18.08.2021 | 12:49

Sophia, wohin man blickt

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Sophia Popov erlebt bei der Women’s Open in Carnoustie, was es bedeutet, einen Major-Titel zu verteidigen. Die Deutsche berichtet über ihre Vorfreude auf den Solheim Cup.


Vor einem Jahr hat Sophia Popov als erste Deutsche einen Major-Titel gewonnen. Nun kehrt sie zurück zum Major-Turnier, das ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. “Wirklich überall” sehe sie ihre emotionalen Bilder aus Royal Troon an den Wänden auf dem Gelände von Carnoustie, dem diesjährigen Austragungsort der Women’s Open. Dazu ist ein Parkplatz in erster Reihe sowie einen Spind in Bestlage für die Titelverteidigerin reserviert. Sogar ein fast 60-minütiger Film wurde über diese besonderen Tage gedreht.

Ein Jahr nach dem großen Triumph steht in Popov eine Akteurin im Feld, die als beste Europäerin in der Weltrangliste beim anstehenden Solheim Cup trotz Rookie-Statuseine Führungsrolle im europäischen Team übernehmen soll. Popovs Welt hat sich verändert seit August 2020, als die Nummer 304 im Damengolf ihren großen Durchbruch gefeiert hat.

Popov, 28, will in dieser Woche natürlich nicht nur das Rampenlicht der Titelverteidigerin genießen, sondern erneut auch auf dem Platz für Aufsehen sorgen. Trotz der zuletzt intensiven Turnierphase inklusive strapaziöser Reisen.

Kontakt zu Team-Kapitänin Catriona Matthew

“Die vergangenen sechs, sieben Wochen auf dem Golfplatz haben sich ein wenig nach einer Achterbahn angefühlt”, erklärte sie in der Pressekonferenz vor dem Turnier. “Auch weil es sehr anstrengend war mit all den Reisen, die wir hinter uns haben. Ich glaube, ich habe mich wirklich bemüht, einfach im Moment zu bleiben, Loch für Loch und Schlag für Schlag zu spielen und nicht zu sehr an die Zukunft zu denken.”

Die nähere Zukunft hält ein weitere Highlight für Popov bereit: die Teilnahme am Solheim Cup Anfang September in Colorado. Kontakt bestehe zu Team-Kapitänin Catriona Matthew, verriet Popov, ohne allerdings auf Details einzugehen. “Ich denke, dass ich in dieser Woche sehr nervös sein werde. So viele Spielerinnen haben mir gute Ratschläge gegeben. Momentan fühle ich mich entspannt, wenn ich an den Solheim Cup denke, aber das könnte sich ändern, wenn ich dann zum ersten Abschlag komme.”

Women’s Open: Acht Deutsche im Feld

Ob Popov beim Kontinentalvergleich auf deutsche Team-Partnerinnen trifft, steht noch nicht fest. Caroline Masson, Olivia Cowan oder auch Esther Henseleit kommen als Kandidaten in Frage. Bei der Women’s Open bekommt Popov hingegen gleich von sieben Spielerinnen aus Deutschland Gesellschaft.

Neben Masson, Cowan, Henseleit und Popov gehen Laura Fünfstück, Karolin Lampert, Leonie Harm und Top-Amateurin Aline Krauter ins Rennen um einen der bedeutendsten Titel im Damengolf. In einem Feld, das die besten Spielerinnen der Welt beinhaltet. Und erstere sechs spielen auch noch um die Siegprämie von stolzen 675.000 U.S.-Dollar.

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