Heimsieg für Levet, Kaymer im Aufwind
Paris, Frankreich - Martin Kaymer kommt langsam wieder in Schwung. Bei der hochdotierten Open de France belegte der Deutsche nach einer 73 in Runde vier einen hervorragenden vierten Platz. Dafür gab es satte 150.000 Euro. Zudem verdrängt Kaymer in der Weltrangliste Rory McIlroy von Platz drei. Aber einer stellte alles und alle in den Schatten: Thomas Levet!
Der Franzose hat sich 25 Jahre nach seiner ersten Teilnahme bei den Open de France den Titel geholt. Der 42-Jährige gewann auf dem Le Golf National mit einem Schlag vor Thorbjorn Olesen (Dänemark) und Mark Foster. Der Engländer konnte eine Führung wieder einmal nicht nach Hause schaukeln. Bei der BMW International Open war er vergangene Woche auch als Nummer eins in die letzte Runde gestartet. Levet gelang auf dem schwierigen Platz zum dritten Mal während der Turnierwoche eine 70, am Ende siegte er mit 7 unter Par.
Olesen: "Es war ein unglaublicher Tag, die französichen Fans waren umwerfend, ich weiß, sie waren für Thomas, dennoch war es eine tolle Stimmung. Er ist ein netter Kerl, wir hatten viel Spaß im Flight, ich habe erstmals vor sie vielen Menschen gespielt, das war eine gute Erfahrung und hoffentlich kann ich das nächste Mal gewinnen."
Und das sagte der alte, neue Golfliebling Frankreichs:"Ich habe das Turnier unendlich oft gespielt und nun bin ich weitere zehn Jahre dabei. Verrückt. All meine Freunde waren auf dem Platz, umso schöner ist es, vor und mit ihnen zu gewinnen. Mir kam es vor wie bei der Tour de France, wenn man die Fahrer auf den Bergen unterstützt, alle haben meinen Namen gebrüllt. Irre. Der Ryder Cup 2018 kann kommen, Frankreich ist bereit. Ich habe viel an meine kranke Mutter denken müssen, sie ist seit Weihnachten krank und konnte nicht kommen, erstmals seit 20 Jahren. Vielleicht hat sie es im Fernsehen gesehen, sie wird es nicht glauben, dass ihr Sohn gewonnen hat."
Foster lag wie schon in München lange vorne, spielte solide Pars. Ein Double-Bogey auf der 12 und ein weiterer Schlagverlust auf der 13 haben den Traum vom Sieg mal wieder platzen lassen.
Alex Cejka, Marcel Siem und Florian Fritsch beendeten das Turnier auf den Plätzen 47, 52 und 64. Das Trio spielte schwach in der Finalrunde. Die Österreicher Martin Wiegele und Bernd Wiesberger wurden 43. und 62.
Patrice Bartez, Thomas Levet







