04.08.2017

Weißes Haus „echte Bruchbude“

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Washington DC, USA – US-Präsident Donald Trump soll Mitgliedern des Trump National Golf Clubs in New Jersey verraten haben, warum es ihn so oft auf eine seiner Golfanlagen zieht.  


Seit Beginn seiner Amtszeit im Oval Office begleiten den 71-jährigen 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika die Fragen, warum er so oft Golf spielt und aus welchem Grund er, wann immer es ihm möglich ist, das Weiße Haus an Wochenenden meidet. Bei seinem letzten Aufenthalt in seinem Resort in New Jersey – übrigens sein vierter Wochenendbesuch seit seiner Vereidigung – soll Trump vor Mitgliedern des Clubs erklärt haben, dass das Weiße Haus eine „echte Bruchbude“ sei. Das sei  auch der Grund dafür, warum er so viel Golf spiele. 
13 von 28 Wochenenden in Golfresorts
In der Tat, so berichten diverse US-Medien übereinstimmend, hat Donald Trump bisher 13 von 28 Wochenenden seit seinem Amtsantritt nicht im Weißen Haus verbracht. Er fuhr fast immer in seine Golfclubs Mar-a-Lago in Florida oder eben nach Bedminster in New Jersey, wo er neben einer Golfanlage auch einen herrschaftlichen Landsitz sein Eigen nennt. New Jersey bezeichnete er schon des öfteren als „Summer White House“. Das im sonnigen Florida gelegene Mar-a-Lago als „Winter White House“. Trumps Ausflüge im ersten halben Jahr seiner Präsidentschaft kosteten den amerikanischen Steuerzahler bisher satte 29 Millionen Dollar. 
Fake News?
Besondere Brisanz erhält diese Tatsache dadurch, dass er seinen Vorgänger Barack Obama im Wahlkampf noch vehement, wiederholt und öffentlich aufgrund dessen Leidenschaft für Golf und den ein oder anderen Besuch auf Golfplätzen kritisiert hatte. Zudem hatte Donald Trump noch im Mai gegenüber dem „Time“-Magazin verkündet, „man müsse der richtige Typ dafür [das Weiße Haus] sein. Die Menschen haben keine Ahnung von der Schönheit des Weißen Hauses“. Speziell die Küche sei „schön“, die Telefonanlage „wunderbar“ und die historische Einrichtung „unglaublich“. 
„Großes altes Haus, das im Winter etwas zugig ist“
Barack Obama, der den Charme des Weißen Hauses liebte, offenbarte in seinem Buch „Hoffnung wagen“ aber ebenfalls unbekannte Einblicke über den Sitz der amerikanischen Präsidenten aus dem Jahre 1800. „Das Innere des Weißen Hauses ist nicht strahlend, wie man es durch Filme vielleicht erwartet. Man muss es sich als großes altes Haus vorstellen, das im Winter etwas zugig ist.“ 
Donald Trump folgt am heutigen Freitag (04.08.) der Tradition aller US-Präsidenten und tritt seinen Sommerurlaub an. Laut „ABC News“ wird Trump 17 Tage auf seinem Landsitz in Bedminster New Jersey verbringen. Im Wahlkampf war seine Parole eine andere gewesen: Urlaub möge er nicht und werde er nie machen. 
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