154. The Open Championship: 1. Runde
154. Open: Jackson Suber schreibt Links-Märchen
Überraschungsführer bei der 154. Open Championship: Jackson Suber schreibt im Royal Birkdale Golf Club sein ganz eigenes Links-Märchen. Der US-Amerikaner glänzt bei seinem ersten Start in Europa mit einer 65er-Runde.
Mit solch einer Geschichte hatte wohl niemand gerechnet: Jackson Suber führt nach der ersten Runde der 154. Open Championship im Royal Birkdale Golf Club das Feld an.
Der 26-jährige Amerikaner spielte erst am Montag seine ersten Bahnen auf einem echten Linksplatz – drei Tage später unterschrieb er eine brillante 65 (-5) und setzte sich an die Spitze des Leaderboards.
Dass Erfahrung auf den traditionsreichen Küstenplätzen Großbritanniens häufig als entscheidender Vorteil gilt, stellte Suber eindrucksvoll auf den Kopf.
Der Profi aus Tampa (Florida) feierte nicht nur sein Debüt bei The Open, sondern überhaupt seinen ersten Auftritt in Europa. Dennoch meisterte er die schnellen Fairways, harten Grüns und den zunehmend auffrischenden Wind mit bemerkenswerter Gelassenheit.
Den Grundstein für seine Spitzenposition legte Suber auf den Back Nine. Mehrere Birdies und ein spektakulärer Eagle an der 17 sorgten dafür, dass er sich mit einem Schlag Vorsprung vor Südkoreas Sungjae Im und dem Engländer Daniel Brown an die Spitze setzte.
Brown hatte bereits vor zwei Jahren nach der ersten Runde der Open in Royal Troon geführt und bestätigte erneut seine Vorliebe für Links-Golf.
Auch Robert MacIntyre, Cameron Young, Bryson DeChambeau und Francesco Molinari hielten sich mit starken Runden in aussichtsreicher Position und lauern nur zwei Schläge hinter dem Überraschungsleader.
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Jackson Suber: Vom PGA-Tour-Aufsteiger zum Major-Leader
Ganz aus dem Nichts kommt Subers Erfolg allerdings nicht. Nach einem schwierigen Saisonstart auf der PGA Tour fand der Amerikaner in den vergangenen Wochen immer besser in Form.

Top-Platzierungen, darunter Rang vier bei der RBC Canadian Open und ein weiterer Spitzenplatz bei der John Deere Classic, verschafften ihm das Ticket für seine erste Open Championship.
Mit seiner souveränen Leistung in Royal Birkdale setzte er diese Entwicklung eindrucksvoll fort. Besonders bemerkenswert. Noch vor wenigen Tagen hatte Suber keinerlei Erfahrung mit den speziellen Anforderungen des klassischen Links-Golfs gesammelt.
Statt sich von den ungewohnten Bedingungen beeindrucken zu lassen, spielte er mutig, kreativ und nahezu fehlerfrei.
Ob Suber seine Spitzenposition bis zum Wochenende verteidigen kann, bleibt abzuwarten. Die Wetterprognosen versprechen wechselnde Windverhältnisse, die Royal Birkdale traditionell zu einem der anspruchsvollsten Austragungsorte im Open-Rota machen.
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Schon am Donnerstag zeigte sich, wie schnell sich die Bedingungen verändern können und wie entscheidend Ballkontrolle und strategisches Spiel auf den ausgetrockneten Fairways sind.
Fest steht jedoch schon jetzt: Jackson Suber hat sich mit einer außergewöhnlichen Auftaktrunde ins Rampenlicht gespielt. Aus einem weitgehend unbekannten PGA-Tour-Profi ist über Nacht der Mann geworden, den bei der 154. Open Championship alle jagen.


