09.10.2020 | 12:17

Wie Bryson DeChambeau Augusta überrumpeln möchte

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

In Augusta steht im November das Masters Tournament an. U.S.-Open-Sieger Bryson DeChambeau hat für das finale Major des Jahres einen speziellen Plan.


Bryson DeChambeau tüftelt gerne. Denn der 27-Jährige hat ein klares Ziel: er will der beste Golfer der Welt werden. Seine Eisen haben alle die gleiche Länge, sein Putt-Stil sticht aus der Masse heraus und seine Schlagvorbereitung ist ausführlicher als die meisten anderen. Alles nicht immer ästhetisch, aber durchaus zielführend.

Man kann den Amerikaner, der während des vergangenen Jahres seinen Körper in Richtung Hulk Hogan transformiert hatte, als schrullig und eigenwillig abstempeln, aber der sportliche Ertrag gibt ihm recht. DeChambeau ist mittlerweile ein Major-Sieger und nähert sich der Spitze der Weltrangliste.

Vo Mittelmaß in der Kategorie Driving Distance stieg er nach monatelanger Massephase auf zum absoluten Weitenjäger auf der PGA Tour. Nun soll zum Masters Tournament der nächste Schritt erfolgen. Denn ab kommender Woche steht bis zum Höhepunkt in Augusta kein Turnier mehr im Kalender. Stattdessen auf dem Plan: mehr Länge. Nicht nur durch Protein und Hanteltraining, sondern durch einen längeren Schaft.

Bryson DeChambeau: Ziel sind 200 Meilen pro Stunden

DeChambeau teilte Reportern während der Shriners Hospitals for Children Open in Las Vegas mit, dass er sich den nächsten Monat frei nehmen wird, um einen Driver mit maximal erlaubter Schaft-Länge einzuschwingen. Etwa 2.000 Drives will er bis zum Anpfiff in Augusta noch absolvieren. Fast 122 Zentimeter (48 inches) lang soll der neue Driver dann sein. Bisher schwingt der U.S.-Open-Sieger mit einem knapp fünf Zentimeter kürzeren Schaft (45,5 inches).

Wie viele Stundenkilometer Ballgeschwindigkeit und Carry-Länge der neue Driver vermutlich bringen wird, wollte der Amerikaner noch nicht verraten. Nur so viel: “Wenn ich es schaffe, ihn gut einzuschwingen und die Fehlschläge einigermaßen kontrollieren kann, dann habe ich ein gutes Gefühl für Augusta.” Viel werde auch von den Übungsrunden im Vorfeld des Masters abhängen.

“Wenn ich mir den Platz in Augusta ansehe, dann gibt es einige Löcher, die ab etwa 320 Yards Carry-Länge vom Abschlag deutlich offener und breiter sind.”

Sein persönliches Ziel sei eine durchschnittliche Ballgeschwindigkeit von 200 Meilen pro Stunde.

Fest steht: Augusta sollte sich warm anziehen.

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