20.12.2021 | 10:53

Licht und Schatten bei Woods

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Tiger Woods legt mit Sohn Charlie eine eindrucksvolle Finalrunde hin und zeigt sich in guter Verfassung. Team Daly siegt.


Zum Glück könne er das jetzt wieder tun. Tiger Woods erlebte bei der PNC Championship im Scramble-Format eine knappe Niederlage. Gemeinsam mit seinem Sohn Charlie, 12, hatte er trotz 57er-Finalrunde inklusive elf Birdies in Serie das Nachsehen.

Team Daly, mit Legende John und dem ambitionierten College-Golfer John II, 18, schraubten ihr Ergebnis über die zwei Tage Texas Scramble noch ein Stück tiefer. Team Daly landete bei 27 unter Par, Charlie und Tiger folgten zwei Schläge zurück auf Platz zwei.

Doch Woods tat, was er während seiner Laufbahn selten tat, wenn er nicht gewann. Er strahlte im Interview bei NBC. Nach seinem schweren Autounfall war lange nicht klar gewesen, ob sein gravierend verletztes Bein jemals wieder eine Schwungbewegung stemmen könne. Zwischenzeitlich stand sogar eine Amputation im Raum.

Woods’ Schwung – viele positive Zeichen

Nun kann Woods wieder schwingen – und das sehr ordentlich. Es ist zu erkennen, wie der ehemalige Weltranglistenerste, sein rechtes Bein im Durchschwung schont. Noch fehlen auch ein paar Stundenkilometer Geschwindigkeit in der Bewegung. Aber was den Rest betrifft, zeigte sich das Spiel bereits in einer sehr, sehr guten Verfassung.

So gut, dass ihm Sonntags-Spielpartner Matt Kuchar bereits wieder PGA-Tour-Verfassung attestierte. Einer Aussage, der Woods allerdings vehement widersprach. Er wäre ja noch nicht einmal in der Lage gewesen, das Turnier zu bestreiten, wenn er nicht auf ein Cart hätte zurückgreifen dürfen.

“Das ist meine Welt”

Trotz dieses vielversprechenden Auftritts mit jeder Menge erstklassiger Golfschläge, ist die Zukunft im Profi-Golf ungewiss. Woods hatte im Vorfeld bereits ausgeschlossen, jemals wieder eine volle Spielzeit auf der Tour zu bestreiten. Ohnedies sei viel Arbeit sei nötig, um wieder 72 Löcher lang laufen zu können; um wieder eine wettbewerbstaugliche Schlägerkopfgeschwindigkeit zu generieren. Aber der einstige Branchenprimus scheint gewillt, dieses Projekt anzugehen.

„Die Lust auf Wettbewerb wird nie verschwinden. Das ist meine Welt“, erklärte er. „Das ist es, was ich mein ganzes Leben lang gemacht habe. Ich bin einfach so dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, es wieder zu tun.”

Fortsetzung folgt. Hoffentlich.

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