18.07.2026 | 08:20

The Open 2026: Bryson DeChambeau mit Strafschlägen belangt

Bryson DeChambeau (Foto: picture-alliance)
Golftimer
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Bryson DeChambeau gehörte nach seiner starken zweiten Runde bei der The Open 2026 zu den heißesten Anwärtern auf die Claret Jug. Bis ihn eine nachträglich verhängte Zwei-Schläge-Strafe entscheidend zurückwarf.


Der Amerikaner wurde nach seiner Runde bei der 154. The Open Championship wegen eines Regelverstoßes auf der fünften Spielbahn sanktioniert und verlor dadurch seine Position unmittelbar hinter dem Führenden Lucas Herbert.

DeChambeau (Foto: picture-alliance) hatte zunächst eine 66 (-4) unterschrieben und sich damit auf sieben unter Par bis auf einen Schlag an Herbert herangearbeitet.

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Nach einer Überprüfung durch die Referees änderte sich das Bild jedoch deutlich. Die Runde wurde auf 68 korrigiert, sein Bogey an Bahn fünf in ein Triple-Bogey umgewandelt.

Statt als erster Verfolger ging der LIV-Golf-Spieler nur noch mit fünf unter Par ins Wochenende – drei Schläge hinter der Spitze.

Der Vorfall ereignete sich am kurzen Loch 5 (Par 4). Nach einem weit nach rechts verzogenen Abschlag landete DeChambeaus Ball im dichten Rough. Während er seinen Schlag vorbereitete, trat er mehrfach das hohe Gras hinter dem Ball nieder.

Die R&A kam nach Sichtung der TV-Bilder zu dem Schluss, dass dadurch der Bereich seines beabsichtigten Rückschwungs verbessert wurde – ein Verstoß gegen Regel 8.1 der Golfregeln. Diese untersagt es, die Bedingungen für den Schlag zu verbessern, unabhängig davon, ob dies absichtlich oder unbeabsichtigt geschieht.

R&A-Regelchef Grant Moir erklärte, dass Spieler zwar eine angemessene Standposition einnehmen dürfen, dabei aber den geringstmöglichen Eingriff in die natürliche Beschaffenheit des Geländes vornehmen müssen. Im Fall DeChambeau sei diese Grenze überschritten worden.

+++ Zum Thema: The Open 2026: Lucas Herbert mit Rekordrunde an die Spitze +++

Bryson DeChambeau: Lange Diskussion mit den Offiziellen

Nach seiner zweiten Runde bei der The Open 2026 wurde Bryson DeChambeau direkt von den Offiziellen abgefangen. Gemeinsam kehrten Spieler und Referees an die fünfte Bahn zurück, um den Vorfall vor Ort zu analysieren.

Bryson DeChambeau (Foto: picture-alliance)
Bryson DeChambeau (Foto: picture-alliance)

Die Diskussion dauerte rund 15 Minuten, ehe die Strafe offiziell ausgesprochen wurde. DeChambeau verteidigte seinen Standpunkt energisch, konnte die Verantwortlichen jedoch nicht umstimmen.

Der zweimalige Major-Sieger zeigte sich anschließend enttäuscht über die Entscheidung. In den sozialen Medien bezeichnete er die Strafe als schwer nachvollziehbar, kündigte jedoch an, sich nun wieder voll auf das Turnier zu konzentrieren.

Die Entscheidung löste unterschiedliche Reaktionen aus. R&A-Geschäftsführer Mark Darbon bezeichnete den Fall als „eindeutig“ und stellte klar, dass die Regeln korrekt angewendet worden seien.

+++ Zum Thema: 154. Open: Jackson Suber schreibt Links-Märchen +++

Rory McIlroy unterstützte die Entscheidung ebenfalls und kritisierte vor allem die lange Auseinandersetzung nach der Runde. Andere Spieler äußerten dagegen Verständnis dafür, wie schwierig Situationen im dichten Links-Rough zu beurteilen seien.

Sportlich hatte die Strafe erhebliche Auswirkungen. Statt im letzten Flight mit Lucas Herbert auf die dritte Runde zu gehen, fiel DeChambeau mehrere Plätze zurück.

Dennoch blieb der Amerikaner im Kampf um den Claret Jug aussichtsreich und kündigte an, die Entscheidung als zusätzliche Motivation für das Wochenende zu nutzen.

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