26.03.2020

Unverkennbar im Finale

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Sarina Schmidt, 20, vom GC Valley versilberte sich im Januar ihr “Hobby” als beste Deutsche bei der Qualifying School für die Ladies European Tour im spanischen La Manga. Ihr Coach Danny Wilde mit einer Golfschwung-Analyse. 


Danny Wilde, PGA G1 Professional, Diplom-Trainer des DOSB, A-Trainer des DGV. Sportlicher Leiter des GC Valley und Headpro der GolfsportManufaktur

Sarina Schmidt – diesen Namen sollten sich Golf-Deutschland merken. Die deutsche Nationalspielerin mit zur Hälfte thailändischen Wurzeln konnte sich mit einer fabelhaften Top-10-Platzierung bei der Qualifying School der Ladies European Tour (LET) in La Manga, Spanien, eine der begehrten 20 Tourkarten sichern. 

Dieses Ergebnis kam jedoch nicht ganz unverhofft und gerade deshalb müssen die Erwartungen nun etwas im Zaum gehalten werden. Nachdem der erste Qualifikations-Versuch 2018 knapp gescheitert war, wurden die Weichen damals neu gestellt. Sarina ist immer eine Kämpferin gewesen, daher ließ sich erahnen, dass sie dies nicht hinnehmen würde. 
Nach einem durchwachsenen Start in die Saison 2019 hagelte es ab Mai dann starke Ergebnisse: Egal, ob in der ersten Bundesliga (Mannschaft) oder bei Einzelturnieren, Sarina präsentierte sich nur noch top, besonders mit ihrem Sieg bei den Internationalen Amateur Meisterschaften 2019 (IAM) in Hamburg. 
Beinahe konnte sie zum Saisonende noch das Double mit den Deutschen Einzelmeisterschaften perfekt machen. Hier wurde sie starke Zweite.

Sarina Schmidt: Golfschwung-Analyse

Das Setup

Sarina steht in ihrer „neutralen“ Stellung am Ball: Ausbalanciert, das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilt. Ihr Becken ist nach vorne gekippt und verursacht so ein leichtes Hohlkreuz im Lendenbereich. Ihre Brustwirbelsäule ist relativ gerade und lässt die Halswirbelsäule nach vorne gebeugt aussehen. 

Der Rückschwung (Teil 1)

Im ersten Teil ihrer Rückschwung- Bewegung dreht sie den Oberkörper nach rechts, während die Arme in derselben Position wie beim Ansprechen mitgenommen werden. Man nennt dies auch „one-piecetake- away“. Eines der Themen, an denen wir 2019 intensiv gearbeitet haben. 

Der Rückschwung (Teil 2) 

In diesem Teil des Rückschwungs ist gut zu erkennen, wie sie bei voller Oberkörperdrehung das Gewicht auf dem rechten Fuß und tendenziell mehr auf der Ferse hat. Unser Ziel war es, hier etwas besser auf die Innenkante zu verlagern, um sich besser von links nach rechts abzudrücken.

Der Abschwung 

Auf halbem Weg zum Ball beschleunigt Sarina – nach einem kraftvoll eingeleiteten „Shift“ der Hüften und danach startender Rotation des Beckens – Arme und Schläger weiter in Richtung Ball. Gut zu sehen, wie sie sich von rechts nach links mit den Beinen bzw. dem Unterkörper abdrückt. 

Im Treffmoment 

Im Treffmoment sind Sarinas Hüften leicht zum Ziel geöffnet, ihre Hände stabil vor dem Ball. Seitlich erkennt man die Ansprechposition aus Bild 1 wieder. Schön, wie Sarina ihren rechten Fuß erst kurz nach dem Treffmoment vollständig hebt. Dies gibt ihr mehr Platz für einen konstanten Schlägerweg. 

Der Durchschwung und das Schwungfinale

In der Endposition zeigt Sarina ihren Signature Move: das „Sarini Finish“ (linkes Bild), das durch das Vorwärtskippen des Beckens entsteht. Hier ist die Lendenwirbelsäule – anders als bei klassischen Golfschwüngen – über das rechte Bein gebeugt. Der Erfolg gibt Sarina hierbei recht …

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