08.07.2026 | 11:17

Bernhard Langer im Fun Talk

Bernhard Langer im Fun Talk mit Oskar Brunnthaler
Oskar Brunnthaler
Oskar Brunnthaler

Bernhard Langer im Fun Talk über Vorbilder, best Buddies auf der Tour und Entscheidungen, die sein Leben nachhaltig geprägt haben.


Mit seiner Disziplin, akribischen Vorbereitung und mentalen Stärke wurde Bernhard Langer zum Vorbild einer ganzen Generation.

Der zweimalige Masters- Champion (1985, 1993) prägte über Jahrzehnte den internationalen Golfsport – zunächst auf der European Tour, später auf der PGA Tour und anschließend vor allem auf der Champions Tour, wo er zahlreiche Rekorde aufstellte.

Anzeige
Dolomitengolf 2026 https://www.dolomitengolf-resort.com/?utm_source=golftime&utm_medium=display&utm_campaign=golfurlaub_oesterreich&utm_content=banner

Als langjähriges Mitglied und späterer, siegreicher Kapitän des europäischen Ryder-Cup-Teams schrieb er darüber hinaus auch im Teamwettbewerb Geschichte.

Und selbst noch im Seniorenalter gewinnt der 68-Jährige weiterhin Turniere und beweist, dass Klasse, Präzision und Konstanz zeitlos sind.

Wir haben Bernhard Langer im Rahmen des MercedesTrophy Deutschland Finales 2025 im Öschberghof zum Fun Talk gebeten …

Fun Talk: GT-Chefredakteur Oskar Brunnthaler mit Bernhard Langer
Fun Talk: GT-Chefredakteur Oskar Brunnthaler mit Bernhard Langer

+++ Auch interessant: Chris Gotterup holt fünften Titel bei der John Deere Classic +++

Bernhard Langer im Fun Talk

Tiger Woods oder Jack Nicklaus?

Das ist extrem schwierig. In seiner absoluten Hochform, ohne Verletzungen und körperliche Probleme, würde ich Tiger Woods wählen.

Deine Top-3-Golfer alles Zeiten?

Tiger Woods, Jack Nicklaus – und Ben Hogan. Ich habe Hogan leider nie spielen sehen, aber alles, was man hört, spricht für ihn.

Dein Lieblingsschläger im Bag?

Habe ich nicht. Wenn man einen Lieblingsschläger hat, hat man automatisch auch einen, den man weniger mag. Das will ich vermeiden.

Was war dein emotionalster Moment auf dem Golfplatz?

Der Ryder Cup 1991. Vor allem dieser eine Putt, etwa zwei Meter, den ich vorbeigeschoben habe.

Und dein emotionalster Moment abseits des Golfplatzes?

Zwei Dinge: Meine Hochzeit – und der Moment, als ich Christ geworden bin. Beides hat mein Leben grundlegend geprägt.

Welcher Deiner Siege bedeutet Dir am meisten?

Das sind ganz klar die beiden Masters- Siege. Der zweite vielleicht sogar mehr als der erste, weil er am Ostersonntag passierte und ich zu diesem Zeitpunkt bereits Christ war. Das hatte für mich eine ganz besondere Bedeutung.

Bernhard Langer nach seinem Masters-Sieg 1993 (Foto: picture-alliance)
Bernhard Langer nach seinem Masters-Sieg 1993 (Foto: picture-alliance)

+++ Auch interessant: Der Lärchenhof: Feste feiern in Tirol +++

Ein Schlag in deiner Karriere, auf den du besonders stolz bist?

Der sogenannte „Baumschlag“ 1981 in Fulford bei York. Der war damals sehr ungewöhnlich.

Gibt es einen Schlag, den du gerne noch einmal spielen würdest?

Den verpassten Putt bei der British Open 1985 in Sandwich (Royal St. George‘s/England, Anm. d. Red.). Ich lag in Führung, habe aber gleich am ersten Loch einen kurzen Putt verschoben und wurde am Ende Zweiter. Diese Open hätte ich sehr gerne gewonnen.

Was wärst du wahrscheinlich geworden, wenn nicht Golfpro?

Ich war schon immer sehr sportbegeistert. Vielleicht wäre ich etwas anderes im Sport geworden. Aber ich war von klein auf so fokussiert auf Golf, dass ich mir schwer etwas anderes vorstellen kann.

Dein „Best Buddy“ auf der Tour?

Larry Mize oder Tom Lehman – viele aus dem Umfeld der Bibelkreise auf der Tour. Diese Verbindungen halten bis heute.

Bernhard Langer und Larry Mize bei einer Proberunde im Jahr 2020 in Augusta (Foto: picture-alliance)
Bernhard Langer und Larry Mize bei einer Proberunde im Jahr 2020 in Augusta (Foto: picture-alliance)

Was ist deine größte Stärke auf dem Platz?

Konstanz – über Jahrzehnte hinweg. Es gibt nur sehr wenige Spieler, die so lange auf diesem Niveau mithalten konnten.

+++ Auch interessant: Lorena Ochoa: Was macht die eigentlich heute? +++

Gibt es Schwächen bzw. woran arbeitest du am meisten?

Am kurzen Spiel: Putten, Chippen, Pitchen. Wenn die Putts fallen, kommt automatisch mehr Vertrauen ins gesamte Spiel.

Dein Lieblingsplatz?

Augusta oder Pebble Beach.

Dein Lieblingsgericht?

Eigentlich Fisch – aber Sauerbraten ist etwas Besonderes, den gibt es nur ein- oder zweimal im Jahr.

Deine Lieblingsfarbe?

Schwarz.

Dein Lieblingsauto?

Mein Mercedes-Benz.

Das beste am Leben als Tourpro?

Die besten Plätze der Welt in perfektem Zustand zu spielen. Darüber hinaus sieht man viele Länder, Städte und Kulturen.

Gleichzeitig ist genau das auch die Kehrseite: ständiges Reisen, Flüge, Verspätungen, verlorenes Gepäck. Das zehrt über die Jahre.

+++ Auch interessant: Mittelböhmen: Königlich Golfen +++

Würdest du deinen Kindern das Leben als Golfprofi empfehlen?

Alle spielen Golf und haben Spaß daran. Meine jüngste Tochter hat vier Jahre College-Golf gespielt. Sie hat auch überlegt, es professionell zu versuchen, aber wir haben viel darüber gesprochen.

Ich bin froh, dass sie sich dagegen entschieden hat. Profigolf ist kein einfacher Beruf – vor allem dann nicht, wenn man nicht zur absoluten Spitze gehört.

Anhausen oder Boca Raton?

Boca Raton. Ganzjährig tolles Wetter, Strand, Golf – und einfach mehr Möglichkeiten.

Ein Tipp für unsere Leser?

Achtet auf die Grundlagen. Beim Golfschwung ist der Griff das Allerwichtigste, denn darüber kontrolliert man das Schlägerblatt.

Nur, wer über gute Grundlagen verfügt, kann auch einen guten Schwung entwickeln. Ohne solides Fundament wird es ansonsten sehr schwer.

Anzeige
Jucad 2026 https://www.jucad.de/?utm_source=Golftime&utm_medium=Website_Banner&utm_campaign=Image&utm_id=JuCad

Weitere Artikel

More Info
Anzeige
Charles Tyrwhitt 2026 https://www.charlestyrwhitt.com/de/home/?src=degtld