Sorgenkind Wasser im Golfsport. Auch wenn das Problem unter anderem in den USA besonders drastisch ist, so müssen wir uns überall die Frage stellen, wie wir den Wasserverbrauch auf den Golfplätzen reduzieren können.
Sehr drastisch wurde mir das Problem vor wenigen Tagen entlang der kalifornischen Straßen, auf unübersehbaren Schildern, ins Gedächtnis gerufen: „pray for rain“ hieß es da neben schier endlosen Gemüse und Obstfeldern.
Und das in einem Land, in dem der Präsident quasi über Nacht den Klimawandel abgeschafft hat.
Die amerikanischen Golfplätze haben in den letzten zehn Jahren ihren Wasserverbrauch laut den jährlichen Umfragen deutlich reduziert.
Sie waren aber auch mit enorm hohen Mengen gestartet, die in Deutschland so nie erreicht wurden.
Aber jetzt einfach nur die Beregnung weniger lang laufen zu lassen, ist keine Lösung. Viel mehr müssen wir alle verfügbaren Stellschrauben auf jeder Anlage spezifisch ausfindig machen.
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Darüber hinaus müssen mit Bedacht damit beginnen, jede einzelne zu drehen.

Wir müssen uns die Frage stellen, wo wir Prioritäten setzen. Welche Flächen sind unverzichtbar, welche können wir vielleicht ganz aus dem Programm nehmen?
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Sorgenkind Wasser im Golfsport: Wo setzen wir an?
Passen wir unseren Mährhythmus und die Schnitthöhen an die aktuelle Witterung an? Sind unsere Schneideinheiten scharf? Stumpfe Messer erzeugen einen faserigen Schnitt, der dann zu mehr Wasserverbrauch und Stress für die Pflanzen führt.
Wann haben wir zum letzten Mal die Wasserverteilung unserer Beregnungsanlage getestet? Ist sie überhaupt den heute an sie gestellten Anforderungen gewachsen
Sind die Wurfkreise und -winkel der Regner korrekt eingestellt? Nehmen wir uns Werte von Feuchtemessgeräten oder Wetterprognosen zu Hilfe?
Haben wir uns schon mit neuen, mehr trockenheitsverträglichen Rasenarten bzw. -sorten beschäftigt?
Um es bildhaft zu beschreiben: Eine Windschutzscheibe für den Blick nach vorne ist allemal größer als der Rückspiegel!
Ihr
Hubert Kleiner
Past-Präsident des Greenkeeper Verband Deutschland e.V.


