25.04.2016

Vertrauen vor dem Schlag

golftime
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Sie müssen unbedingt Ihre genauen Schlagdistanzen kennen.

Starten Sie in die Saison mit dem Wissen, wie weit Sie den Ball schlagen – mit jedem Schläger. Damit können können Sie klare Entscheidungen zur Spielstrategie und Schlägerwahl treffen. So verhindern Sie Zweifel und können mental entspannt und zuversichtlich Ihre Pre-Shot-Routine anwenden und viel erfolgreicher spielen.

Um an Loch 1 in Bad Abbach (siehe Bild 2) mit dem ersten Schlag den Wassergraben im Flug zu überqueren, benötigen Sie eine sogenannte Carrylänge vom gelben Abschlag von 153 m und vom roten Abschlag von 124 m. Wenn Sie den Ball vor dem Graben ablegen möchten, müssen Sie zu der Carrylänge noch das Ausrollen des Balles kalkulieren und einen entsprechend kürzeren Schläger wählen.

Mit beiden Strategien kann ich nur erfolgreich sein, wenn ich meine genauen Schlaglängen kenne.

Als Spieler brauche ich die genaue Distanz nicht nur bis zur Fahne, sondern auch bis zu einem Hindernis oder darüber hinaus, um es sicher überqueren zu können.

Messen Sie Ihre Schlaglängen aus. Mit einem Laser können Sie die Schlag­­länge Ihrer Eisen gut bei Schlägen ins Grün bestimmen. Messen Sie die Distanz vom Ball zur Fahne.

Bei gelungenen Schlägen wird eine Pitch­marke entstehen. Die ist dann Ihr Anhaltspunkt. Liegt diese z. B. 5 Meter vor der Fahne, ist Ihre Carrylänge die gemessene Distanz zur Fahne minus 5 Meter. Für Ihre Hölzer können Sie einen Fairwaybunker zur Ermittlung des Landepunkts wählen. Vom Landepunkt aus können Sie rückwärts einen Punkt am Abschlag lasern. Viele GPS-Geräte haben eine Funktion zur Schlaglängenermittlung. Hier brauchen Sie nur am Punkt des Schlages die Messung zu starten und bei Ankunft bei Ihrem Ball diese per Knopfdruck abzuschließen. So haben Sie die Gesamtlänge des Schlages in Metern. Für die Carry-Länge brauchen Sie wieder einen Landepunkt.

Messen Sie in ebenem Gelände und bei möglichst wenig Wind. Legen Sie sich für Ihre Daten eine Tabelle an, in der alle Ihre Schläger aufgelistet sind. Pro Schläger sollten Sie etwa 10 Felder zum Eintragen der Carry­längen haben. Nehmen Sie diese Tabelle immer mit auf die Runde. Je mehr Daten Sie pro Schläger sammeln, umso besser. Daraus ergibt sich dann Ihre Durchschnittslänge pro Schläger. Auf die können Sie vertrauen. Versuchen Sie nicht, Ihren weltbesten Schlag abzurufen. Das erzeugt nur unnötigen Druck, was zu mehr Muskelspannung führt und damit eher zu schlechteren Ergebnissen. Ihr ganz normaler, durchschnittlicher Schlag sollte reichen. Mit der Kenntnis Ihrer Schlaglängen werden Sie die für Sie passende Strategie wählen. Nun können Sie sich ganz auf Ihre Pre-Shot-Routine und Ihre KAGAMI Übung konzentrieren. So werden Sie den Graben und alle anderen Situationen erfolgreich meistern.

» Schritt 1.

Wählen Sie für die jeweilige Aufgabe Ihre Strategie und den dazu passenden Schläger.

» Schritt 2.

Visualisieren Sie Ihren erfolgreichen Schlag. Sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge den Ball da landen, wo Sie ihn haben möchten. Für einen langen Schlag suchen Sie sich ein Fernziel und richten sich mit Hilfe eines Zwischenziels darauf aus.

» Schritt 3.

Wählen Sie Ihre KAGAMI Übung, um in die Gegenwart zu kommen. Führen Sie Ihren Schlag aus.

Viel Erfolg für die neue Saison.

»Durch das Wissen von genauen Entfernungen, nicht nur zum Pin, sondern auch zu Hindernissen und zu den Ziel­bereichen des Kurses, kann unser Team, ohne die oft an­zutreffende Unsicherheit, die Golfspieler auf unbekannten Kursen aus dem Konzept bringt, seine Aufmerksamkeit auf die Durchführung des Schlages richten« 

Jay Loar (Golf-Cheftrainer der Southern Methodist University, USA)

Astrid Kohlwes, PGA Professional, Head-Pro Golf Club Bad Abbach, KAGAMI Golf Coach

Info: www.kagami.de

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