10.05.2021 | 07:44

Nachgerückter Major-Sieger

Großer Sieg: Alex Cejka
Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Alex Cejka gewinnt sensationell ein Major-Turnier. Der Deutsche setzt sich im Stechen gegen Steve Stricker durch. Cejka war als Nachrücker ins Feld gerutscht.


Bekanntermaßen gilt der Montag für viele nicht als Everybody’s Darling unter den Wochentagen. Für Alex Cejka zählt dies eher nicht.  Zwei Mal konnte sich der Deutsche, der im vergangenen Dezember seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, bereits über die berüchtigten Monday Qualifier für die Turniere der PGA Tour Champions qualifizieren. Zwei Mal bewies er, dass er als Rookie auf der Tour der Legenden durchaus das Potential hat, oben mitzumischen.

Er beendete die Cologuard Classic auf dem 38. Rang. Mit Platz zwei bei der Chubb Classic bekam die Konkurrenz dann endgültig mit, dass Cejka, dem in seiner langen Laufbahn auf der PGA Tour ein Sieg gelungen war (Puerto Rico Open 2015), die Klasse hat, die Größen auf der Senioren-Tour herauszufordern. Allen voran natürlich Landsmann Bernhard Langer.

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Haas sagt ab, Cejka rückt nach

Trotz der vielversprechenden Leistungen auf der PGA Tour Champions reichte es bei der Regions Tradition in der vergangenen Woche nur für die Nachrückerliste. Am geliebten Montag stand aber fest, dass er bei seinem ersten Major-Turnier antreten wird. Jay Haas hatte seinen Start abgesagt.

Als erster Nachrücker gelang der ganz große Coup. Cejka gewann die Regions Tradition bei seinem erst dritten Start auf der PGA Tour Champions. Er besiegte den Titelverteidiger Steve Stricker mit einem Birdie am ersten Loch des Stechens.

Cejka gewinnt Major: Sieg im Stechen

Zuvor hatte er auf den abschließenden neun Löchern einen Rückstand von drei Schlägen in einen Vorsprung von zwei Schlägen verwandelt und eine 67 (-5 ) gespielt. Unter anderem durch drei Birdies in Folge auf den Bahnen zwölf bis 14.

Stricker, am Sonntag gemeinsam mit Cejka in der Gruppe unterwegs, kämpfte sich durch späte Birdies auf der 16 und 18 zurück in die geteilte Führung und erzwang mit einem starken Putt auf dem 72. Loch das Playoff. Erneut ging es auf die 18 des Greystone Golf & Country Club. Ein Par 5, auf dem Stricker in dieser Woche bislang drei Birdies sowie ein Eagle gelang, Cejka hingegen nur vier Pars.

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Auf dem ersten Extraloch fiel dann das erste Birdie der Woche für den Deutschen, während Stricker aus kurzer Distanz verfehlte. Es war der Moment, in dem Alex Cejka, der als Kind mit seinem Vater aus der damaligen Tschechoslowakei nach Deutschland geflohen war, zum Major-Sieger avancierte.

Die Folgen des Major-Siegs

„Es ist unglaublich. Ich kann es immer noch nicht glauben. Mir fehlen die Worte“, erklärte er unter Tränen. „Ich habe so hart gekämpft. Wir arbeiten so hart. Ich denke, jeder träumt davon, so einen Pokal zu gewinnen und ich habe es geschafft.“

Der Sieg in Birmingham, Alabama, spült 375.000 U.S.-Dollar in die Kassen des Deutschen. Und es kann gut sein, dass sich in Zukunft der Montag als ganz normaler Wochentag einreihen wird. Denn auf Nachrückerlisten oder bei Monday Qualifier-Turnieren wird man den 50-Jährigen so schnell nicht mehr sehen.

Zumindest nicht bis zum Ende der Saison 2022. Bis dahin hat er einen festen Platz auf der PGA Tour Champions.

Eines dürfte feststehen: Bernhard Langer (geteilter Sechster in dieser Woche), dessen Dominanz auf der Tour der Über-50-Jährigen seit Jahren anhält, hat nun einen ernstzunehmenden Konkurrenten aus dem eigenen Land.

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