30.01.2019

Screen Golf versus Field Golf

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Technische „Innovationen“ sprießen auf dem Golfmarkt aus dem Boden. Einige Unternehmen haben es geschafft, Zeichen zu setzen.


von Thomas Fischbacher

Der schwedische Unternehmer Daniel Forsgren entwickelte 2006 ein System, das den Ball bei TV-Übertragungen der Profi-Touren erfassen konnte und dessen Flugkurve grafisch darstellte. Mittlerweile gehört diese Technologie zum festen Bestandteil. Hoher Draw, Schnapp-Hook oder flacher Stinger – was der Zuseher früher nur erahnen konnte, wird klar und deutlich. Profi-Golf wurde dadurch greifbarer. 2016 kaufte der Entertainment-Riese TopGolf das Unternehmen. 
Toptracer Range will diese Innovation auf die Driving Range bringen. Die Spieler können jeden Schlag analysieren, um das Beste aus den Trainingseinheiten herauszuholen. Neben der grafischen Darstellung des Schlages werden auch Daten wie Entfernung (Carry und Total), Ballgeschwindigkeit, Flughöhe, Abflugwinkel und viele mehr angezeigt. Darüber hinaus steht der soziale Aspekt im Fokus: In diversen Formaten kann man gegen Kollegen, Freunde oder Familie antreten. Oder eine Runde in Pebble Beach auf dem Simulator spielen.
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Mehr Umsatz für Betreiber
Es entstand ein Boom. In 16 Ländern gibt es mittlerweile Anlagen. Seit Anfang 2018 hat sich die Anzahl fast verdoppelt. Studien belegen, dass Bays, die auf diese Technologie setzen, bisweilen doppelt so viel Umsatz für die Betreiber generieren, wie traditionelle Abschlagsplätze. Wer einmal auf der Range Pebble Beach gespielt hat, dem wird es schwerfallen, beim nächsten Mal auf das digitale Feedback zu verzichten. 
Der Trend „Screen Golf“ verbreitet sich immer weiter. In Südkorea werden mittlerweile mehr Runden in Simulatoren gespielt als auf dem Golfplatz. Dort hat der Simulator-Riese Golfzon mehr als 5.500 Anlagen installiert. Screen Golf schlägt dort Field Golf. 

Golf-Deutschland springt langsam auf

In Golf-Deutschland steckt der Trend noch in den Kinderschuhen. Mitte März soll im Golf City Pulheim die erste deutsche Spielstätte mit Toptracer-Technologie ausgestattet werden. Auch die stadtnahe Golf Lounge in Hamburg machte im vergangenen Jahr einen Schritt in diese Richtung und setzt auf Bowling-Atmosphäre und Radar-Technologie.
Topgolf, Toptracer, Golfzon – weltweit entsteht ein Boom, ein Spin-Off des traditionellen Sports mit frischem, digitalen Anstrich. Die Frage ist: Ist Golf-Deutschland bereit für diese neue Erlebnis?
Pebble Beach kann auf dem Simulator in nur einer Stunde gespielt werden
Die Radartechnologie liefert alle Details zum Ballflug
Diverse Spielformen stehen zur Auswahl
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