15.05.2018

Mythen im Putt-Training

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Ian Holloway räumt mit Mythen im Putt-Training auf und zeigt stattdessen, welche Übungen dabei helfen, mehr Putts zu lochen.


Ian Holloway, Fully Qualified PGA Professional bei der David Leadbetter Golf Academy im Golfclub Velbert-Gut Kuhlendahl

Manchmal ist es einfach zum Haareraufen: Wenn man nach zwei schönen, langen Schlägen kurz vor dem Loch liegt und dann den kurzen Putt vorbeischiebt, dann ist das sicherlich einer der besonders frustrierenden Aspekte des Golfspiels.

Und doch ist es eine einfache Weisheit: Jeder Schlag zählt. Obwohl praktisch jeder Golfer meint, generell mehr Putts lochen zu müssen, ist gerade das Versenken der kurzen Putts zum großen Teil über statistische Parameter dokumentiert: Außerhalb von 1,25 Metern ist kein Putt wirklich sicher. Ab dieser Entfernung fällt die Erfolgskurve dramatisch ab. 

Trotzdem wissen wir, dass ein vorbeigeschobener, kurzer Putt nicht mehr zu retten ist. Er kostet immer einen Schlag. Die wahrscheinlich wichtigste Fähigkeit, um konstant mehr kurze Putts zu lochen, ist das Treffen im Sweetspot. 
Auf folgenden Bildern zeige ich Ihnen zwei äußerst hilfreiche Tipps, wie Sie kurze Putts künftig zielgenauer ins Loch befördern. Gleichzeitig möchte ich Sie vor zwei alten Putt-Mythen warnen. Viele Tipps, die man von Freunden und Mitspielern bekommen hat, erweisen sich oftmals als wirkungslos und mitunter sogar schädlich für Ihre Puttbewegung. 

Mythos „Gerade putten“

man trifft nicht besser, wenn man die Bewegung des Putterkopfs möglichst gerade ausführt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Schlüssel einer guten Puttbewegung ist die Rotation. Die sorgt dafür, dass die Bewegung wiederholbar wird. Putter, die das gerade Pendeln unterstützen, sollten Sie meiner Meinung nach meiden. 

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Mythos: Den Sweetspot künstlich verkleinern

Zum Beispiel mithilfe von „Clips“, um einen Ball, der die Mitte verfehlt, abzulenken, oder Gummibänder, die um den Putterkopf gewickelt werden. Solche Übungen sprechen nicht die Ursache des Problems an, sondern nur die wackelige Schlägerbewegung. Im schlimmsten Fall entwickeln Sie dadurch unwillkürliche Kompensationsbewegungen, die das Putten weiter erschweren.

Stattdessen: Schattenspiel

Stellen Sie sich so hin, dass Ihr Schatten so fällt, wie in diesem Bild dargestellt. Nun markieren Sie die Position Ihres Kopfes und Ihrer Hüften mit einem Ball beziehungsweise zwei Tees. Dies sollte ein Partner durchführen, damit Sie in Ihrer Ansprechposition verharren können.

Stellen Sie sich so hin, dass Ihr Schatten so fällt, wie in Bild 1 dargestellt. Nun markieren Sie die Position Ihres Kopfes und Ihrer Hüften mit einem Ball beziehungsweise zwei Tees. Dies sollte ein Partner durchführen, damit Sie in Ihrer Ansprechposition verharren können

Sind diese Vorkehrungen getroffen, führen Sie Ihre reguläre Puttbewegung aus. Dabei orientieren Sie sich an den Markierungen (Ball und Tees) und kontrollieren, dass Ihr Schatten während der Bewegung möglichst wenig von diesen abweicht. Danach putten Sie ein paar Bälle und fragen Ihren Trainingspartner, ob er eine Abweichung von den Tees bzw. dem Ball beobachten kann. Denken Sie immer daran, eine fließende, rhythmische Bewegung auszuführen.

Sind diese Vorkehrungen getroffen, führen Sie Ihre reguläre Puttbewegung aus. Dabei orientieren Sie sich an den Markierungen (Ball und Tees) und kontrollieren, dass Ihr Schatten während der Bewegung möglichst wenig von diesen abweicht. Danach putten Sie ein paar Bälle und fragen Ihren Trainingspartner, ob er eine Abweichung von den Tees bzw. dem Ball beobachten kann. Denken Sie immer daran, eine fließende, rhythmische Bewegung auszuführen

Die Druckübung: 

Wenn Sie die Schattenübung gemeistert haben, sind Sie bereit für die Königsdisziplin! Sehr kleine Bewegungen können wir mit der Schattenübung nicht erkennen, trotzdem brauchen wir auch hierzu Feedback. Das holen wir uns über einen Druckpunkt unter dem linken Fuß (für Rechtshänder). Dafür stecken Sie ein Tee tief in den Boden, sodass nur der Kopf herausragt. Mit dem Tee unter dem linken Fußballen (siehe Bild oben Mitte) können Sie sogar geringste Druckunterschiede spüren und regulieren.

Die Druckübung: Wenn Sie die Schattenübung gemeistert haben, sind Sie bereit für die Königsdisziplin! Sehr kleine Bewegungen können wir mit der Schattenübung nicht erkennen, trotzdem brauchen wir auch hierzu Feedback. Das holen wir uns über einen Druckpunkt unter dem linken Fuß (für Rechtshänder). Dafür stecken Sie ein Tee tief in den Boden, sodass nur der Kopf herausragt. Mit dem Tee unter dem linken Fußballen (siehe Bild oben Mitte) können Sie sogar geringste Druckunterschiede spüren und regulieren

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