13.07.2026 | 08:52

Amundi Evian Championship: Zweites Major in Folge für Ryu

Haeran Ryu gewinnt die Amundi Evian Championship 2026 (Foto: LET/Mark Runnacles)
Golftimer
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Haeran Ryu bleibt die dominierende Spielerin im Damen-Golf. Nur zwei Wochen nach ihrem Triumph bei der KPMG Women’s PGA Championship sicherte sich die Südkoreanerin auch die Amundi Evian Championship 2026.


Die 25-Jährige Haeran Ryu (Foto: LET/Mark Runnacles) setzte sich im Evian Resort Golf Club erst im Stechen gegen die Kanadierin Brooke Henderson durch und feierte damit ihren zweiten Major-Titel in Folge.

Nach vier intensiven Turniertagen bei der Amundi Evian Championship mussten Ryu und Henderson mit jeweils 19 unter Par ins Stechen. Dort bewies die Südkoreanerin erneut starke Nerven. Nach einem sicheren Drive und einem präzisen zweiten Schlag verwandelte sie ihren rund 1,20 Meter langen Birdie-Putt auf dem ersten Extraloch und machte den Sieg perfekt.

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Henderson hatte nach einem nach links verzogenen Abschlag zunächst vorlegen müssen und rettete lediglich das Par. Damit verpasste die ehemalige Evian-Siegerin ihren dritten Major-Triumph.

„Es fühlt sich alles noch wie ein Traum an“, sagte Ryu nach ihrem Erfolg. „Vor drei Wochen hatte ich noch keinen Major-Titel – jetzt habe ich gleich zwei hintereinander gewonnen. Ich kann es kaum glauben.“

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Besondere Erinnerungen an Evian

Der Erfolg besitzt für Ryu eine ganz besondere Bedeutung. Bereits 2015 gewann sie als 14-Jährige mit Team Korea den Amundi Evian Juniors Cup auf derselben Anlage.

Haeran Ryu gewinnt die Amundi Evian Championship 2026 (Foto: LET/Mark Runnacles)
Haeran Ryu gewinnt die Amundi Evian Championship 2026 (Foto: LET/Mark Runnacles)

„Ich habe so viele schöne Erinnerungen an diesen Platz. Seit damals habe ich davon geträumt, hier einmal ein Major zu gewinnen. Dieser Golfplatz ist einfach wunderschön.“

Mit drei Schlägen Vorsprung war die Südkoreanerin in die Schlussrunde gestartet, nachdem sie am Samstag mit einer sensationellen 60 (-11) die niedrigste Runde der Major-Geschichte gespielt hatte.

Am Sonntag lief nicht mehr alles nach Plan. Lediglich ein Bogey an der achten Bahn stand auf ihrer Karte, Birdie-Chancen ließ sie jedoch immer wieder ungenutzt. Erst auf dem Schlussloch gelang ihr der entscheidende Birdie-Putt, der überhaupt erst den Einzug ins Playoff ermöglichte.

„Heute war unglaublich schwierig. Gefühlt wollte kein Putt fallen. Zum Glück habe ich ausgerechnet den Birdie-Putt auf der 18 gelocht – und dann auch noch den entscheidenden Birdie-Putt im Playoff.“

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Brooke Henderson kämpft sich eindrucksvoll zurück

Brooke Henderson zeigte am Wochenende eine beeindruckende Aufholjagd. Nach zwei aufeinanderfolgenden 64er-Runden (-7) erreichte die Kanadierin ebenfalls 19 unter Par.

Die Siegerin von 2022 sorgte mit insgesamt drei Eagles für spektakuläre Momente. Besonders herausragend war ihr Hole-in-One auf der achten Bahn. Birdies an den Löchern 15 und 16 hielten sie im Titelrennen, ehe ein Bogey auf der 17 zunächst einen Rückschlag bedeutete.

Doch Henderson konterte eindrucksvoll: Mit einem perfekten Annäherungsschlag auf der 18 bereitete sie einen Eagle vor und lochte den Putt zum Playoff.

„Ich habe heute wirklich großartig gespielt. Natürlich hätte ich den Titel gerne gewonnen, aber Haeran hat fantastisch gespielt. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel und freue mich auf die kommenden Wochen.“

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Aki Iwai überzeugt – starke Asiatinnen dominieren

Den dritten Platz sicherte sich die Japanerin Aki Iwai mit einer Schlussrunde von 69 Schlägen (-2). Trotz eines Bogeys und eines Doppelbogeys brachte sie fünf Birdies auf ihre Scorekarte.

„Es war ein großartiges Erlebnis, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Diese Woche hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben – eine perfekte Vorbereitung auf die AIG Women’s Open“, sagte Iwai.

Den geteilten vierten Rang belegten ihre Landsfrauen Miyu Yamashita und Mao Saigo gemeinsam mit der Südkoreanerin Jin Hee Im bei jeweils 15 unter Par.

Auf Rang sieben folgten die Schwedin Anna Nordqvist sowie Olympiasiegerin Lydia Ko aus Neuseeland mit insgesamt 13 unter Par. Die Amerikanerin Auston Kim belegte Platz neun, während sich Maja Stark aus Schweden, Jeeno Thitikul aus Thailand, Casandra Alexander aus Südafrika und Somi Lee aus Südkorea Rang zehn teilten.

Alexander baut Führung in der Order of Merit aus

Trotz ihres geteilten zehnten Platzes konnte Casandra Alexander ihre Führung in der Order of Merit der Ladies European Tour weiter ausbauen. Die Südafrikanerin hält nun bei 1.895,78 Punkten und geht als Spitzenreiterin in die nächste Turnierphase.

Aus deutscher Sicht war das Turnier eine Enttäuschung: Keine der Spielerin schaffte den Cut, der bei Even Par gezogen worden war.

Nach einer einwöchigen Pause wird die Saison der Ladies European Tour vom 23. bis 26. Juli mit den ISPS HANDA Women’s Scottish Open im Dundonald Links Golf Club fortgesetzt.

Für Haeran Ryu beginnt derweil eine neue Rolle. Nach zwei Major-Siegen in Folge zählt die Südkoreanerin spätestens jetzt zu den großen Favoritinnen für die bevorstehende AIG Women’s Open.

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