqualität und das Verständnis für die Mechanik des Golfschwungs.
Diese Grundlagen-Übung dient als Einstieg in eine systematische Weiterentwicklung Ihres vollen Schwungs – ohne Verwirrung durch zu viele technische Details. Der Fokus sollte dabei stets sein: Weg vom Denken, hin zum Fühlen.
Info: www.swing-simply.com


