Überragende Finalrunde
Pro Golf Tour: Max Schmitt holt Sieg nach Putterwechsel
Max Schmitt darf den Sieg bei der Raiffeisen Pro Golf Tour St. Pölten 2026 nach einer sensationellen Finalrunde feiern. Besonders kurios ist sein Putterwechsel…
Der Deutsche kam im Golfclub St. Pölten in der zweiten und letzten Runde auf 62 Schläge und setzte sich am Ende mit einem Schlag Vorsprung auf Yente van Doren aus Belgien durch.
Als Dritter kam der Franzose Claude Churchward ins Ziel. Das Turnier musste wegen unspielbarer Verhältnisse nach starken Regenfällen am Mittwoch auf 36 Löcher verkürzt werden.
Max Schmitt hatte bei seinem Sieg am Dienstag keinen guten Auftakt erwischt. Zwei Bogeys, sieben Pars, keine Birdies – so lautete die Bilanz nach neun Löchern im malerischen Golfclub St. Pölten, dessen 18 Löcher durch den Schlosspark von Schloss Goldegg verlaufen.
+++ Zum Thema: Charles Schwab Challenge 2026: Russell Henley gewinnt Titel +++
Doch der 28-Jährige, der bereits einige Top-Ergebnisse auf der HotelPlanner Tour sowie der DP World Tour vorzuweisen hat, fand im Anschluss zur Top-Form.
Zunächst beendete er seine Auftaktrunde dank einer starken zweiten Neun mit 68 Schlägen und knüpfte im Finale an diese Leistung an. In der Schlussrunde lochte er achtmal zum Birdie und blieb dabei ohne Fehler.
Die 62 (-8) war die beste Runde des Tages im gesamten Feld und bescherte dem Düsseldorfer den vierten Sieg auf der Pro Golf Tour – und den ersten Titel nach fast zehn Jahren. Am Ende hatte er einen Schlag Vorsprung auf Yente van Doren.
+++ Auch interessant: Austrian Alpine Open 2026: Kota Kaneko mit erstem Titel +++
Max Schmitt über seinen Sieg
„Das fühlt sich auf jeden Fall sehr schön an. Ich hatte heute Morgen komischerweise schon irgendwie das Gefühl, dass heute etwas Geiles passiert. Ich wusste zwar nicht genau, was, aber ich habe es einfach auf mich zukommen lassen“, kommentierte Max Schmitt seinen Sieg.
„Und ich habe auch noch einiges liegen lassen, sagen wir es mal so, wie es ist. Trotzdem habe ich die ganze Woche daran geglaubt, dass etwas Gutes passieren kann.“
+++ Zum Thema: Jabra Ladies Open de France 2026: Briem holt zweiten LET-Titel +++
Kurzer Putter statt Besenstiel
Das Besondere an Schmitts Glanzleistung war der spontane Entschluss, sich im Finale mit einem kurzen Putter zu versuchen. Die vergangenen Wochen hatte er allesamt mit einem Besenstiel-Modell bestritten.
„Die Beschaffenheit der Grüns ist hier etwas anders, da hatte ich das Gefühl, dass der kurze Putter besser passt.“ Offensichtlich war es die richtige Entscheidung.
+++ Schon gelesen? Wilson DYNAPWR Max+ Driver: Wilson‘s Bester +++
Der nun viermalige Sieger auf der Pro Golf Tour war vor allem mit seinen Leistungen auf den Grüns sehr zufrieden. „In den vergangenen Wochen hat mich der Putter etwas im Stich gelassen, heute hat es auf den Grüns sehr gut geklappt.“
Für Schmitt, der in den vergangenen Jahren zwischen HotelPlanner Tour und DP World Tour pendelte, war der Sieg von großer Bedeutung. „Das ist auf jeden Fall eine Erleichterung“, kommentierte er.
„Natürlich weiß ich, dass ich gut genug bin. Ich habe auf der Pro Golf Tour ja auch schon mehrfach gewonnen. Die letzten Jahre waren für mich wirklich nicht einfach. Umso schöner ist es, jetzt wieder einen Titel holen zu können. Das hilft natürlich auch im Ranking und gibt Selbstvertrauen. Jeder da oben hat inzwischen mindestens einmal gewonnen. Deshalb war es wichtig, jetzt den Anschluss wiederherzustellen.“
+++ Zum Thema: Freddy Schott im Fun Talk +++
Deutscher klettert in der Jahreswertung
In der Order of Merit klettert Max Schmitt durch seinen Sieg auf den vierten Rang. In Führung liegt weiterhin Dario Antonisse aus den Niederlanden vor Kristof Ulenaers aus Belgien und Koen Kouwenaar aus den Niederlanden. Rang fünf belegt der Pole Alejandro Pedryc.
Ein spezieller Dank gilt dem Golfclub St. Pölten und der Raiffeisen Bank als Titelsponsor für ihr langjähriges Engagement auf der Pro Golf Tour. Das Turnier hat sich über die Jahre als fester und beliebter Bestandteil der Tour etabliert.
+++ Auch interessant: PGA TOUR: Teenager Blades Brown erhält Mitgliedschaft +++
Für die Spieler geht es nach nur einer kurzen Pause am Bodensee weiter. Im neu eingeführten German Swing schlagen die internationalen Profigolf-Talente bei aufeinanderfolgenden Events im Golfclub Owingen-Überlingen (VcG Bodensee Open, 9. bis 11. Juni), im Golf- und Land-Club Köln in Refrath (VcG Köln Open, 16. bis 18. Juni) und im Golf-Club Neuhof bei Frankfurt am Main (VcG Neuhof Open, 23. bis 25. Juni) ab. Das Preisgeld liegt jeweils bei 40.000 Euro.
Raiffeisen Pro Golf Tour St. Pölten 2026: Finales Leaderboard

