06.05.2020

Was Kurzspiel-Asse auszeichnet

golftime
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Welche Schläger ein Kurzspiel-Ass vorwiegend benutzt und mit welchen Übungen Sie sich schnell verbessern können.

Freddy und Patrick Braun von www.belowpar.de
Unserer Meinung gehören die Wedges zu den wichtigsten Schlägern in unserer Tasche — direkt hinter dem Putter. Sowohl hohe als auch niedrige Handicaps finden hier enormes Potential. 
Wie viel Potential, das zeigt die folgende Statistik der Firma Shot Scope: 
Shot Scope stellt eine GPS-Uhr her, die unser Spiel aufzeichnet und die Runde in der dazugehörigen App speichert. Die Uhr hat bereits einige Runden miterlebt: Über 3 Millionen Schläge wurden bis dato damit festgehalten.
Die daraus entstehenden Statistiken werden regelmäßig auf der firmeneigenen Webseite — übersichtlich und nach Handicap sortiert — veröffentlicht.
Aus Shot Scopes Daten geht hervor, dass selbst Spieler mit HCP 2 nur 11 von 18 Grüns treffen. Spieler mit HCP 26 nur noch 3. Wer in 15 von 18 Fällen ein Wedge in der Hand hält, profitiert auf mehreren Wegen von einem guten kurzen Spiel.
Einerseits retten wir öfter das Par, wenn wir wissen, was wir mit den Wedges tun. Andererseits fällt uns auch das lange Spiel leichter: Wer beim Gedanken an einen Bunkerschlag kalte Füße kriegt, schwingt lange nicht so locker und rhythmisch, wie jemand, der weiß, was in der jeweiligen Situation zu tun ist und sich sicher ist, dass er mit der Herausforderung umgehen kann. 

Machen Sie es sich so einfach als möglich

Doch ein gutes kurzes Spiel bedeutet nicht nur, dass wir unseren Ball sauber treffen, den Spin kontrollieren und den Ball letztendlich nah am Loch ablegen. Ein gutes kurzes Spiel bedeutet auch, dass wir zunächst einen Schritt zurücktreten und uns überlegen, was dazu notwendig ist. 
Laut Shot Scope nutzen Spieler und Spielerinnen mit einem ausbaufähigen kurzen Spiel oft den gleichen Schläger — unabhängig von der jeweiligen Situation und den (teilweise einfacheren) Alternativen. Oft kommt dabei das Lob Wedge zum Einsatz, wobei der Ball weit fliegen und wenig rollen muss. Wer den Ball hiermit nur einen Tick dünn oder fett trifft, ist schnell in Schwierigkeiten.
 
Gute Spieler — beziehungsweise Spieler mit einem guten kurzen Spiel — passen ihre Schlägerwahl der jeweiligen Situation an und nutzen alle Wedges, inklusive den niedrigen Eisen und dem Putter, um die kommende Aufgabe möglichst effektiv zu bewerkstelligen. 
Und das obwohl gute Spieler durchaus in der Lage wären, den Spieß umzudrehen und den Schläger der jeweiligen Situation anzupassen. 

Die Scorekarte hat keine Bilder 

Einer der ersten Tipps, die wir als Kinder von unserem Clubpro mit auf den Weg bekommen haben, begleitet uns heute noch: Die Scorekarte hat keine Bilder!
Nirgends steht geschrieben, dass wir einen Ball von einer gut gepflegten Stelle im Semirough nicht putten können, wenn die Alternativen mit viel Risiko verbunden sind. Niemand zwingt uns, das Bag links vom Grün abzustellen und dann mit nur einem Schläger nach rechts zu unserem Ball zu laufen. Nehmen Sie Ihr Bag mit zu Ihrem Ball! 
Und vor allem: Machen Sie es sich am Ball möglichst einfach. Bietet uns eine Situation viel Grün, um den Ball rollen zu lassen, spricht nichts gegen einen Chip mit dem Eisen 9 oder 8. Achten Sie deshalb schon im Training auf Abwechslung. So fällt es Ihnen später deutlich leichter, Ihre Schlägerwahl der jeweiligen Situation anzupassen. 
Apropos Abwechslung im Training: 

7 Tage Challenge

Sie sind noch auf der Suche nach etwas Inspiration für Ihre Zeit auf dem Übungsareal? Dann werfen Sie doch einen Blick auf unsere 7 Tage Kurzspiel Challenge.
In diesem einwöchigen Trainingsplan für das kurze Spiel teilen wir effektive, abwechslungsreiche Übungen mit Ihnen, die Ihr Training langfristig unterstützen. Übungen, die uns selbst zu einem Plus- und einem tiefen Single-Handicap verholfen haben.
Freddy und Patrick Braun sind Brüder, Plus- und Singlehandicapper (+1,4 & 3,6), Bundesliga-Spieler und die Köpfe hinter der Golftrainings-Website BelowPar.de. Freddy spielte vier Jahre lang College Golf in den USA, wo er mit der Wilmington University bei den nationalen Meisterschaften 2016 unter die Top 8 Teams des Landes kam. Während seiner Zeit in den USA lernte er unter anderem von PGA-Tour-Trainern und gewann mehrere Turniere mit dem Team.

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