10.04.2019

„Du siehst nur Trouble“

Gemeinsame Proberunde am Vormittag: Bernhard Langer und Martin Kaymer
golftime
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Martin Kaymer spricht im Vorfeld des Masters Tournament über seine Geschichte in Augusta und den neuen Mann an der Tasche.


Aus Augusta berichten Oskar Brunnthaler und Thomas Fischbacher

Ein absolut gut aufgelegter Martin Kaymer, 34, stellte sich am Mittwoch Vormittag nach der 9 Löcher-Proberunde mit Bernhard Langer der Presse. Erster Kommentar: Augusta National gefalle ihm immer besser, die anfängliche Abneigung hat sich in freudige Erwartung auf das kommende Turnier gewandelt. Schließlich hat er bei seinen elf Starts fünf mal den Cut verpasst, sein bestes Ergebnis war ein 16. Rang vor zwei Jahren. Kaymer: „Es war schon frustrierend, hierher als Nummer eins zu kommen und dann nicht einmal den Cut zu schaffen.“
Kaymers klar erklärtes Ziel: „Ich möchte wieder dahin kommen, wo wir einmal waren.“ Wichtig: Kaymer hat die volle Tour-Karte nur noch dieses Jahr, muss also gute Ergebnisse einfahren, will er in der obersten Klasse mitreden können. Vorerst ist geplant, wieder unter die Top 100, dann unter die Top 50 zu kommen. Alles Schritt für Schritt. 

„Fühle mich fit…“

Zu seiner momentanen Form meint der Mettmanner: „Ich habe viel gespielt, vor allem das kurze Spiel forciert, ich fühle mich fit.“ Es sei ein „bisschen was zusammengelaufen“ in dieser Spielzeit. Seine Zuversicht beruht auch darauf, dass er in Augusta immer besser spiele, dass er wisse, dass er inzwischen auf fast jedem Loch bereits ein Birdie gespielt hat. Nach ein paar Jahren liest man den Platz ganz anders, es braucht einfach ein paar Jahre Erfahrung, bis man den Augusta National in den Griff bekommt. 
„Inzwischen macht der Platz mir unheimlich viel Spaß“, bekennt Kaymer, „es gibt einfach keine Ausreden mehr.“ So gehe er auch die Sache viel entspannter an als vor ein paar Jahren und es mache richtig Spaß, den Kurs zu spielen.“ Zu Beginn seiner Karriere hatte sich der Deutsche einschüchtern lassen von den Schauermärchen über die 18 Löcher des Augusta National. „Ich habe nur Trouble gesehen, als ich hier zum ersten Mal gespielt habe.“ Damals hatte Kaymer auch noch keine Draw-Kurve im Repertoire, die einem das Leben auf vielen Bahnen deutlich einfacher machen. 

Baker wird zur Dauerlösung

Hilfe bekommt Kaymer in Augusta wie in den vergangenen Monaten von James Baker. Der junge Caddie hatte die vereinbarte Probezeit bestanden, die bereits im vergangenen Jahr, nach der Trennung von Langzeit-Caddie Craig Connelly, begonnen hatte. „Es ist erstaunlich, wie schnell er sich an mein Spiel gewöhnt hat“, erklärt Kaymer, der vergangenes Jahr in Crans-Montana zum ersten Mal mit dem neuen Mann an der Tasche gespielt hatte. 
Baker, wohnhaft im Nordwesten Englands, hat sich zur Dauerlösung entwickelt. Dass der Engländer noch nicht über die ganz große Erfahrung verfügt, spielt für Kaymer keine Rolle. „Er hat Bock auf die Zusammenarbeit und dabei zu helfen, dass ich zurück zu alter Stärke finde.“ Baker war zuvor an der Tasche von Jamie Donaldson, Michael Hoey und Simon Dyson aktiv.
James Baker und Martin Kaymer bei der Turkish Airlines Open 2018
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