04.10.2021 | 13:35

Die korrekte Ballposition

BelowPar
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Egal welchen Schläger wir in der Hand halten, der Ball liegt immer etwas mehr als einen Schlägerkopf von der Innenseite des linken Fußes entfernt. BelowPar über die korrekte Ballposition.


Der Golfschwung ist eine Bewegungskette. Klingt nach einer dieser Weisheiten, für die man einen Fünfer ins Phrasenschwein werfen muss. Und doch haben viel zu wenige Golfer die Philosophie hinter diesem Satz verinnerlicht.

Erst neulich standen wir mit einer Bekannten auf der Driving Range, die das Rentenalter bereits um einige Jahre überschritt. Bälle, die das mittlerweile ziemlich ausgebeulte 100-Meter-Schild übertrafen, waren deshalb eine Seltenheit.

Die meisten ihrer Bälle an diesem sonnigen Nachmittag schossen flach über den Boden und hatten mit dem Sweetspot wenig zu tun. Sie war der Meinung, sie müsse etwas an ihrem Abschwung verändern. Wenn sie ihre Hüfte doch nur ein bisschen mehr drehen könnte, so die Vermutung, würde der Schläger besser an den Ball kommen — und die Bälle in der Folge wieder mehr fliegen, als rollen. Wie exakt sie „besser an den Ball kommen“ definierte, hat sie uns allerdings nicht verraten.

Wir schauten uns zwei, drei ihrer Bälle an und unterbrachen ihr Kopfschütteln und Meckern schließlich mit: „Dein Ball liegt zu weit links. Leg’ Deinen Ball weiter in die Mitte.“ Der nächste Ball flog. Der Ball danach flog. Und auch der Ball danach flog wieder.

Erst die Basics, dann die Technik

Sie dachte, ihr Schwung wäre das Problem. Und nur eine Änderung — egal wie diese aussieht — kann die getoppten Bälle wieder in eine schöne Flugkurve verwandeln. Das eigentliche Hindernis war nicht nur viel offensichtlicher, sondern auch viel einfacher zu beheben. Denn wer den Ball als Rechtshänder mit einem mittleren Eisen zu weit vom linken Fuß spielt, sorgt dafür, dass sich der Schläger wieder in der Aufwärtsbewegung befindet, wenn er den Ball trifft.

Liegt der Ball dagegen mittig oder leicht links der Mitte, trifft der Schläger in der Abwärtsbewegung auf den Ball. Der Loft macht seinen Job, der Ball fliegt. Klar — es kann Spaß machen, am eigenen Schwung herumzubasteln. Doch dieses „Basteln“ braucht einen Zweck. Und macht nur dann Sinn, wenn die Basics sitzen. Wer den Schwung verändert, wenn eigentlich nur die Ballposition nicht stimmt, kumuliert ein Problem mit dem anderen.

Doch wie überprüft man die eigene Ballposition, wenn man keinen Spiegel oder einen Trainer gegenüber hat? In einem E-Mail Austausch mit BelowPar Leser Wolfgang, sind wir auf eine Methode gestoßen, die sehr einfach umzusetzen ist und vielleicht auch Ihnen hilft.

Die Idee dahinter ist simpel:

Egal welchen Schläger wir in der Hand halten, der Ball liegt immer etwas mehr als einen Schlägerkopf von der Innenseite des linken Fußes entfernt. Was sich verändert, ist lediglich die Position des rechten Fußes — oder des linken, wenn Sie den Schläger linksrum schwingen.

Ballposition bei einem Eisen 7
Ballposition bei einem Eisen 7

Nehmen wir mit einem Wedge oder einem mittleren Eisen einen etwas mehr als Schulter-breiten Stand ein, liegt unser Ball automatisch mittig im Stand. 

Je länger der Schläger, desto weiter links im Stand sollte unser Ball platziert werden. Und desto mehr Stabilität brauchen wir während der Bewegung.

Wandern Sie mit Ihrem rechten Fuß weiter nach rechts während Sie auch hier darauf achten, dass der Ball rund einen Schlägerkopf von der Innenseite Ihres linken Fußes entfernt ist, so sind Sie automatisch optimal am Ball positioniert.

Ballposition bei einem Hybrid
Ballposition bei einem Hybrid

Indem Sie den linken Fuß immer gleich platzieren und lediglich die Position Ihres rechten Fußes verändern, haben Sie einen Parameter weniger, auf den Sie sich konzentrieren müssen. Ihre Ballposition — und in der Folge auch Ihre Ausrichtung — wird besser.

Fragen Sie sich deshalb immer, wenn Sie das Verlangen haben, in Ihre Bewegung einzugreifen, ob die Grundlagen sitzen. So bleiben Ihnen unnötige Ausrutscher zukünftig erspart.

Info: www.belowpar.de

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