Austragung erstmals in den Niederlanden ...
Bernardus Golf: Bühne des Solheim Cup 2026
Erstmal kommt der Solheim Cup mit der Austragung 2026 in die Niederlande. Vom 11. bis 13. September bereitet Bernardus Golf die Bühne für den großen Kontinentalvergleich der Damen …
Mit Bernardus Golf betritt der Solheim Cup 2026 vergleichsweise junges Terrain. Die Anlage in Cromvoirt öffnete erst 2018 ihre Tore und steht damit im Kontrast zu vielen traditionsreichen Schauplätzen, die das Duell zwischen Europa und den USA in der Vergangenheit geprägt haben.
Verantwortlich für das Design des Championship Courses zeichnet der renommierte US-Architekt Kyle Phillips. Zu seinem Portfolio gehören auch international bekannte Anlagen wie Kingsbarns Golf Links in Schottland oder Yas Links in Abu Dhabi.
Optisch und spielerisch orientiert sich Bernardus an klassischen Heathland-Plätzen. Offene Heidebereiche prägen das Bild, während zahlreiche Bunker und Wasserhindernisse die Spielbahnen strukturieren. Dazu kommen feste Fairways sowie abwechslungsreich modellierte Bereiche rund um die Grüns.
Wer hier erfolgreich sein will, benötigt deshalb mehr als Länge vom Tee. Die Wahl der richtigen Spiellinie, präzise Schläge ins Grün und ein gutes Gespür dafür, wann sich ein offensiver Angriff lohnt, könnten insbesondere im Matchplay den Unterschied ausmachen.
+++Zum Thema: Solheim Cup 2026: Team USA+++
Bernardus Golf: Bereits auf der großen Bühne

Obwohl Bernardus erst seit wenigen Jahren existiert, hat sich der Platz bereits als Turnieradresse etabliert. Zwischen 2021 und 2023 gastierte die DP World Tour dreimal auf dem niederländischen Championship Course.
Bei der Premiere 2021 setzte sich der Schwede Kristoffer Broberg durch, ein Jahr später triumphierte Victor Perez aus Frankreich. 2023 ging der Titel an den Spanier Pablo Larrazábal.
Auch ein deutscher Profi verbindet gute Erinnerungen mit Bernardus: Matti Schmid spielte sich 2021 bei seinem Auftritt auf der Anlage bis auf Rang zwei und musste sich am Ende lediglich Broberg geschlagen geben.
Damit hat der Gastgeber des Solheim Cup schon lange vor dem Duell zwischen Europa und den USA seine Qualitäten als internationale Turnierbühne unter Beweis gestellt.
Spannung bis zum letzten Grün
Bernardus bietet einige Spielbahnen, die wie geschaffen für die besondere Dynamik des Matchplays erscheinen. Das gilt vor allem für die entscheidenden Löcher der Runde. Auf der 15, einem 167 Meter langen Par 3, kommt das Wasser prominent ins Spiel und lässt nur wenig Raum für Fehler.
Direkt danach eröffnet das Par 5 der 16 ganz andere Möglichkeiten. Bei günstigem Wind können die Spielerinnen das Grün mit zwei Schlägen attackieren und sich eine Eagle-Chance erarbeiten. Der offensive Weg ist allerdings mit erheblichem Risiko verbunden, denn links des Grüns wartet erneut Wasser.
Die 17 verlangt auf einem anspruchsvollen Par 4 noch einmal einen präzisen Abschlag und einen kontrollierten Schlag ins Grün. Anschließend folgt eine Schlussbahn, auf der sich enge Matches entscheiden könnten.
Das 395 Meter lange Par 4 der 18 erwies sich bereits bei früheren Profiturnieren als härteste Aufgabe von Bernardus. Wasser auf der linken Seite und Bunker rechts begrenzen die Optionen vom Tee, während das vergleichsweise kleine Grün einen präzisen Annäherungsschlag verlangt. Wer hier am Sonntag noch einen Punkt für sein Team benötigt, dürfte vor einer anspruchsvollen taktischen Entscheidung stehen.
Dass auf Bernardus jedoch nicht erst auf den letzten Löchern offensives Golf gefragt ist, zeigt bereits der Auftakt. Die nur 343 Meter lange erste Bahn bietet den längsten Spielerinnen unter passenden Bedingungen sogar die Möglichkeit, das Par-4-Grün vom Abschlag anzugreifen. Damit kann die Matchplay-Taktik unmittelbar nach dem ersten Tee beginnen: Risiko oder Sicherheit, Birdie-Attacke oder kontrollierter Start.
Gerade diese unterschiedlichen Optionen machen Bernardus zu einer interessanten Bühne für den Solheim Cup.


