21.07.2017

Garcia wütet im Ginster

golftime
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Jetzt haben wir eine Open. Das Wetter zeigt sich von seiner britischen Seite, Henrik Stenson bekommt schlechte Nachrichten, Sergio Garcia verletzt sich bei einem Wutanfall und muss fast aufgeben. Tag zwei im Überblick.
Die Bedingungen:
Royal Birkdale zeigte am Freitag seine Zähne. Der Wind frischte auf und am Nachmittag goss es zwischenzeitlich wie aus Kübeln. Das Spiel musste kurze Zeit unterbrochen werden. Die Ergebnisse schnellten daher in die Höhe. Martin Kaymer hatte Glück mit seinen Startzeiten und kam trocken über die ersten beiden Runden. Durch seine 72 (+2) schob er sich im Tableau um über 30 Plätze nach oben und schaffte den Cut locker. Insgesamt schafften es nur acht Spieler unter Par.

Duell des Tages: Garcia versus Ginster
Auf dem vierten Loch verzog Sergio Garcia seinen Abschlag weit. Der Ball kam neben einem Gintserbusch zur Ruhe, der den Spanier beim Ausholen für den nächsten Schlag störte. Garcia schaffte es durch diese Behinderung nicht, seinen Ball auf dem Par 3 aufs Grün zu bugsieren, wurde wütend und schlug mit dem Schläger in den Busch. Dabei verletzte er sich an der Schulter. Der Physio musste kommen und Schmerztabletten verabreichen, dann konnte es für den temperamentvollen Spanier weitergehen. „Ich bin nicht gerade stolz auf diesen Zwischenfall. Zum Glück haben ein paar Schmerztabletten geholfen, über die Runde zu kommen“, erklärte er. „Ich hatte mir fast die British Open versaut.“ Seine Frustbewältigung: Ein Eagle auf Loch 5.

Zwischenfall des Tages:
Henrik Stenson bekam am Donnerstag nach seiner ersten Runde bei der Open Championship (69, -1) schlechte Nachrichten übermittelt. Das Haus, das der Schwede mit seiner Familie in der Nähe von Royal Birkdale gemietet hatte, wurde ausgeraubt. Einige persönloche Gegenstände sowie Kleidung wurden entwendet. „Diese Woche ist für mich sehr speziell. Es macht mir unglaublich viel Spaß, vor den tollen Zuschauern hier in Birkdale zu spielen. Ich versuche, dass mich dieser Vorfall nicht negativ beeinflusst. Ich bin sehr dankbar, dass meine Familie zur Zeit des Einbruchs nicht im Haus war“, so der Schwede in einem Statement.
Runde des Tages:
Zach Johnson ging früh in seine zweite Runde und entging so dem Regen. Der Amerikaner bewies an diesem Freitag, dass er ganz ordentlich Linksgolf spielen kann. Der Open-Sieger von 2015 notierte mit 66 Schlägen (-4) eine Tagesbestleistung und kletterte über 100 Positionen im Tableau.
Der Führende:
Jordan Spieth hatte zwar einige wacklige Schläge dabei und traf nicht viele Fairways und Grüns, kam aber immer wieder ohne größere Schäden davon. Der Amerikaner bestritt seine zweite Runde am verregneten Nachmittag, verteidigte aber seine Führung, teilweise mit spektakulären Schlägen. Spieth führt bei sechs unter Par zwei Schläge vor Matt Kuchar.
  • -6: Jordan Spieth
  • -4: Matt Kuchar
  • -3: Brooks Koepka, Ian Poulter
  • -2: Richie Ramsay
  • -1: Rory McIlroy, Gary Woodland, Austin Connelly, Richard Bland
  • +4: u.a. Martin Kaymer, Bernd Wiesberger
Prominenz, die den Cut verpasst:
Justin Thomas (+7), Patrick Reed (+8), Phil Mickelson (+10), Louis Oosthuizen (+12)
Schlag des Tages: Chris Wood
Auf einmal wurde es laut auf dem 18. Grün. Jubelschreie fegten über die Anlage. Der Grund: Chris Wood hatte seine Annäherung zum Eagle gelocht. Der Engländer, der zu diesem Zeitpunkt um den Cut bangen musste, schaffte es durch den Zauberschlag bei insgesamt +3 sicher ins Wochenende.

Schmunzler des Tages:
Keine Angst, kein russischer Hackerangriff. Dass Russland vom Golfchannel zwischenzeitlich als Golf-Großmacht präsentiert wurde, lag letztlich nur an einem Buchstabendreher. (RUS statt RSA)

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