31.08.2021 | 12:12

Drei Tipps für die Clubmeisterschaft

BelowPar
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Die Clubmeisterschaften stehen vor der Tür. Für all diejenigen, die Jagd auf den Pokal machen: Hier sind unsere 3 besten Tipps für ein erfolgreiches Turnier. 


Statistiken und Analysen sorgen in letzter Zeit für viel Wirbel im Golfsport. Angestachelt durch Mark Broadies „Strokes Gained Methode“, kommen immer mehr Messgeräte und Hilfsmittel auf den Markt, die auch uns Amateuren beim Messen der eigenen Leistung enorm helfen.

Wer sein Spiel analysiert, weiß, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen — und dementsprechend auch, wo er im Training ansetzen sollte.

So kurz vor einem wichtigen Turnier würden wir Ihnen allerdings davon abraten, sich ausschließlich auf Ihre Schwächen zu konzentrieren. Kurz vor einem wichtigen Event geht es darum, dass unser Kopf am richtigen Platz ist.

Haben Sie schon einmal eine gute Runde gespielt, bei der Sie mit hängendem Kopf über den Platz geschlürft sind? Wir auch nicht.

Beim Golf — vor allem unmittelbar vor und während einer Turnierrunde — geht es um Vertrauen. Wenn Ihnen das Vertrauen in einem bestimmten Bereich des Spiels noch fehlt und Sie der Meinung sind, dass Ihnen eine weitere Trainingseinheit in diesem Bereich gut tun würde, dann trainieren Sie diesen Bereich.

Es macht wenig Sinn, vier Stunden im Bunker zu verbringen — weil unsere Rundenanalysen andeuten, dass unsere Sand-Save-Quote deutlich besser sein könnte — wenn wir währenddessen ständig an unsere Schwäche mit dem Driver denken.

Das Feintuning der Distanzputts sollten in den Fokus rücken
Das Feintuning der Distanzputts sollten in den Fokus rücken

Distanzputts

Die Grüns werden am Morgen der ersten Turnierrunde meist noch einmal gemäht und gewalzt. Am Samstagmorgen sind diese damit deutlich schneller, als noch am Mittwoch Nachmittag.

Trotzdem ist es keine gute Idee, im Training auf Distanzputts zu verzichten. Turniere werden gewonnen, indem wir einfache Fehler, wie Dreiputts, vermeiden.

Wer die letzten Tage nutzt, um das eigene Gefühl auf den Grüns noch einmal zu überprüfen und zu festigen, vermeidet nicht nur unnötige Dreiputts. Der Selbstvertrauens-Schub, den wir erhalten, wenn wir einen 15m Putt einige Zentimeter am Loch ablegen, überträgt sich meist auch auf alle anderen Bereiche unseres Spiels.

Wer weiß, dass die eigenen Distanzputts sitzen, muss zudem nicht jede Fahne attackieren, kann die Runde so etwas gelassener angehen und unnötiges Risiko aus dem Spiel nehmen.

Auch wenn Sie Ihr Tempo am Freitag- oder Samstagmorgen eventuell etwas anpassen müssen: Schnappen Sie sich heute noch Ihren Putter und putten Sie quer übers Übungsgrün!

Die Schlüsselpositionen

Unser erster Tipp drehte sich um die Aspekte des Spiels, die für Sie — vor allem aus mentaler Sicht — einen Unterschied machen. Es gibt allerdings auch Situationen und Schläge, die einen enormen spielerischen Unterschied machen.

Für uns persönlich sind das meistens die Par 5 Löcher. Denn ein Birdie an einem Par 5 ist hier deutlich einfacher, als ein Birdie an einem Par 3 oder 4.

Anders als bei einem Par 3 oder 4, können wir das Grün mit zwei Schlägen und damit nicht nur in, sondern gleichzeitig unter Regulation erreichen.

Da wir nur an einem Par 5 eine Chance auf ein Zwei-Putt Birdie haben, schenken wir diesen Löchern besondere Aufmerksamkeit — vorausgesetzt wir können den Platz vor dem Turnier mehr als nur einmal spielen. Da das bei den Clubmeisterschaften definitiv der Fall ist, können wir auch Ihnen diesen Ansatz nur empfehlen.

Was für uns die Par 5 Löcher sind, sind für Sie eventuell die kurzen Par 4 Löcher, auf denen Sie mit Ihren Wedges glänzen können.

Clubmeisterschaft – In jedem Fall

Finden Sie die Bahnen, auf denen Sie Ihre Stärken ausspielen können und schlagen Sie mehrere Bälle aus den entsprechenden Schlüsselpositionen. Auch auf der Übungsanlage sollten Sie diese Distanzen in Ihr Training einbauen oder den Platz gedanklich einmal komplett durchspielen:

Sie schlagen an Loch 1 einen Driver ab?

Suchen Sie sich zwei Ziele auf der Range, die etwa so breit sind, wie das erste Fairway und stellen Sie sich vor, Sie würden tatsächlich auf der ersten Teebox stehen. Ihr zweiter Schlag auf der 1 ist in der Regel ein Eisen 7? Dann spielen Sie auch auf der Range als nächstes ein entsprechendes Ziel mit diesem Schläger an.

Spielen Sie auf diese Weise alle 18 Löcher Ihres Heimatplatzes durch, simulieren Sie gleichzeitig die Schläge, die im Turnier auf Sie zukommen.

So vermeiden Sie gedankenverlorene Trainingseinheiten, bei denen Sie zwar viele Bälle spielen — keinem davon allerdings die Aufmerksamkeit und Sorgfalt schenken, die Sie im Turnier aufbringen würden.

Setzen Sie diese drei Punkte um, sind Sie auf einem guten Weg, die diesjährige Clubmeisterschaft zu einem Erfolg werden zu lassen.

Einen letzten Tipp haben wir allerdings noch für Sie:

Haben Sie Spaß

Nervosität am ersten (oder letzten) Abschlag ist völlig normal und nichts, was Sie aus der Bahn werfen sollte. Interpretieren Sie Ihre Nervosität als das, was es für Sie sehr wahrscheinlich ist: Vorfreude!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg!

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