Esther Henseleit zum zweiten Mal dabei ...
Solheim Cup 2026: Team Europe
Solheim Cup 2026: Team Europe. Vom 11. bis 13. September 2026 trifft Team Europe in Bernardus Golf auf Titelverteidiger USA. Anna Nordqvist und Angela Stanford führen dabei als Captains zwei Teams an, bei denen Erfahrung auf eine bemerkenswert starke neue Generation trifft.
Europas Kapitänin Anna Nordqvist kennt den Solheim Cup wie kaum eine andere Spielerin ihrer Generation. Die dreifache Major-Siegerin hat Europa seit ihrem Debüt 2009 über viele Jahre geprägt und war bereits als Playing Vice Captain tätig.
Nun übernimmt sie erstmals das Kommando. Unterstützt wird die Schwedin von Caroline Hedwall, Mel Reid und Anne van Dam. Gerade die Ernennung von van Dam besitzt zusätzliche Bedeutung: Die fünffache LET-Siegerin ist Niederländerin und kennt das Umfeld entsprechend gut.
Nordqvist setzt auf eine Mischung aus etablierten Solheim-Cup-Größen und jungen Spielerinnen.
+++Zum Thema: Solheim Cup 2026: Europas Mission Heimsieg+++
Solheim Cup 2026: Team Europe
- Charley Hull (England)
- Esther Henseleit (Deutschland)
- Lottie Woad (England)
- Maja Stark (Schweden)
- Céline Boutier (Frankreich)
- Carlota Ciganda (Spanien)
- Linn Grant (Schweden)
- Nanna Koerstz Madsen (Dänemark)
- Leona Maguire (Irland)
- Julia López Ramírez (Spanien)
- Nastasia Nadaud (Frankreich)
- Mimi Rhodes (England)
Hull und Henseleit qualifizierten sich über die LET Solheim Cup Points List. Sechs weitere Plätze wurden über die Rolex Women’s World Golf Rankings vergeben. Nordqvist komplettierte ihre Mannschaft anschließend mit vier Captain’s Picks: Leona Maguire, Julia López Ramírez, Nastasia Nadaud und Mimi Rhodes.
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Erfahrung trifft Generation Zukunft
Auf den ersten Blick fällt auf, wie unterschiedlich die Rollen innerhalb des europäischen Teams verteilt sind. Charley Hull, Carlota Ciganda, Céline Boutier, Linn Grant und Leona Maguire bringen reichlich Erfahrung aus diesem Wettbewerb mit.

Daneben steht eine neue Generation. Julia López Ramírez, Nastasia Nadaud und Mimi Rhodes kommen als Captain’s Picks erstmals zum Einsatz. Auch Lottie Woad gehört zur jungen Garde.
Gerade im Solheim Cup ist Erfahrung jedoch nicht automatisch ein Vorteil. Immer wieder haben Debütantinnen in diesem Format eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Die Besonderheit des Matchplays, die Energie der Zuschauer und die Möglichkeit, im Vierer mit einer erfahrenen Partnerin anzutreten, können Hierarchien innerhalb weniger Löcher verändern.
Esther Henseleit: Deutschlands Hoffnung
Aus deutscher Perspektive richtet sich der Blick auf Esther Henseleit. Für die Hamburgerin ist es nach 2024 der zweite Solheim Cup.

Henseleit hat sich inzwischen fest in der Weltspitze etabliert. Beim AIG Women’s Open 2026 in Royal Lytham & St Annes lieferte sie einen weiteren Beleg dafür. Mit einem spektakulären langen Putt erzwang sie gegen Shiho Kuwaki ein Playoff um den Major-Titel und musste sich erst am zweiten Extraloch geschlagen geben.
Für Nordqvist besitzt Henseleit zudem eine Eigenschaft, die im Solheim Cup enorm wertvoll sein kann: Sie wirkt selten hektisch. Ihr kontrolliertes Spiel und ihre Konstanz machen sie zu einer Spielerin, die sich für unterschiedliche Vierer-Konstellationen anbietet.
Bei ihrem Solheim-Cup-Debüt 2024 erlebte sie bereits die spezielle Atmosphäre dieses Wettbewerbs. Nun kommt die zweite Chance – diesmal vor europäischem Publikum und geografisch nur wenige Stunden von Deutschland entfernt.
Europas Fixpunkte
Charley Hull gehört zu den emotionalen Führungsspielerinnen des Teams. Die Engländerin absolvierte bereits 2013 im Alter von 17 Jahren ihren ersten Solheim Cup und besitzt inzwischen Erfahrung aus zahlreichen Duellen mit den USA.

Carlota Ciganda ist ein weiterer Fixpunkt. Die Spanierin hat mehrfach gezeigt, wie sehr ihr Matchplay und die Atmosphäre des Solheim Cups liegen. Gleiches gilt für Leona Maguire. Dass Nordqvist die Irin trotz verpasster automatischer Qualifikation per Captain’s Pick nominierte, überrascht daher kaum.
Maja Stark und Linn Grant stehen wiederum für die enorme schwedische Qualität der vergangenen Jahre, während Céline Boutier Frankreichs erfahrenste Kraft im Team ist.
Die vielleicht spannendste Frage lautet deshalb: Wie kombiniert Nordqvist diese etablierten Kräfte mit Woad, López Ramírez, Nadaud und Rhodes?


