04.01.2022 | 16:01

TaylorMade Stealth Driver

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Bei den neuen TaylorMade Stealth Drivern sorgt ein neues Material in der Schlagfläche sogar zu neuen Jobbezeichnungen. Ein erster Blick.


Zu Jahresbeginn wartet die Ausrüstungs-affine Golfwelt gespannt auf neue Produkte. Insbesondere steigt die Spannung, was die Schwergewichte der Industrie frisch auf den Markt werfen. Was die neuen Serien von TaylorMade Golf betrifft, fällt nun der Vorhang.

Mit der Einführung der drei Stealth Driver-Modelle will das Unternehmen die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre fortsetzen. Bei der Vorstellung von SIM2 im Jahr 2021 ging es mehr darum, ein bestehendes Produkt (SIM) zu optimieren. Bei der Vorstellung der neuen Linie geht es um etwas grundlegend Neues. Der Aufhänger: Das Zeitalter der Titan-Schlagflächen soll ab sofort der Vergangenheit angehören.

Titan war in den vergangenen zwei Jahrzehnten das Grundgerüst der Driver-Technologie. Bereits zu Beginn der Ära der Titan-Driver wussten die Ingenieure von TaylorMade aber, dass jedes Material seine Grenzen hat. Mit dem neuen 60X Carbon Twist Face – bestehend aus 60 Schichten von Carbonplatten, die strategisch angeordnet sind, um die Energieübertragung zu optimieren – soll nun ein neues Niveau erreicht werden.

Ganz neu ist die Idee (und das behauptet TaylorMade natürlich auch nicht) von Carbon-Schlagflächen nicht. Auch Callaway und TaylorMade selbst (2013 mit einem Nischenprodukt für den japanischen Markt) experimentierten mit dem Material am wohl wichtigsten Punkt des Schlägerkopfes – allerdings ohne die ganz große Durchschlagskraft. Der Unterschied zu heute besteht in der festen Überzeugung, dass die Technologie inzwischen so weit fortgeschritten ist, dass sie den Markt in puncto Leistung dominieren kann.

Die Innovation im Fokus: Die neue Schlagfläche aus Carbon
Die Innovation im Fokus: Die neue Schlagfläche aus Carbon

TaylorMade Stealth Driver: Was sind die Vorteile von Carbon?

Die Vorteile sind relativ einfach erklärt: Carbon ist um etwa 40 Prozent leichter als Titan und gleichzeitig widerstandsfähiger. Die auffällig rote Carbon-Schlagfläche liefert einen höheren COR und eine präzisere Schlagflächengeometrie durch eine leichtere, aber größere Schlagfläche.

Trotz einer größeren Schlagfläche, nimmt die Schlägerkopfgeschwindigkeit beim Stealth nicht ab. Der asymmetrische Trägheitsgenerator sorgt für fortschrittliche Aerodynamik in der kritischsten Phase des Schwungs – vom Abschwung bis zum Moment kurz vor dem Treffmoment.

Das Gesamtgewicht der Schlagfläche beträgt nur 26 Gramm und sie ist um elf Prozent größer als die des SIM2-Drivers. Dementsprechend führten diese Gewichtseinsparungen und die größere Schlagfläche, die das 60X Carbon Twist Face gewährleistet, bei Tests zu einer deutlichen Steigerung der Ballgeschwindigkeit.

Auf den 60 Lagen Carbon befindet sich eine Nanotextur-Beschichtung.  Sie besteht aus einer dünnen Polyurethan-Schicht, die eine starke und flexible Schlagfläche schafft und für optimale Abflugbedingungen sorgen soll. Hauptaufgabe der Extraschicht soll die Optimierung des Spinverhaltens bei unterschiedlichen Bedingungen sein.

„Indem wir die Nanotextur-Technologie zu den Grooves hinzugefügt haben, konnten wir die volle Leistung einer Carbon-Schlagfläche freisetzen“, erklärt Tomo Bystedt, Senior Director Product Creation, Carbonwood Drivers. Wie ernst es TaylorMade mit der Carbon-Technologie meint, wird bei Bystedts Jobbezeichnung deutlich. Er vertritt nicht mehr die Abteilung Metalwood, sondern Carbonwood.

Die Kombination aus der Nanotextur der Schlagfläche, dem Twist Face® und dem ultraflexiblen Thru-Slot Speed Pocket™ hat das Ziel, die Fehlerverzeihung bei Schlägen über die gesamte Schlagfläche zu gewährleisten.

Stealth Plus, Stealth, Stealth HD und Stealth Women’s

Ein Blick auf die Modelle Stealth Plus (links) und Stealth
Ein Blick auf die Modelle Stealth Plus (links) und Stealth

Stealth Plus

Aufgrund der Gewichtseinsparungen durch das 60X Carbon Twist Face konnten die Ingenieure ein verschiebbares 10-Gramm-Gewicht einbauen. Das hilft dem Golfer beim Shot-Shaping, indem die Masse auf der Sohle verschoben wird, um den gewünschten Ballflug zu erzeugen. Der Stealth Plus ist der Driver, der den geringsten Spin in der Familie generiert, was Spielern mit höherer Schlägerkopfgeschwindigkeit, die sehr viel Spin auf den Ball übertragen, weiterhelfen kann.

Stealth

Stealth profitiert von den Gewichtseinsparungen des 60x Carbon Twist Face, da das Gewicht tief in den Schlägerkopf wandert. Dies sorgt für 15 Prozent mehr MOI im Vergleich zum Stealth Plus und soll 200-300 Umdrehungen mehr Spin bieten. Auch die Fehlerverzeihung ist etwas höher als beim Plus-Modell.

Links: Der Stealth HD (High Draw sowie das Damenmodell der Serie
Links: Der Stealth HD (High Draw) Rechts: Das Damenmodell der Serie

Stealth HD

HD steht für High Draw und damit wird auch schnell klar, was sich die Golfer von diesem Modell versprechen können. Die Gewichtseinsparungen begünstigen den Draw-Flug und liefern gleichzeitig das höchste MOI in der Stealth-Driver-Familie. Während der Stealth HD eine verstärkte Draw-Tendenz bietet, hat er ähnliche Spin-Werte wie der Stealth.

Stealth Women’s

Der Stealth Women’s Driver kombiniert die Technologie des Stealth HD mit einem etwas geringeren Kopfgewicht und einer veränderten Farbgebung und Ästhetik. Er behält das High MOI-Kopfdesign bei, für leichten, hohen Launch mit einem Hauch von Draw.

TaylorMade Stealth Driver: Details und Preise

Die Vorbestellung der TaylorMade Stealth Driver startet ab dem 4. Januar. In den Handel kommen sie ab dem 4. Februar 2022.

Der Stealth Plus hat einen UVP von 649 Euro und bietet Lofts von 8°, 9° und 10,5°. Zu den angebotenen Schäften gehören der Project X HZRDUS Smoke RDX Red 60 und Mitsubishi’s Kai’li White 60. Wobei zahlreiche kundenspezifische Schaftoptionen ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stehen. Als Griff kommt der Lamkin Crossline Black/Red (50g) zum Einsatz.

Stealth und Stealth HD haben einen UVP von 629 Euro und bietet Lofts von 9°, 10.5° und 12°. Zu den Stealth-Schäften gehört der Fujikura Ventus Red 5. Weitere Schaftoptionen sind ohne Aufpreis erhältlich.

Das Angebot an Stealth HD-Schäften umfasst den Fujikura Air Speeder 45. Individuelle Schaftoptionen gibt es ohne zusätzliche Kosten. Beide Modelle werden mit dem Lamkin Crossline Black/Red Griff geliefert.

Zu den Angeboten für Damen gehören der Aldila Ascent Ladies 45 Schaft und der Lamkin Ladies Sonar Griff. Mit dem Schwerpunkt auf Individualisierung und Schlägerfitting finden Golferinnen auf TaylorMadeGolf.eu eine breite Palette an Komponenten, darunter leichte Schäfte, Griffe und mehr.

Der Custom-Prozess ermöglicht es, für jede Golferin den idealen Schläger zu bauen. Denn es geht nicht um Ausrüstung für Frauen oder Männer, sondern um die richtige Ausrüstung.

My Stealth bietet zahlreiche Optionen, die Schläger zu individualisieren
My Stealth bietet zahlreiche Optionen, die Schläger zu individualisieren

MySTEALTH – personalisierte Performance

Um den Golfern eine fortschrittliche Personalisierung des Stealth Plus Modells zu ermöglichen, können sie aus verschiedenen Optionen wählen. Und so das Aussehen und das Spielgefühl des Drivers an ihren persönlichen Stil anpassen:

  • Schlagflächenfarbe: Sechs Farboptionen, darunter Rot, Grün, Gelb, Blau, Orange und
    Grau
  • Gehäusefarbe: Zwei Farboptionen: Schwarz und Kreide (nur RH)
  • Crown Finish: Glänzend oder matt, mit oder ohne TaylorMade ’T-Logo‘
  • Farbe des Sohlenaufdrucks: Acht Farboptionen in Blau, Schwarz, Rot, Orange, Grün, Gold, Hellblau und Volt
  • Head Cover: Einfarbig oder bunt

Info: www.taylormadegolf.eu

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