10.11.2021 | 10:57

Geldregen und ein neuer Name

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Der Name „European Tour“ ist Geschichte. Die kommende DP World Tour soll das Niveau der europäischen Tour auf ein neues Level heben – vor allem auch finanziell.


Namens-Sponsoring ist im Profi-Sport gang und gäbe. Borussia Dortmund spielt seit Jahren nicht mehr im Westfalenstadion, sondern im Signal Iduna Park. Die Handball-Bundesliga heißt offiziell LIQUI MOLY HBL. Nun gibt es auch im Golfsport einen Verband, der seinen Namen ändert. Und das sogar einigermaßen radikal. Aus der European Tour wird ab kommenden Jahr die DP World Tour. Verständlich, würde eine „DP World European Tour“ wie ein Oxymoron erscheinen.

Die Vereinbarung soll eine neue Ära in der 50-jährigen Geschichte der European Tour einleiten. Die Folgen sind zunächst positiv. Durch das umfangreiche Engagement von DP World, einer der weltweit größten Hafenbetreiber mit Sitz in Dubai, wird das Gesamtpreisgeld der Tour zum ersten Mal die 200-Millionen-Dollar-Marke durchbrechen, mit einem neuen Mindestpreisgeld von zwei Millionen Dollar für alle Turniere, die ausschließlich von der DP World Tour veranstaltet werden.

DP World Tour: 47 Turniere in 27 Ländern

Im Jahr 2022 wird die DP World Tour durch einen internationalen Turnierplan mit mindestens 47 Turnieren in 27 verschiedenen Ländern, darunter neue Turniere in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Japan, Südafrika und Belgien, und eine erweiterte Rolex Series mit fünf Veranstaltungen eine immer globalere Tour darstellen.

Zum ersten Mal wird es auch drei Turniere geben, die gemeinsam mit der PGA Tour veranstaltet werden – die Genesis Scottish Open sowie die Barbasol Championship und die Barracuda Championship, die in den Vereinigten Staaten stattfinden – als Ergebnis der strategischen Allianz zwischen den beiden führenden Profigolf-Touren für Männer.

„Die heutige Ankündigung ist zweifelsohne ein bedeutendes Ereignis in der stolzen Geschichte unserer Tour“, erklärt Keith Pelley, Chief Executive der European Tour. „Der Start der DP World Tour im Jahr 2022, der mit unseren beiden 50-jährigen Jubiläen zusammenfällt, wird eine neue Ära des globalen Golfsports einläuten und vor allem allen Beteiligten zugutekommen – all unseren Spielern, Caddies, Fans und Partnern – sowie einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Die DP World Tour ist daher eine natürliche Weiterentwicklung unserer jahrzehntelangen Partnerschaft, und die Präsenz von ‚World‘ in unserem neuen Titel spiegelt unsere globale Reichweite besser wider.“

Das sagt Rory McIlroy zur DP World Tour

In einer Videobotschaft kommentierte Rory McIlroy die Vereinbarung als eine „großartige Nachricht für den globalen Golfsport“.

Nur 23 der Turniere werden im kommenden Jahr übrigens auf europäischen Boden stattfinden, insofern hat Pelley einen Punkt, wenn er erklärt, dass der Begriff „World“ die globale Reichweite besser beschreiben würde.

Vielleicht wird sich auch irgendwann auf weitere Dinge ausbreiten. Ein Masters im Mercedes-Benz Augusta National GC? Eine Rolex Open Championship? Oder die Finalserie der FedEx PGA Tour? Wer weiß.

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