07.09.2026 | 08:38

Omega European Masters 2026: Thriston Lawrence mit dem Triple

Thriston Lawrence gewinnt das Omega European Masters 2026 (Foto: Getty Images / DP World Tour)
Golftimer
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Thriston Lawrence gewinnt zum dritten Mal das Omega European Masters. Der Südafrikaner macht im Crans-sur-Sierre Golf Club sechs Schläge Rückstand wett und bezwingt Paul Casey am vierten Extraloch. Auch Bernd Wiesberger und Lokalmatador Joel Girrbach sorgen mit Top-Ten-Ergebnissen für Schlagzeilen.


Thriston Lawrence (Foto: Getty Images/DP World Tour) bleibt der Mann für Crans-Montana. Der Südafrikaner setzte sich beim Omega European Masters 2026 auf der DP World Tour in einem dramatischen Stechen gegen Paul Casey durch und feierte nach 2022 und 2025 bereits seinen dritten Triumph beim Schweizer Traditionsturnier.

Dabei hatte vor der Finalrunde wenig für den Titelverteidiger gesprochen. Lawrence ging mit sechs Schlägen Rückstand auf Casey in den Sonntag. Doch mit einer der besten Runden der Turnierwoche drehte der 29-Jährige das Geschehen.

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Vier Birdies auf den ersten neun Löchern ließ er vier weitere auf den Back Nine folgen. Ohne Bogey unterschrieb Lawrence eine herausragende 62 (-8) und setzte bei 18 unter Par die Clubhausführung.

Casey geriet unterdessen zwischenzeitlich zwei Schläge ins Hintertreffen, kämpfte sich mit vier Birdies auf den zweiten neun Löchern jedoch zurück. Mit einem Schlag Vorsprung ging der Engländer auf die 18. Dort entging er zunächst nur knapp dem Wasser, kassierte schließlich aber das Bogey. Seine 68 bedeutete ebenfalls 18 unter Par – und damit das Stechen.

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Omega European Masters 2026: Entscheidung am vierten Extraloch

Dreimal kehrten Lawrence und Casey im Play-off auf die 18 zurück, dreimal teilten sie das Loch mit Par. Erst im vierten Anlauf fiel die Entscheidung. Casey verfehlte seinen langen Birdie-Versuch vom Vorgrün, Lawrence bekam die Chance – und nutzte sie.

Mit dem Birdie sicherte sich der Südafrikaner seinen sechsten Titel auf der DP World Tour und verteidigte erstmals in seiner Karriere erfolgreich einen Turniersieg.

„Ich kann es kaum glauben. Ich habe heute so hart gekämpft und wirklich alles gegeben“, sagte Lawrence. Er habe schon vor der Runde daran geglaubt, noch eine Chance zu besitzen. Dass am Ende tatsächlich die notwendige tiefe Runde gelingen würde, machte den Erfolg umso besonderer.

Mit seinem dritten Sieg in Crans-Montana erreicht Lawrence zudem eine historische Marke: Seit 1972 ist neben ihm nur Seve Ballesteros dreimaliger Champion des Omega European Masters.

Nur einen Schlag fehlte Harry Hall zum Play-off. Der Engländer blieb bei seiner abschließenden 63 ebenfalls ohne Bogey und belegte mit 17 unter Par allein Rang drei.

Dahinter teilten sich Francesco Laporta, Eugenio Chacarra, Angel Ayora und Angel Hidalgo gemeinsam mit Bernd Wiesberger bei 16 unter Par Rang vier.

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Bernd Wiesberger starker Vierter

Aus österreichischer Sicht verlief das Turnier besonders erfreulich. Bernd Wiesberger steigerte sich nach Runden von 69 und 68 am Wochenende noch einmal deutlich. Einer 63 am Samstag ließ der Burgenländer zum Abschluss eine 64 (-6) folgen. Mit insgesamt 264 Schlägen und 16 unter Par teilte Wiesberger Rang vier und verpasste das Play-off lediglich um zwei Schläge.

Auch Maximilian Steinlechner spielte lange ganz vorne mit. Nach Runden von 66 und 68 gelang dem Österreicher am Samstag eine 63, womit er vor dem Finale bei 13 unter Par auf dem geteilten zweiten Rang lag. Eine abschließende 71 verhinderte den ganz großen Coup. Mit zwölf unter Par belegte Steinlechner dennoch einen starken geteilten 15. Rang.

Auch die Schweizer Fans hatten allen Grund zum Jubeln. Joel Girrbach spielte sich bei seinem Heimturnier mit einer starken Schlussrunde weit nach vorne.

Nach Runden von 70, 63 und 67 ging der Thurgauer bei zehn unter Par in den Sonntag. Trotz eines Bogeys zum Auftakt gelang ihm eine 65 (-5). Ein Eagle an der Sieben und vier weitere Birdies brachten Girrbach auf 15 unter Par und den geteilten neunten Rang. Damit fehlten dem Schweizer lediglich drei Schläge zum Play-off.

Girrbach war zugleich der einzige der acht gestarteten Schweizer, der den Cut überstand. Mit seinem Top-Ten-Ergebnis verbesserte er sich auf Rang 92 im Race to Dubai und sammelte damit wichtige Punkte im Kampf um die Tourkarte für 2027.

Für Benjamin Rusch endete das Heimturnier dagegen nach Runden von 73 und 69 bei zwei über Par. Auch die weiteren Schweizer Starter Mischa Candinas, Ronan Kleu, Nicola Gerhardsen, Maximilien Sturdza, Robert Foley und Amateur Ben Steinmann verpassten den Sprung ins Wochenende.

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Jeremy Paul bester Deutscher

Die deutschen Spieler konnten dagegen nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Das beste Ergebnis erzielte Jeremy Paul. Nach einem starken Auftakt von 65 Schlägen und einer 64 am Freitag lag er zunächst hervorragend im Rennen. Am Wochenende verlor er mit 72 und 71 jedoch an Boden. Mit acht unter Par beendete Paul das Omega European Masters 2026 auf dem geteilten 37. Rang.

Marcel Schneider erreichte ebenfalls die Finalrunden. Nach 70 und 67 Schlägen ließ er am Wochenende eine 72 und eine abschließende 69 folgen. Mit zwei unter Par belegte er T61.

Für Nicolai von Dellingshausen verlief das Turnier besonders bitter. Mit einer hervorragenden 64 war er noch in unmittelbarer Nähe der Spitze gestartet. Eine 74 in Runde zwei warf ihn jedoch zurück. Bei insgesamt zwei unter Par verpasste er den Cut, der bei drei unter Par lag. Auch Marcel Siem kam auf zwei unter Par und schied aus. Yannik Paul verpasste bei einem Schlag über Par ebenfalls das Wochenende.

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Historischer Dreifach-Triumph für Thriston Lawrence

Am Ende gehörte die Bühne in den Schweizer Alpen jedoch erneut Thriston Lawrence. Mit seiner 62 erzwang er zunächst das Stechen, ehe er nach vier zusätzlichen Löchern den entscheidenden Birdie-Putt verwandelte.

„Als Kind stellt man sich genau solche Momente auf dem Putting-Grün vor und macht danach den großen Faustjubel“, sagte Lawrence.

In Crans-Montana wurde diese Vorstellung Wirklichkeit – zum dritten Mal.

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