Im Aronimink Golf Club
PGA Championship 2026: Aaron Rai gewinnt sein erstes Major
Aaron Rai gewinnt die PGA Championship 2026 im Aronimink Golf Club. Er ist der erste in England geborene Sieger seit mehr als einem Jahrhundert…
Aaron Rai (Foto: picture-alliance) legte am Sonntag bei der PGA Championship 2026 einen Gang zu und setzte sich mit einem unglaublichen Schlag nach dem anderen von einem Weltklassefeld ab.
Rai, der als Junge davon geträumt hatte, Formel-1-Fahrer zu werden, lag lange Zeit drei Schläge zurück, als er sich den Back Nine im Aronimink Golf Club näherte. Dann zeigte er eine Leistung, die eines Major-Champions würdig war.
Auf der neunten Bahn gelang dem Engländer ein Eagle-Putt aus zwölf Metern. Sieben Löcher in Folge konnte Rai mit nur einem Putt beenden und schob sich so auf den ersten Rang.
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Auf den letzten Löchern war die Konkurrenz darauf angewiesen, dass Rai Fehler machte. Zu diesem Zeitpunkt lochte er einen 21 Meter langen Putt auf der 17 zum Birdie und damit der Vorentscheidung.
Der 31-jährige Rai, der sich dem zweifachen PGA-Champion Vijay Singh als Major-Sieger indischer Abstammung anschließt, beendete die Runde mit 65 Schlägen (-5). Insgesamt erspielte er sich ein Ergebnis von neun unter Par.
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Aaron Rai gibt sich nach Sieg bescheiden
Aaron Rai zeigte sich nach seinem Erfolg bei der PGA Championship 2026 überglücklich. Noch auf dem 18. Grün lief ihm seine Frau entgegen und gratulierte ihm.
„Golf ist ein großartiger Sport. Er lehrt einen so vieles, vor allem Demut, Disziplin und absolut harte Arbeit. In diesem Sport wird einem nichts geschenkt. Dass hier übertrifft meine kühnsten Träume“, freute sich Rai.
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Auch seine Konkurrenten zollten ihm nach dem zweiten Major der Saison Respekt. „Sie werden niemanden finden, der sich nicht für ihn freut“, sagte Rory McIlroy, der mit vier unter Par geteilter Siebter wurde und durch ein verbales Gefecht mit einem Zuschauer aufgefallen war.
„Ich freue mich riesig für ihn und sein Team. Ein Gentleman durch und durch, ohne Zweifel“, gab Jon Rahm nach seinem zweiten Platz an – der Spanier teilte sich diesen mit Alex Smalley.
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Aaron Rai ist den meisten Zuschauern als der Spieler bekannt, der zwei Handschuhe trägt. Diese Angewohnheit hat er bereits seit Kindstagen – gleiches gilt für seine ungewöhnlichen Cover auf seinen Eisen.
Rai lässt die Schlägerhauben auf den Eisen, „um meine Wurzeln nicht zu vergessen und das zu schätzen, was ich habe“, sagte er. Was er jetzt zudem hat, ist ein Preisgeld in Höhe von 3,69 Millionen U.S. Dollar.
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Ein überragendes Turnier konnte auch Matti Schmid feiern. Nach einer grandiosen Aufholjagd hatte sich der Deutsche sogar Siegchancen erspielt. Mit fünf unter Par wurde er am Ende geteilter Vierter. Gleichauf kamen Justin Thomas und Ludvig Aberg ins Clubhouse.
Den Cut beim zweiten Saison-Major hatten auch Stephan Jäger (T18/-1) sowie Martin Kaymer (T35/+1) gemeistert. Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler landete mit zwei unter Par auf dem geteilten 14. Rang.


