People-Check: Chip Beck ("Mr. 59")
Chip Beck: Was macht der eigentlich heute?
Chip Beck hat den Spitznamen, den sich jeder Golfer wünscht: „Mr. 59“! Der Mann, der als einer der ganz wenigen Profis auf der PGA Tour eine 59 schoss – und nach Al Geiberger erst der zweite in der Geschichte.
Doch was macht Charles Henry Beck, der seit seiner Kindheit „Chip“ gerufen wird, und in den 1980er- und 1990er-Jahren für Tour-Furore sorgte, eigentlich heute?
Beck wurde 1956 in Fayetteville, North Carolina, geboren, spielte College-Golf an der University of Georgia, wurde 1978 Profi und gehört zu den auffälligeren Namen jener Ära.
Vier PGA-Tour-Siege, zahlreiche Top-Platzierungen bei Majors (unter anderem Masters-Vize 1993 hinter Bernhard Langer) und drei Ryder-Cup-Nominierungen (1989, 1991 und 1993).
Und natürlich die berühmte 59er-Runde beim Las Vegas Invitational 1991, die ihm seinen Spitznamen einbrachte.

In den späten 1990ern geriet Becks Karriere jedoch ins Stocken. Er verpasste viele Cuts und zog sich zeitweise aus dem Touralltag zurück. Zwischenzeitlich arbeitete er unter anderem im Versicherungsbereich als Berater und Kundenbetreuer. Er kümmerte sich um Versicherungsverträge, Finanzplanung und Risikoberatung für Privat- und Geschäftskunden.
Diese Phase brachte ihm wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen, Organisation und Verantwortung abseits des Golfplatzes. Beck selbst beschreibt diese Zeit als wichtige Lernphase, die ihm half, sich persönlich weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu gewinnen.
+++ Zum Thema: Steve Elkington: Was macht der eigentlich heute? +++
Chip Beck: Rückkehr zum Golfsport
Später kehrte Beck wieder zum Golfsport zurück – zunächst auf der Champions Tour und schließlich als Golflehrer und Botschafter. Heute lebt Chip Beck mit seiner Frau Karen und ihren Kindern in Lake Forest, Illinois.
Er bietet Online Golfunterricht über seine Plattform „Chip Beck 59“ an, wo er persönliche Coaching-Dienste, Videoanalysen und Gruppenunterricht über Zoom bereitstellt.
Sein Ansatz betont Positivität und die Nutzung moderner Technologie, um Golfern zu helfen, ihr Spiel zu verbessern.
Neben dem Coaching bleibt Beck auch als Redner und gelegentlicher Mediengast aktiv. Er nimmt an Podien teil, moderiert Reisen und Charity-Events und ist immer wieder für Veranstaltungen buchbar.
Chip Beck hat sich vom Tour-Aushängeschild zum Golfmentor gewandelt — zu jemandem, den Anekdoten aus großen Tagen umranken, während er seine Zeit und Energie dafür nutzt, Golf für andere besser und positiver zu gestalten.

