07.03.2022 | 11:26

Scheffler siegt, McIlroy meckert

Scottie Scheffler
Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Scottie Scheffler kommt am besten mit der Bestie von Bay Hill zurecht und gewinnt das Arnold Palmer Invitational. Rory McIlroy fühlt sich stockbesoffen.


Als sich Arnold Palmer in den 70er Jahren in den Golfplatz in Bay Hill verliebt und ihn schließlich erworben hatte, schwebte ihm vor, dort einmal eine U.S. Open auszutragen. Leider erfüllte ihm die USGA diesen Wunsch nie. Florida hat es auch wegen des Zeitpunkts im Juni schwer, als Austragungsort nominiert zu werden. Stichwort Regenzeit.

So hatte der 2016 verstorbene Palmer keine andere Wahl, als den Platz als Austragungsort im regulären Turnierkalender der PGA Tour unterzubringen. Seither ist das Arnold Palmer Invitational fester Bestandteil des sogenannten Florida Swings. Was den Schwierigkeitsgrad des Platzes betrifft, so bekamen die prominenten Teilnehmer (Preisgeld zwölf Millionen U.S.-Dollar) in diesem Jahr eine U.S. Open.

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Scottie Scheffler am stabilsten im Chaos

Spätestens ab Freitag, als der Rasen immer weiter austrocknete, der Wind auffrischte, die Grüns eine Geschwindigkeit von 14 Stimpmetern erreichten und auch das Rough nicht kürzer wurde, entwickelten sich die 18 Bahnen, konzipiert vom immer so gutmütigen Hausherren, zu einer Bestie. Scottie Scheffler siegte schlussendlich weniger mit Birdie-Spektakel, sondern mit langen, gelochten Par-Putts und einer Par-Runde unter dem Strich. Er war derjenige, der noch am wenigsten vermöbelt wurde vom übermächtigen Gegner.

In Zahlen ausgedrückt: Nur zehn Spieler beendeten das Turnier unter Par. Schefflers Siegergebnis betrug fünf unter Par, einen Schlag zurück folgten Tyrrell Hatton, Billy Horschel und Viktor Hovland. Der Rundenschnitt am Sonntag: 75,48, nur vier Spieler schafften es unter Par.

Scheffler: „… unglaublich anstrengend“

Für Scheffler war es bereits der zweite Sieg in dieser Saison, zuvor hatte er die Phoenix Open gewonnen. Der stolze Siegerscheck: 2,16 Millionen U.S.-Dollar. Der Ryder-Cup-Spieler steigert sich auf Position fünf der Weltrangliste. Zudem übernimmt er die Führung im FedExCup von Hideki Matsuyama.

„Es ist ein tolles Gefühl, hier zu gewinnen. Um ganz ehrlich zu sein, bin ich im Moment erschöpft“, kommentierte Scheffler. „Dieser Platz ist wirklich unglaublich anstrengend. Ich bin sehr froh, dass ich heute keine zusätzlichen Löcher spielen musste.“

Rory McIlroy fühlt sich „stockbesoffen“

Rory McIlroy spielte ebenfalls vorne mit. Nach einer 66 zum Auftakt fiel der Nordire jedoch immer weiter zurück. Seine Bilanz am Wochenende: Zwei Mal eine 76 unter dem Strich; am Ende Platz 13. Der gewohnt meinungsstarke Major-Gewinner war nicht begeistert vom Setup des Platzes, bezeichnete es sogar als „verrückt“.

„Um ehrlich zu sein, fühle ich mich, als wäre ich stockbesoffen“, sagte er. „Am Wochenende war es wie beim Minigolf. Man wird einfach nicht für gute Schläge belohnt. […] Es ist ja in Ordnung, wenn schlechte Schläge bestraft werden, aber wenn die guten nicht mehr belohnt werden, überschreitet es eine rote Linie.“

Stephan Jäger, der einzige Deutsche im Feld, schaffte es auf den 52. Rang. Er kartete Runden von 70, 73, 75 und 78 Schläge für ein Gesamtergebnis von acht über Par.

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