Erster DP-World-Tour-Titel, vierter auf der PGA Tour
Tom Kim holt Titel bei der Genesis Scottish Open
Tom Kim präsentiert sich wenige Tage vor The Open Championship in beeindruckender Form. Der Südkoreaner gewinnt die Genesis Scottish Open 2026 im Renaissance Club östlich von Edinburgh mit einer nahezu fehlerfreien Vorstellung.
Bei anspruchsvollen Windbedingungen zeigte Kim in der Finalrunde eine Demonstration modernen Links-Golfs. Als einziger Spieler des 71-köpfigen Feldes blieb er am Sonntag ohne Schlagverlust und unterschrieb eine 64 (-6).
Mit einem Gesamtergebnis von 17 unter Par gewann er mit zwei Schlägen Vorsprung vor dem Australier Min Woo Lee, der eine 67 spielte.
Vier Schläge hinter dem Sieger teilten sich Matt Fitzpatrick aus England, der US-Amerikaner Johnny Keefer, Japans Keita Nakajima sowie Lokalmatador Robert MacIntyre den dritten Platz.
Für Kim war der Sieg bei der Genesis Scottish Open 2026 der erste auf der DP World Tour und bereits vierte auf der PGA Tour. Die Genesis Scottish Open wird gemeinsam von beiden Touren veranstaltet.
Mit nur einem Schlag Rückstand war Kim in den Schlusstag gestartet und machte sofort deutlich, dass er den Titel gewinnen wollte. Ein Birdie auf der ersten Bahn sowie weitere Schlaggewinne an den Löchern vier und sieben brachten ihn bereits zur Halbzeit in Führung.
Auch als mehrere Verfolger Druck aufbauten, behielt der Südkoreaner die Kontrolle. Birdies an den Bahnen zehn und zwölf verschafften ihm Luft, ehe ein präziser Annäherungsschlag bis auf knapp zwei Meter an der 16 den entscheidenden Birdie ermöglichte.
Am Schlussloch ließ Kim zwar mit einem zu langen Annäherungsschlag noch einmal eine kleine Chance für Min Woo Lee aufkeimen, rettete jedoch nervenstark das Par und machte den Titel endgültig perfekt.
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Genesis Scottish Open: Geduld zahlt sich für Kim aus
Entsprechend emotional fiel die Reaktion des Siegers aus. „Es fühlt sich großartig an. Es ist schon eine Weile her, seit ich eine Trophäe in den Händen gehalten habe – ich hatte fast vergessen, wie schwer sie ist“, sagte Kim.
Besonders bedeutend sei der Erfolg für ihn, weil seine internationale Karriere einst in Schottland begonnen habe. Bereits vor einigen Jahren hatte er bei diesem Turnier mit einem dritten Platz auf sich aufmerksam gemacht und sich damit den Weg auf die PGA Tour geebnet.
„Ich war hier schon mehrfach nah dran und habe auch einige Enttäuschungen erlebt. Deshalb bedeutet es mir sehr viel, dieses Turnier nun endlich gewonnen zu haben.“
Als Schlüssel zum Erfolg bezeichnete Kim seine gewachsene Erfahrung und Geduld. „In den vergangenen Jahren habe ich gelernt, dass im Golf nicht immer alles nach Plan läuft. Manchmal spielt man einen perfekten Schlag und bekommt trotzdem einen schlechten Bounce. Gerade im Links-Golf muss man das akzeptieren und weitermachen.“
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Robert MacIntyre verpasst Heimsieg
Lange Zeit hatte auch Robert MacIntyre von einem erneuten Heimsieg träumen dürfen. Der Schotte hatte am Sonntagmorgen zunächst seine wegen Dunkelheit unterbrochene dritte Runde beendet und sich gemeinsam mit Min Woo Lee und Matt Fitzpatrick die Führung gesichert.
Ein Birdie zum Auftakt der Finalrunde ließ die heimischen Fans auf eine Wiederholung seines Erfolgs aus dem Jahr 2024 hoffen. Doch vier Bogeys innerhalb von sieben Löchern ab Bahn vier warfen den Ryder-Cup-Spieler entscheidend zurück.
Immerhin durfte sich der 29-Jährige über den Jock MacVicar AGW Memorial Award freuen, der jährlich an den besten schottischen Spieler des Turniers vergeben wird.
„Natürlich wollte ich gewinnen. Aber insgesamt war es eine gute Woche. Ich nehme viele positive Dinge mit und sehe deutliche Fortschritte in meinem Spiel“, sagte MacIntyre.
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Open-Tickets vergeben – McIlroy mit versöhnlichem Abschluss
Neben dem Kampf um den Turniersieg ging es auch um die letzten Startplätze für die kommende Open Championship im Royal Birkdale. Johnny Keefer, Michael Thorbjornsen und der Franzose Victor Perez sicherten sich über die Open Qualifying Series ihre Tickets für das Major.
Masters-Champion Rory McIlroy beendete das Turnier mit einer starken 64 und belegte gemeinsam mit Thorbjornsen Rang sieben. Eine 73 in der dritten Runde hatte den Nordiren jedoch zu weit zurückgeworfen, um noch ernsthaft in den Titelkampf eingreifen zu können.
Dennoch blickte McIlroy optimistisch auf die bevorstehende Open Championship.
„Es ist schön, die Woche mit einer guten Runde abzuschließen. Bis Donnerstag gibt es zwar noch einiges zu tun, damit ich mich mit meinem Spiel wieder richtig wohlfühle. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nicht weit davon entfernt bin. Es gibt definitiv viele positive Anzeichen.“
Bester Deutscher wird Matti Schmid auf dem T21. Platz bei -7.


