31.08.2026 | 09:50

TOUR Championship 2026: Scottie Scheffler gewinnt FedEx Cup

Scottie Scheffler gewinnt die TOUR Championship 2026 und gleichzeitig den FedExCup (Foto: picture-alliance)
Golftimer
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Scottie Scheffler gewinnt die TOUR Championship 2026 und zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren den FedEx Cup. Der Weltranglistenerste dreht in East Lake einen Drei-Schläge-Rückstand, fängt Viktor Hovland mit einer 66 noch ab und setzt damit den Schlusspunkt unter eine Saison, die weniger dominant als in den Vorjahren verlief. Und am Ende doch wieder seinen Namen trägt …


Scottie Scheffler hat es wieder getan. Der 30-Jährige gewann die Tour Championship im East Lake Golf Club in Atlanta und sicherte sich damit zum zweiten Mal nach 2024 den FedEx Cup.

Dabei ging der Texaner mit drei Schlägen Rückstand auf Viktor Hovland in die Finalrunde. Doch während die Spitze mit den schwieriger gewordenen Bedingungen kämpfte, lieferte Scheffler genau dann seine beste Leistung ab, als es darauf ankam.

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Eine 66, vier unter Par, war geteilt die beste Runde des Tages. Noch bemerkenswerter: Scheffler war der einzige Spieler aus den letzten drei Flights, der überhaupt unter Par blieb. Mit insgesamt 16 unter Par (264 Schläge) setzte er sich schließlich drei Schläge vor Hovland durch.

Der Norweger, FedEx-Cup-Champion von 2023, fand am Sonntag zu selten die Fairways und musste sich mit einer 72 begnügen. Bei 13 unter Par blieb ihm Rang zwei. Ryan Gerard, der mit nur einem Schlag Rückstand auf Hovland in den Sonntag gegangen war, spielte ebenfalls eine 72 und wurde bei zwölf unter Par Dritter.

Titelverteidiger Tommy Fleetwood verabschiedete sich mit einer 67 und teilte bei zehn unter Par Rang elf.

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Scottie Scheffler bei der TOUR Championship 2026: Beinahe das Ass

Scottie Scheffler machte bei der TOUR Championship 2026 früh deutlich, dass er die Jagd auf Hovland aufnehmen würde. Am langen Par 3 der zweiten Bahn fehlten nur wenige Zentimeter zum Hole-in-one. Der Ball blieb unmittelbar neben dem Loch liegen – ein früher Fingerzeig für das, was an diesem Sonntag folgen sollte.

Viktor Hovland (Foto: picture-alliance)
Viktor Hovland (Foto: picture-alliance)

East Lake präsentierte sich im Finale deutlich anspruchsvoller als an den drei Tagen zuvor. Der Rundenschnitt stieg auf 70,067 Schläge. Scheffler ließ sich davon kaum beeindrucken.

„Von hinten zu kommen und das Turnier noch zu gewinnen, ist ein wirklich besonderes Gefühl“, sagte der Weltranglistenerste nach seinem 22. Sieg auf der PGA Tour.

Hovland musste die Überlegenheit seines Konkurrenten anerkennen: Scheffler sei immer dann zur Stelle, wenn es darauf ankomme. Genau deshalb habe er bereits so viele Turniere gewonnen.

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Zwei Siege in 14 Tagen

Schefflers Saison war ungewöhnlich – zumindest gemessen an seinen eigenen Maßstäben. Anders als in den Jahren zuvor dominierte er nicht über Monate hinweg. Immer wieder musste er sich nach schwächeren Starts zurückkämpfen und mehrfach mit zweiten oder dritten Plätzen zufriedengeben.

Scottie Scheffler gewinnt die FedEx St. Jude Championship 2026 (Foto: picture-alliance)
Scottie Scheffler gewinnt die FedEx St. Jude Championship 2026 (Foto: picture-alliance)

Doch zum Saisonende war der Weltranglistenerste wieder der Maßstab.

Seine Bilanz bei den drei FedEx-Cup-Playoff-Turnieren: Sieg, T12, Sieg. Besonders bemerkenswert war dabei der zwölfte Rang bei der BMW Championship, bei der Scheffler trotz der schmerzhaften Auswirkungen einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit antrat.

Am Ende stehen für 2026 drei Siege, acht Top-2-Resultate und 13 Top-5-Platzierungen zu Buche. Bei 20 Starts landete Scheffler lediglich einmal außerhalb der Top 25 – beim Genesis Scottish Open, wo er den Cut verpasste.

Damit dürfte er auch als Favorit auf seinen fünften Jack Nicklaus Award in Folge als PGA Tour Player of the Year gelten.

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Scottie Scheffler und die Konstanz des Besten

Es ist vor allem diese Konstanz, die Scheffler von seinen Konkurrenten unterscheidet. Selbst wenn sein Spiel nicht funktioniert, gibt er kaum eine Runde verloren. Eine Eigenschaft, die er nach eigener Aussage bereits früh in seiner Karriere bei gemeinsamen Runden mit Tiger Woods beobachtet hat.

„Ich bin stolz darauf, wie ich mich immer wieder zurückgekämpft habe“, erklärte Scheffler. Selbst nach schwachen Starts habe er sich Chancen auf gute Platzierungen und Siege erarbeitet. „Die gesamte Saison war ein großer Kampf.“

Gerade darin liegt die Parallele zu Woods. Nicht allein die spielerische Qualität oder die Statistiken erinnern an den 15-maligen Major-Champion, sondern die Konsequenz, mit der Scheffler um jeden einzelnen Schlag kämpft.

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In prominenter Gesellschaft

Mit seinem zweiten FedEx-Cup-Titel gehört Scheffler nun zu einem kleinen Kreis. Neben ihm konnte auch Tiger Woods die Saisonwertung zweimal gewinnen. Rekordhalter bleibt Rory McIlroy mit drei Erfolgen.

Dann schließlich der nächste (richtig) große Geldregen bei der TOUR Championship, Ende August: Rory gewinnt zum dritten Mal in seiner Karriere den FedEx Cup auf der PGA Tour und dabei insgesamt 18 Millionen U.S.-Dollar Preisgeld ...
Dann schließlich der nächste (richtig) große Geldregen bei der TOUR Championship, Ende August: Rory gewinnt zum dritten Mal in seiner Karriere den FedEx Cup auf der PGA Tour und dabei insgesamt 18 Millionen U.S.-Dollar Preisgeld …

Scheffler führte zudem in jedem der vergangenen fünf Jahre die FedEx-Cup-Punktewertung an – häufiger in Folge als jeder andere Spieler seit Einführung der Playoffs.

Auch finanziell erreichte der Texaner eine neue Dimension. Bereits als Führender der FedEx-Cup-Wertung nach der BMW Championship hatte er sich einen Bonus von 23 Millionen US-Dollar gesichert. Der Triumph bei der Tour Championship brachte weitere zehn Millionen Dollar.

Damit stiegen Schefflers offizielle Karriereeinnahmen auf mehr als 130 Millionen Dollar. Er überholte Tiger Woods und setzte sich an die Spitze der ewigen Preisgeldliste der PGA Tour – wobei die deutlich gestiegenen Preisgelder der vergangenen Jahre einen direkten Vergleich zwischen den Generationen relativieren.

Woods selbst gratulierte seinem Nachfolger an der Spitze. Drei Siege, fünf zweite Plätze und die Saison als Nummer eins beendet – das seien Zahlen, auf die Scheffler stolz sein könne.

22 Siege – und kein Nachlassen

Mit nun 22 PGA-Tour-Siegen liegt Scheffler in der ewigen Bestenliste gleichauf mit Ray Floyd, Jim Barnes und Johnny Farrell. Gleichzeitig hat er in fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten jeweils mindestens zwei Turniere gewonnen.

Und dennoch war 2026 wohl eine der frustrierenderen Saisons seiner Profikarriere. Schefflers hoher Anspruch an sich selbst war immer wieder sichtbar. Verpasste Chancen, falsche Breaks auf den Grüns oder nicht perfekt ausgeführte Schläge sorgten gelegentlich für emotionale Reaktionen.

„Ich stelle sehr hohe Ansprüche an mich selbst. Das kann manchmal gut und manchmal schlecht sein“, sagte Scheffler. Golf sei ein schwieriges Spiel, Siege auf diesem Niveau seien alles andere als selbstverständlich. Gerade zweite Plätze seien deshalb besonders schmerzhaft.

Das Gefühl nach einem Sieg sei ein völlig anderes.

Kampf im East Lake Golf Club bis zum letzten Schlag

Vielleicht beschreibt genau das Schefflers Saison 2026 am besten. Sie war nicht so dominant wie einige seiner vorherigen Jahre. Sie brachte Rückschläge, verpasste Chancen und ungewöhnlich viele Momente, in denen der Weltranglistenerste kämpfen musste. Doch er kämpfte. Bis zur letzten Runde. Bis zum letzten Putt. Und am Ende steht wieder Scottie Scheffler ganz oben.

„Ich nehme keine Turniere und keine Runden frei“, sagte er. Wenn seine Karriere eines Tages vorbei sei, wolle er sich sagen können, alles versucht zu haben, um sein bestes Golf zu spielen.

Nach diesem Finale in East Lake braucht es dafür tatsächlich keine weitere Erklärung.

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